Archiv der Kategorie: Boddenpokal

20. Internationaler Boddenpokal

Auch in diesem Jahr haben sich die Anstrengungen bei der Vorbereitung des traditionellen Boddenpokals gelohnt. Mit 112 Startern war das nun bereits zum 20. Mal ausgetragene Turnier zwar zahlenmäßig nicht so gut besetzt wie in den Anfangsjahren, aber an Qualität war wieder einiges zu erleben.
Unter den 16 Mannschaften aus Weißrussland, Finnland, Estland, Litauen, Polen und Deutschland konnte sich der Greifswalder Ringerverein als Pokalverteidiger behaupten. Auf den zweiten Platz kam der SAV Torgelow, gefolgt vom Team aus Weißrussland.
Das Ergebnis ist besonders erfreulich als bei den Greifswaldern viele Wettkampfneulinge über die Waage gingen. So zum Beispiel Zoey Plönzke (25 kg), die das Ganze noch recht spielerisch anging, sich aber am Ende über die Bronzemedaille freuen konnte.  Erfan Hosini (25 kg, Jgd. D) musste verletzungsbedingt leider ausscheiden. Wir wünschen ihm gute Besserung und hoffen, dass er bald wieder trainieren kann. Für Elias Liemba war es das erste Turnier überhaupt. Der sechsjährige Junge zeigte keine Angst und versuchte tapfer anzuwenden, was er im Training gelernt hat. Gegen seinen Teamkollegen Tom Lewin Mielke zog er allerdings den Kürzeren und belegte am Ende nach diesem den 6. Platz im 31 kg – Limit der Jugend D. Auch Sadeq Mosadeq und Louis Nagel (beide 22 kg, Jgd. D) schnupperten die erste Wettkampfluft. Trainer Groß freute sich, dass die beiden Jungen, die erst seit kurzem trainieren, sich schon an einen Wettkampf herantrauten. Sadeq sicherte sich Bronze, Elias kam auf den 5. Platz.
Jule Hingst wurde kampflos Erste, weil sich in der Gewichtsklasse bis 31 kg bei der weiblichen Jugend keine Gegner fanden. Im Freundschaftskampf gegen einen Jungen führte sie zunächst, unterlag dann aber am Ende knapp nach Punkten. Bei den Frauen gab es kampfloses Gold für Angelina Schmidt (65kg).
Im 31 kg – Limit der Jugend C behauptete sich als einer der jüngsten Starter Ben Münchow. Zwar verlor er gegen den Rostocker Klim Kertner, brachte aber das Publikum mit mehrfachen Brückenüberschlägen zum Staunen. Er belegte am Ende den zweiten Platz und wurde außerdem als Bester Kämpfer seiner Altersklasse ausgezeichnet. Ebenfalls zum jüngsten Jahrgang seiner Altersklasse gehörend hatte es Sulim Abdursakow recht schwer. Die Gegner waren ihm teilweise körperlich überlegen, aber er ließ sich nicht beeindrucken und gab auch in scheinbar hoffnungslosen Situationen nicht einfach auf. Unter den sechs Startern der Gewichtsklasse bis 38 kg konnte er sich immerhin auf dem 4. Platz behaupten. Samad Abdursakow (50 kg, Jgd. C) unterlag Dalgat Amirov. Das war das erste Mal, dass Samad gegen den Neubrandenburger verlor. Der war durch seinen Trainer instruiert, diesmal nicht selbst anzugreifen, sondern abzuwarten und von Samads Fehlern zu profitieren. Das kleine Starterfeld in dieser Gewichtsklasse brachte dem Greifswalder aber dennoch Silber. Kampflos, weil ohne Gegner, gab es Gold für Tim Wichmann (Jugend C, 54 kg). Auch Tim konnte einen Freundschaftskampf gegen den Neubrandenburger 50 kg Mann nicht für sich entscheiden. Geworg Ibashyan gewann in der Gewichtsklasse bis 58 kg Gold vor Marlon Plönzke. Der jüngere Marlon ließ sich diesmal nicht so beeindrucken und konnte auch mit einem Wurf punkten. Tom Hingst (Jgd. C, +58 kg) macht zwar ein gutes Training, hatte aber hier nicht den Mut, Technik zu probieren und kam auf den 4. Platz.
Bei den Kadetten gab der erst seit ein paar Monaten in Greifswald trainierende Artur Leimann im 63 kg Limit einen guten Einstand. Der aus Kasachstan kommende Freistiler sicherte sich hier im klassischen Stil Silber. Gut verkaufte sich auch Eric Uteß (69 kg, Kadetten), der am Ende auf Platz 4 landete. Gold gab es nach drei Schultersiegen für Karl Marbach (Kadetten, 85 kg). In er schwersten Gewichtsklasse (+85kg) gab es für Artur Schmidt kampflos, weil ohne Gegner, Gold.
Marion Groß dankt als Vereinsvorsitzende allen, die dafür gesorgt haben, dass das Traditionsturnier wieder ein Erfolg wurde: allen helfenden Mitgliedern, Eltern, Großeltern und Freunden des Ringkampfsports.
U.Marbach

