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22. Internationaler Boddenpokal

Bereits am 08.07.2017 veranstaltete der Greifswalder Ringerverein den 22. Internationalen Boddenpokal, zu dem 18 Vereine angereist waren. Die insgesamt 120 Athleten aus Russland, Schweden und Deutschland standen sich auf zwei Matten in spannenden Kämpfen gegenüber. Gerungen wurde in der E Jugend im freien Stil sowie in der D, B/C Jugend und den Kadetten im klassischen Stil.

Dank der erfahrenen Vorbereitung der Vereinsleitung, der Listenführung von Christiane Labudde und ihrem Team sowie der Unterstützung durch unsere fleißigen Helfer verlief das Turnier trotz des hohen Teilnehmerfeldes und der räumlichen Enge reibungslos.

Am Ende einer gelungenen Veranstaltung hieß es Platz 1 in der Mannschaftswertung für den Greifswalder Ringerverein.

Großen Anteil daran hatten Ali Mamirov (Jgd.E, 24kg), Finnja-Cecile Arendt (Jgd.E, 34kg), Tim Wichmann (Jgd.B/C, 69kg), Geworg Ibashyan (Jgd.B/C, 76kg) und Karl Marbach (Kadetten, 100kg), die mit ihren Turniersiegen der Mannschaft wertvolle Punkte sicherten. Gold gab es kampflos auch für Elias Zimba (Jgd. E, 38kg).

Silber erkämpften sich Samad Abdursakow (Jgd.B/C, 63kg), Vincent Below (Jgd.B/C, 54kg) und Anton Arendt (Jgd. E, 21 kg).

Bronze steuerten Malte Plaehsmann (Jgd. B/C, 76kg), Tom Mielke (Jgd.D, 38kg), Jurek Rustomyan (Kadetten, 100kg) und Artur Leimann (Kadetten, 69kg) bei.

Knapp an der Medaille vorbei und damit auf dem vierten Platz landeten Ben Münchow (Jugend B/C, 38kg), Saichan Abdursakow (Jgd.D, 31kg), Artem Vaselkow (Kadetten, 69kg) und Narek Rustomyan (Kadetten, 100kg). Für Sulim Abdursakow und Marc Denz blieb es im 50kg-Limit der Jugend B/C diesmal bei Platz 6 und 7.

Als beste Kämpfer ihrer Altersklassen wurden Tim Wichmann und Ali Mamirov ausgezeichnet.

Der Greifswalder Ringerverein bedankt sich bei allen Helfern, Frau Götz vom REWE und Herrn Schneider vom Edeka sowie bei allen weiteren Sponsoren für einen gelungen Saisonabschluss. Wir hoffen, Sie auch in der kommenden Saison wieder an unserer Seite zu haben.

 

Internationaler Strelasundpokal

Am Samstag, den 24.06.2017 waren die sieben Jüngsten des Greifswalder Ringervereins in Stralsund zum 7. Internationalen Strelasundpokal.  Begleitet von Christoph und Jörg Schultz hieß es, sich im freien Stil zu bewähren. An dem für die Jugend E, D und C ausgeschriebenen Turnier nahmen insgesamt 76 Athleten aus 10 Vereinen teil.

Für Ben Münchow, der als Einziger in der Jugend C für den Greifswalder RV  auf der Matte stand, verlief das Turnier ganz anders als erhofft. Gewann er seinen ersten Kampf noch souverän durch Schultersieg,  so konnte er sich aus einer engen Festhalte im zweiten Kampf gegen Moritz Wiese vom Demminer RV nicht befreien. Wegen Kreislaufproblemen, als Folge aus der Begegnung mit Moritz Wiese, war es ihm nicht möglich, den dritten Kampf anzutreten. Unerwartet biss Ben Münchow zum Ende des Turnieres noch einmal die Zähne zusammen, stellte sich seinem Kontrahenten aus Frankfurt/Oder und gewann erneut durch Schultersieg.  „Dass Ben nochmal auf die Matte will, hatten wir nicht erwartet.“ erzählt Trainer Christoph Schultz. Bens Leistung wurde mit der Silbermedaille belohnt.