Internationaler Boddenpokal 2014

Am Sonnabend  war die Mehrzweckhalle wieder Schauplatz des größten Greifswalder Ringkampfturniers. Nunmehr wurde der Internationale Boddenpokal zum 19. Mal ausgetragen. Neben vielen Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern waren nicht nur Kämpfer aus Berlin, Brandenburg, und Sachsen, sondern auch Sportler aus Schweden, Finnland, Tschechien, Litauen, Estland und Weißrussland angereist. Wieder einmal waren Kämpfe auf hohem Niveau zu erleben, denn trotz aller Freundschaft zwischen den Sportlern, Vereinen und Ländern und bei aller Fairness, schenkten sich die Kämpfer auf der Matte nichts.
Die Kämpfe in den einzelnen Gewichtskategorien der Altersklassen Jugend C/D (Jahrgänge 2003 und jünger), Jugend B (2000 bis 2002) und Kadetten (1997-1999) im griechisch-römischen Stil sowie die Begegnungen der weiblichen Jugend/Frauen (1998 und jünger) im Freistil wurden parallel auf drei Matten ausgetragen. Damit war ein reibungsloser Wettkampfablauf gesichert.
Ermittelt wurden natürlich nicht nur die Sieger in den einzelnen Gewichtsklassen der vier Altersbereiche. Die große Frage war, wer wird sich den Mannschaftspokal holen. Wie in den Vorjahren war das starke schwedische Team der größte Konkurrent der Greifswalder. Doch mit acht Punkten Vorsprung konnten die Gastgeber den Pokal verteidigen. Auf dem zweiten Platz folgte die schwedische Mannschaft vor dem finnischen Team. Die folgenden Ränge belegten der PSV Rostock, die litauischen Kämpfer und der Demminer Ringerverein.
In der weiblichen Jugend/Frauen war der Greifswalder Ringerverein nur schwach besetzt. Lediglich ein Mädchen ging hier für die Gastgeber über die Waage. Jule Hingst belegte im 28kg-Limit den dritten Platz.
Mit elf Startern war der Gastgeber in der Jugend C/D dagegen stark besetzt. Für die Brüder Dominik Vogt (31 kg) und Benjamin Vogt (38 kg) war es das erste Turnier überhaupt. Sie strengten sich zwar sehr an, blieben aber gegen die starke Konkurrenz diesmal noch ohne Chancen. Vierte Plätze belegten Tom Mielke (25 kg), Ben Münchow (28 kg), Maximilian Heiden (31 kg) und Sulim Abdursakow (38 kg). Samad Abdursakow (46 kg) und Geworg Ibashyan (55 kg) gewannen kampflos Gold, demonstrierten ihr Können aber in Freundschaftskämpfen. Im 50 kg-Limit sicherte sich Tim Wichmann Gold vor seinem Teamkollegen Marlon Plönzke. Max Fritzsche (42kg) wurde nicht nur erster seiner Gewichtsklasse, sondern zudem als Bester Kämpfer seiner Altersklasse geehrt. Aus Thüringen kommend trainiert er seit seinem Umzug in die Hansestadt bei Trainer Manfred Groß. Noch vor zwei Monaten hatte er bei den Landessportspielen gegen Max Marten Lüttge vom SV Warnemünde und Dalgat Amirov vom PSV 90 Neubrandenburg verloren. Beim Boddenpokal konnte er nicht nur die beiden, sondern auch den Rivalen aus Torgelow souverän bezwingen.
In der B-Jugend gab es Bronze für Tilman Schöne (63 kg) und Gold für Karl Marbach (85 kg), der Erik Schust von der Sportschule Frankfurt/Oder hinter sich ließ.
Bei den Kadetten konnte sich Ilian Marziev (69 kg) gegen internationale Konkurrenz durchsetzen. Auch er wurde nicht nur Sieger seiner Gewichtsklasse, sondern zudem Bester Kämpfer seiner Altersklasse. Nicht so gut lief es für Lucas Severin (85 kg), der sich nach langer verletzungsbedingter Wettkampfpause gleich in der ersten Begegnung zerrte und kein Risiko mehr eingehen sollte. Artur Schmidt musste sich zwar Friedrich Fouda vom ASV Plauen geschlagen geben, bezwang aber in einem technisch starken Kampf Christoph Speck vom ESV Wittenberge und gewann am Ende Silber.
Trainer Groß zeigte sich mit dem Abschneiden seiner Schützlinge zufrieden. Für die älteren Greifswalder Jahrgänge war das Turnier eine letzte Leistungsschau vor dem Beginn der Ligakämpfe. Diese werden am kommenden Wochenende sowohl in der Oberliga Nord als auch in der Jugendliga Nord starten.
Ute Marbach

16. Internationaler Boddenpokal 2011

Am Wochenende konnten die Hansestädter zum 16. Internationalen Boddenpokal  110 Ringkämpfer aus Finnland, Litauen, Lettland, Schweden, Frankfurt/Oder, Luckenwalde, Berlin und natürlich aus Mecklenburg-Vorpommern in der Sporthalle des Schönwalde-Centers begrüßen. Hier waren auf zwei Matten in drei Altersklassen der männlichen Aktiven spannende Kämpfe zu erleben. Aber auch die Mädchen demonstrierten, dass sie den Jungen auf der Matte in nichts nachstehen.
Für die jüngsten Greifswalder war das heimische Turnier teilweise die erste Wettkampferfahrung überhaupt. Hier konnten sich dann im 20kg-Limit Ben Münchow gegen Manon Serit und im 25kg-Limit Phil Mehlis gegen Erik Kasch durchsetzen. Georg Ibashiyan (38 kg) und Marvin Möller (42kg) hatten als jüngste Starter ihrer Gewichtsklassen diesmal zu erfahrene Gegner. Georg belegte Platz 10, Marvin wurde Sechster. Kampflos Gold gab es für Wolodia Manukjan (50kg). Im 54kg-Limit siegte völlig überraschend erstmals Stephan Azizyan über Karl Marbach. Groß war da die Freude bei Stephan, ebenso groß aber die Verzweiflung bei Karl, der abwehrlos in den Kopf-Hüpf-Wurf gelaufen war. Bei den Schwergewichten erkämpfte sich Lucas Severin (59kg) Gold vor seinem Trainingspartner Daniel Diel. Auch Max Lewandowski (28kg) landete auf dem Siegerpodest ganz oben und verwies damit den Demminer Sten Brauer und einen schwedischen Mitstreiter auf die Plätze. Die Auszeichnung für den besten Kämpfer der Altersklasse ging an einen finnischen Athleten.
Während die Kämpfe in der Jugend C  mitunter noch recht spielerisch anmuteten, ging es bei den Kadetten hart zur Sache. Am überzeugendsten trat hier Artur Schmidt (46kg) auf. Um dem talentierten Jungen Einsatz abzufordern und von dessen Können überzeugt, ließ Trainer Manfred Groß ihn trotz seiner 11 Jahre bei den Kadetten starten. Und souverän setzte sich Artur hier durch. Nach vier Siegen in Folge konnte er sich nicht nur über den 1. Platz, sondern auch über die Auszeichnung als bester Kämpfer der Altersklasse freuen. Im 46kg-Limit erreichte Timur Marziev dann noch Platz 4, gefolgt von Lucas