Tom Mielke, Jugend D bis 38kg, wurde nach der Pooleinteilung mit zwei Siegen und zwei Niederlagen Fünfter von Neun.

Chancenlos und ohne Sieg  blieb Saichan Abdursakow, Jugend D bis 31kg, Sechster.

Als einziges Mädchen für den Greifswalder RV war Finnja Arendt, Jugend D bis 34kg, in Stralsund angetreten. Nach der Niederlage gegen Ariana Kret, wurde ihr Ehrgeiz geweckt. Sie besiegte Maxim Piehl und Jakub Iwanski beide durch Schultern. Wegen des besseren Punkteverhältnisses reichte es am Ende trotz einer Niederlage für die Goldmedaille.

Ebenfalls Gold holte sich Elias Zimba, Jugend E bis 37kg, der seinen Gegner aus Stralsund in der 1. Runde besiegte.

Ali Mamirow erhielt nach 4 spannenden Siegen auf Schultern und 2 Niederlagen Silber.

Anton Arendt wurde nach seinem ersten Kampf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf die Matte geschickt.

Für das Team vom Greifswalder Ringerverein gab es Platz fünf in der Mannschaftswertung.

24. Opel- Cup des SAV Torgelow

Am Samstag den 18.06.2017 machte sich der Greifswalder Ringerverein auf den Weg ins Torgelower Heidebad, um unter freiem Himmel bei zeitweiligem Sonnenschein die besten Kämpfer des Turnieres zu ermitteln.

Gerungen wurde in der Jugend E im freien Stil sowie im klassischen Stil in der D, C und B Jugend. Am Start waren unter den 104 Teilnehmern aus knapp 10 Vereinen auch Athleten aus Polen und Dänemark. Trainer Manfred Groß schickte 14 seiner Schützlinge über die Waage und war erfreut, dass der Greifswalder RV so zahlreich, wie lange nicht mehr, vertreten wurde.

Aufregende Kämpfe in der E Jugend bis 22kg zeigten uns Anton Arendt der nach zwei Siegen und einer Niederlage im Kampf um Platz 2 und 3 mit der Bronzemedaille nach Hause ging, Ali Mamirow Jugend E bis 25kg , der nach 4 Siegen Bester seiner Gruppe wurde und Finnja Arendt, die ebenfalls nach 2 Schultersiegen in der E Jugend bis 34kg Gold gewonnen hatte. Elias Zimba, Jugend E, bis 42kg konnte sich über den dritten Platz auf dem Siegertreppchen freuen.

Saichan Abdursakow, Jugend D, bis 31kg verpasste auf dem vierten Platz nur knapp das begehrte Edelmetall genauso wie Marc Denz, Jugend B, 50kg. Tom Mielke, der in der Jugend D bis 38kg auf der Matte stand, konnte sich in einem spannenden Finale gegen Victor Dahl aus Dänemark leider nicht durchsetzen. Ebenfalls Silber erzielten Samad Abdursakow, Jugend B, 69kg und Vincent Below, Jugend B, 54kg, der zum ersten Mal in Torgelow dabei war.

Ben Münchow, Jugend C bis 38kg, blieb in 4 spannenden Kämpfen ungeschlagen und erhielt Platz 1 für seine gezeigte Leistung. Außerdem gab es Gold für Geworg Ibashyan, Jugend B 76kg und Tim Wichmann, Jugend B 69kg. Malte Plaehsmann, Jugend B 76kg und Sulim Abdursakow, Jugend B bis 50kg erhöhten das Gesamtergebnis um zwei weitere Bronzemedaillen.

Platz 2 in der Mannschaftswertung hieß es am Ende eines durchaus erfolgreichen Tages mit insgesamt 5 Gold, 3 Silber und 4 Bronzemedaillen.

DMM Jugend

Auf weite Reise ging es für einige Athleten des Greifswalder Ringervereins am letzten Wochenende. Ziel war der AC Heusweiler im Saarland, der Ausrichter der diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (13-18 Jahre). Zusammen in einer Kampfgemeinschaft, der KG RV Lübtheen, startet man seit Jahren mit Sportlern aus Greifswald, Demmin, Lübtheen und Torgelow, um den jungen Ringern die Chance zu geben an solchen Events teilzunehmen. In diesem Jahr verstärke man sich zudem mit Nachwuchskämpfern aus Rostock und Warnemünde. Da die Vereins- und Kaderdichte im Land sehr gering ist, kann man nur in einer Gemeinschaft an solchen Turnieren teilnehmen bzw. bestehen. Im Team der KG am Ende auch 3 Sportler aus der Hansestadt Greifswald, Samad Abdursakow (63 kg), Artur Lehmann (69 kg) und Artur Schmidt (100 kg) standen mit ihren Mannschaftskameraden auf der Matte und erzielten am Ende bei zwei Niederlagen und einem Sieg ihrer Mannschaft den 9. Platz in der Endabrechnung der 13 teilnehmenden Mannschaften. Mit jeweils einem Einzelsieg holten die drei Kämpfer wichtige Mannschaftspunkte, wobei Artur Schmidt in der schwersten Kategorie kurzfristig für den frischgebackenen Deutschen Meister Karl Marbach einsprang, der sich beim Abschlusstraining verletzt hatte. Auch für Artur war der Einsatz nicht einfach, so hinderten ihn krankheitsbedingte Trainingsausfälle an einem überlegenen Auftritt. Artur Leimann überzeugte mit einem Schultersieg gegen den KSV Neuss (NRW), den Kampf verlor die KG Lübtheen allerdings mit 8:25 am Ende. Hingegen Samad Abdursakow mit seinem Schultersieg gegen den KSV Köllerbach (Saarland) zum 24:13 Mannschaftssieg entscheidende Punkte brachte. Greifswald Ringertrainer Manfred Groß am Ende natürlich nicht ganz zufrieden: “Schade das mit Karl Marbach ein Kämpfer gefehlt hat, der in letzter Zeit in bestechender Form war, toll natürlich das Artur Schmidt noch kurzfristig einspringen konnte, gespannt wäre ich auf die weiteren Einsätze unserer Athleten gewesen aber die zweite Niederlage im dritten Duell gegen die AB Aichhalden verhinderte weitere Einsätze der Sportler”. Gegen das Team aus Württemberg verlor man am Ende mit 14 zu 17 denkbar knapp, allerdings musste man durch zwei nicht besetzte Gewichtsklassen (42 und 46 kg) schon in jedem Duell einen 8 Punkterückstand aufholen.

Starter für die KG RV Lübtheen: 50 kg Moritz Langer (PSV Rostock), 54 kg Daniel Gielow (SV Warnemünde), 58 kg Silvio Klink (RV Lübtheen), 63 kg Kevin Tran (SAV Torgelow) und Samad Abdursakow (Greifswalder RV), 69 kg Jan-Lukas Block (RV Lübtheen und Artur Lehmann (Greifswalder RV), 76 kg Marten Scheel (RV Lübtheen), 85 kg Nikita von Steuben (SAV Torgelow) und 100 kg Artur Schmidt (Greifswalder RV)

Platzierungen: 1. SV Luftfahrt Berlin, 2. KSK Konkordia Neuss, 3. KSV Tennenbronn,… 9. KG RV Lübtheen

Uwe Bremer

 