Wendlandt auf Rang 5. Eric Uteß (42kg) unterlag seinem Dauerrivalen Andrej Ginc vom SAV Torgelow. Bronze gab es in der Gewichtsklasse bis 38kg für Jan Heitmann. Spannende Kämpfe und viel Technik lieferte auch Ilian Marziev (63kg). Nach zwei Siegen unterlag er lediglich einem litauischen Rivalen nach Punkten und verdiente sich Silber.
Bei den Männern waren Martin Schulz (74kg), Erik Heuer (84kg) und Tom Hartmann (120 kg) ihren Gegnern diesmal unterlegen. Die einzige Medaille gab es hier für Peter Groß (74kg), der sich durchtrainiert zeigte, dementsprechend ausdauernd kämpfte und sich im internationalen Starterfeld seiner Gewichtsklasse den Bronzerang verdiente. Stark besetzt war auch das 66-kg-Limit. Hier lieferte Alexander Kasarinow kraftvolle Kämpfe, musste sich aber am Ende mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben. Ebenso erging es Tom Zymara (84kg), dem diesmal etwas die Luft ausging. Auch hier ging die Auszeichnung für den besten Kämpfer der Altersklasse nach Finnland.
Noch immer gibt es das Vorurteil, dass Kampfsport nur etwas für Männer ist. Doch hier konnte man erleben, dass sich Mädchen auf der Matte nichts schenken. Jessica Knauth (43kg) verließ dreimal als Siegerin die Matte, unterlag lediglich einer schwedischen Sportlerin und erkämpfte sich somit einen hervorragenden 2. Platz. Für Angelina Schmidt (63kg) gab es hier keine Konkurrenz. Die Drittplatzierte der diesjährigen Deutschen Meisterschaft errang hier Gold. Anja Liepe ist zwar noch weit entfernt von alten Erfolgen, kam aber im 55kg-Limit immerhin auf Platz 4 und ließ damit zwei Schwedinnen hinter sich. Die Knirpse Leonie Degrassi (23kg) und  Marleen Lemke (30kg) kämpften zwar tapfer, waren aber diesmal noch unterlegen. Weil ihre Gewichtsklassen aber nur dünn besetzt waren, gab es für sie trotzdem noch eine Medaille. Als beste Kämpferin wurde Peggy Kenn vom SAV Torgelow ausgezeichnet.
In der Mannschaftswertung konnten die Greifswalder den im letzten Jahr endlich wieder einmal eroberten Mannschaftpokal verteidigen. Sie lagen nach Punkten klar vor den Sportlern aus Schweden und dem SAV Torgelow.
Ute Marbach

Internationaler Boddenpokal 2010

Am 19. Juni 2010 hatte der Greifswalder Ringerverein erneut zum Internationalen Boddenpokal in die Mehrzweckhalle des Schönwaldecenters eingeladen. Diesmal durfte man von einem Jubiläum sprechen, denn das Traditionsturnier wurde bereits zum 15. Mal ausgetragen. Neben Vereinen aus Neubrandenburg, Demmin, Rostock, Berlin, Cottbus, Plauen, Greiz und Torgelow waren auch die Sportschulen Luckenwalde und Frankfurt/O. vertreten. Athleten aus der Ukraine, aus Litauen, Lettland, Schweden und Finnland trieben das sportliche Niveau des Turniers wie in jedem Jahr hoch.
Mit 124 Sportlern war das Turnier aber besonders im Bereich der C-Jugend zahlenmäßig jedoch nicht so stark besetzt wie in den vergangenen Jahren. Das dürfte zum Teil auch daran gelegen haben, dass zeitgleich die Mitteldeutschen Meisterschaften der Jugend C ausgetragen wurden.  Gekämpft wurde übrigens parallel auf mehreren Matten. Immerhin hattn vier Altersklassen (C-Jugend, Kadetten, Männer, weibl. Aktive) ihre Entscheidungen in mehreren Gewichtsklassen auszutragen.
Wie erhofft holten die Greifswalder endlich wieder einmal den Mannschaftspokal nach Hause. Auf Platz 2 der Vereinswertung kam der SAV Torgelow, gefolgt von Luftfahrt Berlin.
Als beste Kämpfer ihrer Altersklassen wurden Alexander Schulz (Greifswalder Ringerverein, Jgd. C, Kuodis Brendonas (Litauen, Kadetten), Anders Hallback (Schweden, Männer) und Angelina Schmidt (Demminer Ringerverein, weibl. Jgd., Frauen) geehrt. Ihnen wurde als Auszeichnung jeweils eine Stereo-Musikanlage überreicht.
Einzelergebnisse:
Weibl. Jugend/Frauen:   38 kg   1. Jessica Knauth 
                                                   64 kg   1. Anne Baldauf 
C-Jugend:    25 kg   3. Max Lewandoxski, 5. Katharina Heier 
                        28 kg    1. Alexander Schulz, 5. Wahe Baghelasarja 
                        31 kg    1. Justin Tews 
                        42 kg    1. Karl Marbach  
                        46 kg    1. Artur Schmidt 
                        50 kg    1. Stephan Azizyen 
                        54 kg    1. Ilja Gerasin  
                        58 kg    1. Lucas Severin 
                     + 58 kg   1. Daniel Diel, 2. Philipp Heier 
Männer:     66 kg    4. Jonas von Glasenapp, 6. Alexander Kasarinow, 7. Alexander Adam 
                      74 kg    7. Peter Groß
                      96 kg    2. Tom Zymara
                    120 kg    1. Philipp Groß, 3. Phillip Lichtblau
Kadetten:   38 kg   3. Eric Uteß
                        54 kg   2. Christoph Jarmer

Internationaler Boddenpokal 2009

Mit 151 Athleten aus Finnland, Litauen, Weißrussland, Polen, Schweden und der Ukraine sowie 20 Vereinen der Landesverbände Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Berlin und natürlich Mecklenburg-Vorpommern war die vierzehnte Auflage des Internationalen Boddenpokals quantitativ und qualitativ außerordentlich gut besetzt. Die Kämpfe in den einzelnen Gewichtskategorien der Altersklassen Jugend C und D, Kadetten sowie Männer wurden im griech.-röm. Stil im Schönwaldecenter parallel auf drei Matten ausgetragen. Die weiblichen Aktiven fochten ihre Begegnungen wie üblich im freien Stil aus.

Mit 3 Gold-, 5 Silber- und 7  Bronzemedaillen erzielten die Greifswalder Mattenkämpfer eine beachtliche Leistung und 88 Punkte in der Vereinswertung. Für den begehrten Pokal reichte das aber diesmal nicht. Den entführten in diesem Jahr mit 97 Punkten die Athleten der Sportschule Frankfurt/Oder. Den Greifswaldern blieb der 2. Platz vor dem SAV Torgelow (75 Punkte).

In der Jugend D gab es für Lucas Severin (50 kg), der wieder einmal auf Muskelkraft setzte und seine Kämpfe in kürzester Zeit entschied, verdient Gold. Stephan Azizyen (42 kg) konnte sich trotz seiner Niederlage gegen den Demminer Artur Schmidt über Silber freuen. Wahe Baghelasargan (25 kg) erkämpfte sich die erste Medaille seiner jungen Laufbahn. Er konzentrierte sich nicht nur auf seine Gegner, sondern auch auf die Stimme des Trainers am Mattenrand, setzte die Hinweise um, probierte immer wieder den Schulterwurf und gewann so am Ende Bronze. Auch Eric Uteß (34 kg) und – als einer der jüngsten seiner Gewichtsklasse- Justin Tews (28 kg) sicherten sich die bronzene Medaille. Der 6jährige Wolodia Manukjan (38 kg) belegte in dieser Altersklasse einen 4., Nico Schließer einen 6. Platz.