Deutsche Meisterschaft Jugend A

Zwei Medaillen konnte Karl Marbach vom Greifswalder Ringerverein bei Deutschen Meisterschaften schon in den Norden holen. In der B-Jugend hatte er sich 2014 und 2015 bereits Bronze und Silber erkämpft. Doch das erhoffte Gold blieb bisher aus. Am vergangenen Wochenende nun hat sich sein Traum endlich erfüllt. Bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend (Altersbereich 15-17 Jahre) im griechisch-römischen Stil komplettierte er seinen Medaillensatz. Mit einer grandiosen Leistung sicherte er sich die Goldmedaille und ist damit Deutscher Meister in der 100kg-Kategorie. „Das war ja eigentlich schon im letzten Jahr fällig“, gesteht der 16jährige. Da allerdings war der Greifswalder erkrankt an den Start gegangen. Heute weiß er, dass ihn nicht nur die körperliche Beeinträchtigung ausbremste. „Im letzten Jahr bin ich noch ohne Plan in meine Kämpfe gegangen. Jetzt guck ich mir meine Gegner vorher an, um mir im Kampf nicht ihre Fassart aufzwingen zu lassen.“ Nur so war es auch möglich, dass Karl diesmal durch das Turnier marschierte, ohne einen einzigen Punkt abzugeben.
Die Titelkämpfe waren mit 158 Teilnehmern aus 91 Vereinen der 15 Landesverbände sehr stark besetzt. Unter den Augen von Nachwuchs-Bundestrainers Maik Bullmann wurden im südhessischen Birkenau im Odenwald insgesamt 290 Kämpfe ausgetragen, um die Sieger in den zehn einzelnen Gewichtsklassen zu ermitteln. Wer sich vom frühlingshaften Wetter nicht locken ließ, erlebte hier drei Tage großartigen Ringkampfsports.
Karl kam zwar optimistisch vom Wiegen, doch nach der Pooleinteilung war er zunächst skeptisch: „Ich hatte wieder mal kein Glück.“ Das Los führte Karl in den stärkeren Pool. Hier sollte er u.a. auf den Vizemeister des Vorjahres treffen. Trainer Manfred Groß blieb davon unbeeindruckt. „Karl wird Deutscher Meister“, hatte der schon seit Wochen augenzwinkernd prophezeit.
Seinen ersten Kampf gegen den Hessen Nico Weiss ging Karl am Freitag noch verhalten an, sicherte sich mit Rollen nach Runterreißer acht Punkte und brachte diesen Punktvorsprung sicher über die Zeit (8:0). Am Samstag ließ er keinen Zweifel über sein Ziel aufkommen. Nach nur 32 Sekunden war der Kampf gegen Max Leipold wegen Technischer Überlegenheit (16:0) beendet. Karl hatte den Thüringer durch Satiev zu Boden gebracht und dann ein Feuerwerk gestartet. Von Trainer Groß angefeuert drehte er den Gegner sieben Mal ohne abzusetzen. „Schön zu Ende gerungen“, lobt der Trainer. Auch Fabian Kiefer, der Angstgegner, weil Vizemeister des Vorjahres, sollte Karl nun nicht mehr aufhalten. Karl ließ auch hier keinen Angriff zu und brachte das Pfälzer Schwergewicht mehrfach zu Boden, um mit der Rolle zu punkten. Am Ende löste der 12:0 Punktsieg einen Freudenschrei des Greifswalders aus, denn damit war der Einzug ins große Finale gesichert. Und hier stellte Phillip Atorf, den Karl schon bei den Norddeutschen Meisterschaften bezwungen hatte, keine wirkliche Herausforderung mehr dar. Auch den Berliner konnte er passiv stellen, mehrfach drehen und mit diesem Punktsieg (11:0) den Meistertitel festmachen.
Trainer Manfred Groß und sein Schützling sind gleichermaßen stolz. Nach dem Erfolgsgeheimnis befragt, lobt Groß den Ehrgeiz des Jungen. „Karl ist kein Naturtalent, der hat sich das alles hart erarbeitet, trainiert ausnahmslos jeden Tag. Zweimal wöchentlich auf der Matte, täglich im Kraftraum.“ Und Karl ergänzt: „Wir sind ein gutes Team. Ich habe Trainingspartner, die durchweg älter und erfahrener sind als ich und mich in den letzten Monaten extrem unterstützt haben. Und mein Trainer steht immer hinter mir. Der hat es nicht leicht mit mir, muss mich immer aufbauen.“
Für Greifswald ist Karls Goldmedaille neben den Bronzemedaillen von Artur Schmidt im 120kg-Limit der Junioren und Geworg Ibashyan im 76kg-Limit der B-Jugend in diesem Jahr die dritte Meisterschaftsmedaille. „Nach vier Jahren hat Greifswald endlich auch wieder einen Deutschen Meister“, strahlt Trainer Groß, für den dies sicherlich größter Lohn und Dank für seine Arbeit ist.
Karls Auftritt blieb nicht unbemerkt. Nachwuchs-Bundestrainers Maik Bullmann lud ihn nach der Meisterschaft zu einem Internationalen Turnier und einem Kaderlehrgang der Kadetten nach Rostow am Don (Russland) ein.

weitere Platzierungen Mecklenburg-Vorpommern:
  5. Platz     Moritz Langner, 46kg, FR
7. Platz     Marten Scheel, 76kg, GR
10. Platz     Fabian Schmit, 63kg, FR
14. Platz     Eugene Gallinat, 69kg, GR
15. Platz     Daniel Gielow, 54kg, GR

Ute Marbach

 

Mitteldt. Meisterschaften Jgd.A

Am Samstag gab es für Karl Marbach einen weiteren Erfolg. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Luckenwalde gab er keinen einzigen Punkt ab, beendete alle drei Begegnungen technisch überlegen (15:0, 16:0 und 16:0) und wurde damit Mitteldeutscher Meister im 100kg Schwergewicht. Dabei punktete er mit Rumreißer und Rolle. „Im Stand ist Karl sehr gut, der hat Kraft, den stößt so schnell keiner um, aber im Bodenkampf muss er noch mehr geben“, fordert sein Trainer. „Warum rollst du nur einmal? Die erste Rolle ist doch die schwerste, wenn die Stütze erst einmal weggebrochen ist, musst du weiterdrehen. Es kostet doch viel mehr Kraft, immer wieder neu anzusetzen“, kritisiert er den jungen Sportler.
Am kommenden Wochenende lässt er ihn bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren antreten. Da wird er zwar noch ohne Chancen bleiben, aber er braucht Kämpfe in Vorbereitung auf die anstehenden Titelkämpfe seiner Altersklasse und im nächsten Jahr muss er ohnehin aufrücken. Mit dabei sein in Frankfurt/Oder wird in derselben Gewichtsklasse auch der ein Jahr ältere Artur Schmidt. Für ihn wird es schwer werden, ganz vorn mitzuringen, aber Hoffnungen sind bei ihm durchaus berechtigt.

 

Berliner Meisterschaften

Bei den Berliner Meisterschaften im griechisch-römischen Stil kamen am vergangenen Wochenende auch fünf Greifswalder Sportler zum Einsatz. Trainer Manfred Groß erhoffte sich von dem offen ausgetragenen Turnier gute Kämpfe für seine Schützlinge. „Wir müssen in Vorbereitung auf die anstehenden Deutschen Meisterschaften jede Möglichkeit nutzen. In Norddeutschland gibt es verglichen mit dem Landessüden nur wenige Ringerturniere. In den nächsten Wochen werden wir darum auch wieder weiter fahren müssen, um unseren Athleten Kampferfahrungen unter Turnierbedingungen zu ermöglichen.“
Mit der Medaillenausbeute in Berlin zeigten sich Trainer und Sportler zufrieden, am Ende standen nämlich fünf Medaillen zu Buche.

Tim Wichmann konnte im 69kg Limit der Jugend B seine drei Kontrahenten schultern. Besonnen wartete er auf die Fehler seiner Gegner und nutzte Chancen, die sich dabei boten. So konnte er zum Beispiel den Kopf-Hüft-Wurf von Hanno Matti Hänsel abfangen und den Torgelower danach schultern. Für Geworg Ibashyan, ebenfalls Jugend B, gab es kampflos Gold, da in der Gewichtsklasse bis 76 kg keine weiteren Sportler angetreten waren. Zwei Kämpfe außerhalb der offiziellen Wertung meisterte er jedoch bravourös mit Schultersiegen. Samad Abdursakow rundete das Ergebnis in der B Jugend mit einer weiteren Goldmedaille ab. Auch er beendete alle Begegnungen mit Schultersiegen und setzte dabei vor allem auf die Kopfrolle. Der aufgeschlossene Junge lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Deutschland. Vor vier Jahren stand er mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Sulim, der am Wochenende krankheitsbedingt nicht starten konnte, zum ersten Mal auf der Matte. „Mein Vater wollte, dass wir eine Kampfsportart erlernen, um uns wehren zu können. Aber das musste ich noch nicht. Ich kämpf nur auf der Matte“, verrät der Junge. Trainer Groß freut sich über Samads Einstellung und die Fortschritte, die der 14jährige gemacht hat. „Ab September wird Samad auch in der Oberliga eingesetzt werden. Schade ist nur, dass wir so ein Talent nicht bei der Deutschen Meisterschaft starten lassen können,“ bedauert Trainer Groß. „Samads Familie bekommt keine deutsche Staatsbürgerschaft.“