In der Jugend C bestritt Ilian Marziev (46 kg) vier souveräne Kämpfe, baute immer wieder auf Technik, z.B. Wurf Brust und sicherte sich damit nicht nur Gold, sondern auch die Auszeichnung als bester Kämpfer seiner Altersklasse. Sein Cousin Timur Marziev (38 kg) belegte einen 4. Platz. Für Dennis Spengler (31 kg) war Bronze reserviert.

Bei den Kadetten gab es für die Greifswalder Silber durch Alexander Adam (63 kg). Überlegen meisterte er seine Kämpfe. Einzig die Niederlage gegen den Finnen Jani Vilhola verhinderte den Sprung auf das oberste Treppchen. Diese Niederlage war um so ärgerlicher, als sie auf einer Unaufmerksamkeit des Mattenrichters beruhte, der eine offensichtliche Beinarbeit des Finnen übersah. Das vom Gegner unerlaubt mitgeschnürte Bein drückte Alexander die Luft ab und zwang ihn zur Aufgabe. Ebenfalls Silber sicherte sich Tom Zymara (85 kg). Vor allem im Stand technisch gut, hatte Trainer Groß von ihm eher Gold erwartet, doch verpatzte Tom den Finalkampf. Unkonzentriert ging er einer Schleuder hinterher und konnte sich nicht mehr befreien. Angenehm überrascht war Trainer Groß von Steven Rese, der sich im gut besetzten 58 kg-Limit wurfstark Bronze erarbeitete. In der gleichen Gewichtsklasse kam Joe Fielitz auf Platz 6. Christoph Jarmer war als 13jähriger unter den bis zu 17 Jahre alten Gegnern diesmal nicht ganz so erfolgreich wie gewohnt, brachte es aber bei 10 Teilnehmern in der Gewichtsklasse bis 50 kg immerhin auf den 4. Platz.

Peter Groß (74 kg) und Alexander Kasarinow (60 kg) erkämpften in der AK Männer Bronze. Jonas Moritz von Glasenapp hatte sich nach einem Infekt zu viel vorgenommen und blieb auf Platz 4. Auch wenn Hans Moritz keinen Kampf gewinnen konnte, kürten ihn die Greifswalder zu Publikumsliebling und standen hinter dem sympathischen jungen Mann. Sie würdigten die Courage, sich im 120 kg Limit der Männer kurz vor der anstehenden Knie-OP und bereits nach kurzer Trainingszeit – Hans hatte erst im Februar zum Ringen gefunden – einem Wettkampf zu stellen. Er machte es seinen Gegnern wahrlich schwer. Den um Trainingsjahre erfahreneren Stefan Rengert hätte er beinahe geschultert. Zwei mal brachte er ihn per Wurf zu Boden, sicherte sich auch noch Punkte für die Rolle, zog aber dann nicht eng genug und ermöglichte dem Torgelower ein Übersteigen.

Bei den weiblichen Aktiven konnte Jessica Knauth (31 kg) erneut mit Gold brillieren. Janina Sadewasser belegte in dieser Kategorie den 4. Platz. Anja Liepe (63 kg) erkämpfte sich Silber.