In der A Jugend sicherte Karl Marbach (100kg) eine weitere Goldmedaille für die Greifswalder. Er konnte Phillip Atorf vom SV Berlin Buch über zwei Runden nach Punkten (9:0) bezwingen. Sein zweiter Gegner entschied sich noch vor Kampfbeginn für Aufgabe. „Für Karl hatte ich auf mehr Kämpfe gehofft. Er soll Mecklenburg-Vorpommern im April schließlich bei der Deutschen Meisterschaft vertreten.“ sagt der Trainer. Artur Leimann belegte im 69kg Limit der Jugend A wegen der geringen Teilnehmerzahl einen dritten Platz, obwohl er seine beiden Kämpfe verlor. In beiden Begegnungen lag er nach Punkten vorn, hätte also diesen Punktestand nur halten und nicht mehr selbst aktiv angreifen müssen. Er versuchte jedoch trotz Punktevorsprung immer wieder die Schleuder, legte sich dabei selbst und verlor am Ende beide Begegnungen nach Punkten. „Du musst einfach mehr Ruhe in deine Kämpfe bringen, Artur,“ fordert der Trainer energisch.

Für die Greifswalder geht es in zwei Wochen mit der Teilnahme an der Mitteldeutschen Meisterschaft in Apolda weiter.

Ute Marbach

Brandenburg Cup / Ergebnisse Ostseepokal / Ergebnis Oberliga

Beim 25. Internationalen Brandenburg-Cup in Frankfurt/Oder, dem derzeit größten Ringerturnier im Nordosten Deutschlands, gingen am vergangenen Samstag ca. 280 Sportler aus neun Nationen, darunter Russland, Ungarn, Schweden und natürlich Deutschland über die Waage. „Das Turnier war bisher stets hochklassig besetzt und bietet damit eine hervorragende Möglichkeit des internationalen Leistungsvergleichs“, begründet Trainer Manfred Groß den Einsatz der Greifswalder Athleten. Sieben Sportler hatte er ursprünglich gemeldet, krankheitsbedingt konnten dann diesmal jedoch lediglich vier seiner Schützlinge teilnehmen.
Aus Sicht des Trainers war die Silbermedaille von Artur Leimann im 63kg-Limit der Kadetten die größte Überraschung. Der 15 Jährige trainierte  fünf Jahre im freien Stil. Erst seit ca. anderthalb Jahren ist er im Greifswalder Ringerverein aktiv. „Die Umstellung vom Freistil zum klassischen Stil war verdammt schwer für mich“, gesteht der Junge. Und der Trainer erklärt: „Wir trainieren im Verein im griechisch-römischen Stil. Hier sind nur Griffe bis zur Gürtellinie erlaubt, der Einsatz der Beine ist verboten. Als Freistiler war Artur jedoch auf die Beine fixiert. Außerdem musste er lernen, aufrechter zu kämpfen.“ Im letzten Jahr blieb Artur beim Brandenburg Cup noch ohne Chancen, schied wegen des KO-Systems schon nach der ersten Runde aus. In diesem Jahr bezwang er in den Vorrunden sowohl den Polen Igor Krasowski nach aus dem Stand gezogener Kopfrolle als auch Tien Nguyen Ho aus Frankfurt/Oder nach Schleuder auf Schulter. Technisch überlegen beherrschte er Felix Reith von der SG Arheiligen. Lediglich gegen Jarod Budach von SV Grün Weiß Weißwasser konnte sich Artur nicht behaupten, ließ sich immer wieder doppelt aufziehen und erkannte nicht, dass er aus dieser Position selbst zum Kopf-Hüft-Wurf hätte greifen können. Da sich die Starter seines Pools gegenseitig besiegt hatten, kam Artur wegen seiner höheren Einzelwertung (Schultersieg 5 Punkte, Technische Überlegenheit 4 Punkte) dennoch ins Grosse Finale. Hier musste er sich allerdings der Erfahrenheit des Niederländers Marcel Sterkenburg geschlagen geben. Insgesamt bestätigt Arturs Abschneiden jedoch, dass er im Klassischen Stil angekommen ist.
Bei den Kadetten gab es für Karl Marbach ebenfalls Silber. Der hatte im 85kg-Limit den ersten Kampf verpatzt, konnte sich aber mit seinem Schultersieg über den Polen Kacper Kropka am Ende den zweiten Platz sichern.
Im Bereich der B-Jugend bereicherte Tim Wichmann die Ausbeute der Greifswalder durch eine weitere Silbermemedaille. Im 69kg-Limit war er lediglich Salomon Fayzulaev vom SV Fellbach unterlegen, bezwang aber sowohl Hanno Hänsel vom SAV Torgelow als auch Teamkollegen Geworg Ibashyan, der diesmal auf dem undankbaren vierten Platz landete.

Die jüngsten Greifswalder Ringer vertraten den Verein derweil beim Ostseepokal in Rostock. Hier gab es Gold für Anton Arendt (20kg) und Ali Mamirov (23kg) sowie Bronze für Elias Ziemba (35kg). Einen vierten Platz erkämpfte sich Finnja Arendt (31kg) bei den weiblichen Schülern. Tom Mielke (38kg) landete in der Jugend D auf dem 6. Platz.

In der Oberliga Mitteldeutschland konnte das Team der KG Lübtheen II zwei Gewichtsklassen nicht besetzen, unterlag der WKG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann mit 15:19 und fällt damit auf den 3. Platz der Tabelle zurück.

 

Oberliga: KG Lübtheen II gegen 1. Luckenwalder Sportclub

Nach der dramatischen Niederlage gegen den Tabellenführer konnte die KG Lübtheen II, die Kampfgemeinschaft der Ringer aus Lübtheen, Greifswald und Torgelow, am vergangenen Wochenende in der Oberliga Mitteldeutschland gegen den 1. Luckenwalder Sportclub klar überzeugen. Landesverbandschef Uwe Bremer, der dafür plädiert, hier in der Oberliga den Nachwuchs zum Zuge kommen zu lassen, fühlt sich nach den Kämpfen darin bestätigt. „Die jungen Sportler konnten heute erleben, dass für die Mannschaft nach lange nicht alles verloren ist, wenn man die ersten Kämpfe abgeben muss“ Nach den ersten drei Begegnungen lag das junge Team nämlich mit 0:12 zurück, da für Silvio Klink (57 kg, FR, Lübtheen) und Kevin Tran (61kg, GR, Torgelow) nichts zu holen war und man das 130kg Limit unbesetzt lassen musste. Doch danach gab die Kampfgemeinschaft keine Punkte mehr ab. Der Greifswalder Karl Marbach (100kg, GR) sicherte dem Team mit seinem Punktsieg über den 29jährigen Michael Nachtigall die ersten zwei Mannschaftspunkte. Es folgte der Sieg von Jan-Lukas Block (66kg, FR, Lübtheen), der wurfstark und dynamisch die Höchstwertung wegen technischer Überlegenheit einbrachte. Ebenfalls technisch überlegen präsentierte sich Ceven Matthes (90kg, FR, Greifswald), der seinem Gegner mit unermüdlichen Beinangriffen zusetzte und mit einem Punktestand von 18:2 gleichfalls vier Mannschaftspunkte sicherte. Besonders spannend machte es der Greifswalder Artur Leimann (71kg, GR), der sich zunächst schwer tat mit seinem Gegner, dann aber immer wieder risikobereit warf, seinen Gegner zum Ende der zweiten Runde schulterte und die Kampfgemeinschaft damit in Führung gehen ließ. Peter Groß (82kg, GR, Greifswald) baute den Vorsprung mit seinem Punktsieg aus. Einen schönen Abschluss gab es durch den Lübtheener Jonas Fentzahn (76kg, FR). Er ließ dem Luckenwalder Rivalen keine Chance und siegte mit einer Punktdifferenz von 16 Punkten wegen technischer Überlegenheit.
Am Ende konnte die Kampfgemeinschaft den 1. Luckenwalder Sportclub mit einem Mannschaftsergebnis von 21:12 sicher dominieren. Damit liegt das Team auf dem dritten Platz der Tabelle. Zwar punktgleich mit dem Tabellenersten, der KG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann, aber mit einer höheren Punktdifferenz. Weiter geht es am kommenden Wochenende mit den Rückrundenkämpfen, zunächst gegen den 1. Hennigsdorfer RV.
In der Zweiten Bundesliga führt der RV Lübtheen nach seinem 22:2 Sieg über den SC Germania Artern die Tabelle an. Hier geht es am Sonntag gegen den KFC Leipzig.