Ute Marbach

13. Internationaler Boddenpokal 2008

Der Greifswalder Ringerverein konnte zum jährlich stattfindenden  Internationalen Boddenpokal am letzten Sonnabend 96 Teilnehmer begrüßen. 17 Vereine aus Deutschland, Finnland, Schweden, Litauen und der Ukraine waren vertreten. Zahlenmäßig lag man damit weit unter dem Schnitt der letzten  Jahre. Grund hierfür waren teilweise terminliche Überschneidungen. Auch die am kommenden Wochenende stattfindenden Europameisterschaften der Kadetten führten zu Absagen deutscher, tschechischer und polnischer Teams. Da wollten viele Vereine kein Verletzungsrisiko mehr eingehen. Trainer Manfred Groß sieht die Situation des Ringkampfsports in Mecklenburg-Vorpommern realistisch. Neben Greifswald leisten lediglich Demmin und Torgelow in der Nachwuchsarbeit kontinuierliche Arbeit. Bei allen anderen Vereinen schrumpfen die Zahlen. Das schöne Wetter und zahlreiche kulturelle Höhepunkte in Greifswald und Umgebung lockten viele potenzielle Zuschauer ins Freie. Wer aber den Weg in die Wettkampfhalle fand, wurde nicht enttäuscht, denn das kleinere Starterfeld tat dem Niveau der Kämpfe keinen Abbruch. Da war dann trotzdem erstklassiger Ringkampf zu erleben. Trotz aller Freundschaft zwischen den Vereinen bzw. Ländern und bei aller Fairness  – auf der Matte schenkten sich die Athleten nichts. Hier zählten nur Kraft, Ausdauer, Technik und der Wille zum Sieg.

Die Kämpfe fanden auf zwei Matten statt. In der C-Jugend (Jg. 1995 und jünger), bei den Kadetten (Jg. 1992-1994) und den Männern (Jg. 1991 und älter) wurde im klass. Stil gerungen. Die weibliche Jgd./Aktive (Jg. 1998 und älter) trug ihre Kämpfe wie üblich im freien Stil aus.

Für den Greifswalder Ringerverein holten in der Jugend C Erwin Braun (23 kg), Eric Uteß (31 kg) und Christoph Jarmer (46 kg) Gold. Ebenfalls Gold ging an die Kadetten Robert Haufe (69 kg) und Tom Zymara (74 kg), bei den Männern an Phillip Groß (120 kg) und im Bereich der weibl. Aktiven an Anne Baldauf (63 kg). Silber sicherten sich die Greifswalder Justin Tews (23 kg) und Nico Präcels (34 kg) in der Jugend C, Alexander Adam (34 kg) bei den Kadetten, Alexander Kasarinow (60 kg) bei den Männern und Jessica Knauth (28 kg) in der weibl. Jugend. Bronze erkämpften sich Ardian Peci (25 kg), Ilian Marziev (42 kg) und Lukas Severin (46 kg) in der C-Jugend sowie Steven Rese (46 kg) bei den Kadetten.  Erfreulich zu sehen, dass Clint Matthes nach langer Trainings- und Wettkampfpause wieder den Weg auf die Matte fand. Auch wenn er klagt, dass die Beine schwer wie Blei gewesen seien und bei den Griffen das Timing fehlte, holte er am Ende Bronze im starken Teilnehmerfeld der Männer bis 84 kg. Bei Peter Groß (74 kg, Männer) reichte es trotz guter Kämpfe am Ende nicht für die Medaille. Er musste sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. Unzufrieden mit seinem 4. Platz war Robert Zymara (96 kg, Männer). Der erfolgsverwöhnte Sportler brach hier erstmals ein, scheiterte an der Stärke seiner Rivalen aus Schweden, Jena und Potsdam. Selbstkritisch bilanziert er seine Kämpfe und musste sich eingestehen, dass sie Ergebnis des durch Studium und Arbeit bedingten Trainingsmangels der letzten Wochen sind. Bleibt zu hoffen, dass Robert Zeit zum Trainieren finden wird, um sich rechtzeitig zum Beginn der Ligasaison in alter Form als Punktgarant der KG Vorpommern präsentieren zu können. Calvin Klein (28 kg) erkämpfte sich einen 5. Platz, Karl Marbach (38 kg) landete auf Platz 6, gefolgt von Trainingspartner Marlon Krohm auf Platz 7.