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Jugend 2016

Die Kampfgemeinschaft der Ringer aus Lübtheen, Greifswald und Torgelow (KG Lübtheen) hatte sich bei der diesjährigen Jugendmannschaftsmeisterschaft eine Platzierung unter den ersten sechs ausgerechnet. Im letzten Jahr hatte die KG mit nur acht Startern noch Bronze geholt. Diesmal sollte es aber am Ende wirklich beim sechsten Platz unter den elf angetretenen Mannschaften bleiben. Auch in diesem Jahr musste die KG eine Gewichtsklasse unbesetzt lassen und damit in jeder Begegnung vier wertvolle Punkte abgeben.
In der ersten Poolrunde traf die Kampfgemeinschaft wie im Vorjahr auf den SV Luftfahrt Berlin. Im letzten Jahr konnte man die Berliner bezwingen, in diesem Jahr musste man sich mit 17.20 knapp geschlagen geben. Weiter ging es allerdings mit einem knappen 15:14 Sieg über die WKG Weitenau-Wieslet. Der WKG Pausa/Plauen musste sich das norddeutsche Team anschließend aber mit 20:11 geschlagen geben. Mit dem folgenden Sieg über den KSV Köllerbach, den sie mit 15:20 bezwingen konnten, sicherten sich die Norddeutschen als Pooldritte den Einzug ins Finale um Platz 5. Leider war gegen den KSV Winzeln nichts auszurichten. Trotz guter Kämpfe blieb es bei einer 23:12 Niederlage und damit Platz 6 für die Kampfgemeinschaft Lübtheen.
Erfolgreichste Starter im norddeutschen Team waren ohne Frage das Brüderpaar Alexander und Andrej Ginc (SAV Torgelow, 58 und 69 kg GR), die alle Begegnungen siegreich beendeten, und zwar beide vier Mal technisch überlegen (4:0) und einmal mit Punktsieg (3:0) sowie Alexander Biederstädt (RV Lübtheen, 100 kg FR), der drei 3:0 Punktsiege für die Mannschaft holte, einmal technisch überlegen (4:0) und einmal kampflos siegte. Weitere Punkte für die KG Lübtheen sicherten Fabian Schmidt und Jan Lukas Block (beide Lübtheen, 63 kg, FR) mit jeweils einem 3:0 Punktsieg sowie Silvio Klink (Lübtheen, 54 kg FR) und Karl Marbach (Greifswald, 85kg GR) mit jeweils einem 1:0 Punktsieg und einem Schultersieg. Sten Brauer (Torgelow, 42 kg GR), Marat Tschetschenov (Torgelow, 50 kg GR) und Nikita Günter (Torgelow, 76 kg FR) blieben ohne Chancen.
Deutscher Mannschaftsmeister wurde der Gastgeber KV Riegelsberg vor der WKG Pausa/Plauen und dem SV Johannis Nürnberg. Der SV Luftfahrt Berlin belegte den vierten Platz. In der nächsten Woche wird im Bereich der Schüler der Mannschaftsmeister ermittelt.
U.Marbach