Gemeinsam mit dem SAV Torgelow trat der Greifswalder Rinfgerverein wie gewohnt als KG Vorpommern an. Mit acht Erst-, acht Zweit- und  neun Drittplatzierungen lag die Kampfgemeinschaft in der Mannschaftswertung auf Platz 1, gefolgt vom Demminer Ringerverein und der Mannschaft aus Litauen. Der Pokal blieb also wie im Vorjahr beim Gastgeber in Greifswald. Trainer Manfred Groß bewertet das jedoch nicht über und gesteht ehrlich ein, dass die KG Vorpommern natürlich zahlenmäßig im Vorteil war. Stark waren aus seiner Sicht vor allem die Sportler aus den Freundesländern. Viel wichtiger als das Edelmetall war dem Greifswalder Trainer, dass seine jungen Athleten Wettkampferfahrungen sammeln konnten, denn Kämpfe auf Landesebene sind rar geworden.

Für den reibungslosen Ablauf des Turniers dankt Vereinschefin Marion Groß allen fleißigen Helfern. Ein besonderer Dank geht an Matthias Pfeiffer vom SAV Torgelow.

Ute Marbach

Internationaler Boddenpokal 2007

Am Samstag ging es heiß her in der Mehrzweckhalle des Schönwaldecenters. Der Greifswalder Ringerverein hatte zum 12. Internationalen Boddenpokal nach Greifswald eingeladen. Zu diesem anspruchsvollen Wettkampf waren 21 Vereine mit 142 Athleten aus Polen, Weißrussland, Schweden, Dänemark, Finnland, Litauen, Lettland, der Ukraine und aus Deutschland angetreten, um auf drei Matten um den Einzelsieg und den begehrten Boddenpokal zu kämpfen. An den Start gingen die Altersklassen der Jugend C (1994 und jünger), die Kadetten (1990-1993), die Junioren und Männer (ab 1989 und älter) sowie die weibliche Jugend/Aktive (ab 1995 und älter).

Pünktlich um 10.00 Uhr eröffneten der Präsident des Ringerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, die Vereisvorsitzende Marion Groß sowie der Sportbund vertreten durch Herrn Petschaelis das Turnier.

Der Greifswalder Ringerverein und der SAV Torgelow traten mit 40 Sportlern wie gewohnt als Kampfgemeinschaft Vorpommern an. Mit 8 ersten Plätzen,  5 mal Silber, 9 mal Bronze, 6 vierten und 6 sechsten Plätzen sicherten sich die Vorpommern mit 133 Punkten souverän den Gesamtsieg in der Mannschaftswertung vor den Athleten aus Dänemark, die 52 Punkte erkämpften und Weißrussland mit 41 Punkten.

Den Sieg verdanken die Greifswalder in erster Linie der aktiven C-Jugend. Die Teilnahmebereitschaft der Greifswalder Männer war eher enttäuschend und bleibt für die Zuschauer schwer nachvollziehbar.

Auch Ringercoach Manfred Groß betont: „Besonders im Kinder- und Jugendbereich haben sich unsere Sportler wirklich super geschlagen.“ Hier konnten aus seiner Sicht vor allem Alexander Adam, Alexander Kasarinow und Tom Zymara überzeugen, die tlw. gegen ältere Ringer mit entsprechend größerer Erfahrung auf der Matte bestehen mussten. Das Fazit des Trainers zu den Männern: „Ich hatte schon gehofft, dass sich alle bemühen, bei diesem hochrangigen Turnier vor eigenem Publikum dabei zu sein. Darüber müssen wir intern noch mal reden.“

Der 12. Boddenpokal verlief reibungslos, die Athleten und Athletinnen lieferten sich faire und anspruchsvolle Kämpfe. Die Organisatoren bedanken sich auf diesem Weg bei den Sportlern, Trainern und Betreuern. Ein Dankeschön auch an die Sponsoren, die mit Geld- und Sachspenden zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Ein herzliches Dankeschön auch an die vielen fleißigen Helfer, die dem Greifswalder Ringerverein die Treue halten. Am Abend hatten Sportler, Trainer, Betreuer, Sponsoren, Helfer, Eltern, Mitglieder und Freunde des Greifswalder Ringervereins allen Grund gemeinsam zünftig in der Tanzscheune zu feiern.