Archiv der Kategorie: Sonstige Wettkämpfe

22. Internationaler Boddenpokal

Bereits am 08.07.2017 veranstaltete der Greifswalder Ringerverein den 22. Internationalen Boddenpokal, zu dem 18 Vereine angereist waren. Die insgesamt 120 Athleten aus Russland, Schweden und Deutschland standen sich auf zwei Matten in spannenden Kämpfen gegenüber. Gerungen wurde in der E Jugend im freien Stil sowie in der D, B/C Jugend und den Kadetten im klassischen Stil.

Dank der erfahrenen Vorbereitung der Vereinsleitung, der Listenführung von Christiane Labudde und ihrem Team sowie der Unterstützung durch unsere fleißigen Helfer verlief das Turnier trotz des hohen Teilnehmerfeldes und der räumlichen Enge reibungslos.

Am Ende einer gelungenen Veranstaltung hieß es Platz 1 in der Mannschaftswertung für den Greifswalder Ringerverein.

Großen Anteil daran hatten Ali Mamirov (Jgd.E, 24kg), Finnja-Cecile Arendt (Jgd.E, 34kg), Tim Wichmann (Jgd.B/C, 69kg), Geworg Ibashyan (Jgd.B/C, 76kg) und Karl Marbach (Kadetten, 100kg), die mit ihren Turniersiegen der Mannschaft wertvolle Punkte sicherten. Gold gab es kampflos auch für Elias Zimba (Jgd. E, 38kg).

Silber erkämpften sich Samad Abdursakow (Jgd.B/C, 63kg), Vincent Below (Jgd.B/C, 54kg) und Anton Arendt (Jgd. E, 21 kg).

Bronze steuerten Malte Plaehsmann (Jgd. B/C, 76kg), Tom Mielke (Jgd.D, 38kg), Jurek Rustomyan (Kadetten, 100kg) und Artur Leimann (Kadetten, 69kg) bei.

Knapp an der Medaille vorbei und damit auf dem vierten Platz landeten Ben Münchow (Jugend B/C, 38kg), Saichan Abdursakow (Jgd.D, 31kg), Artem Vaselkow (Kadetten, 69kg) und Narek Rustomyan (Kadetten, 100kg). Für Sulim Abdursakow und Marc Denz blieb es im 50kg-Limit der Jugend B/C diesmal bei Platz 6 und 7.

Als beste Kämpfer ihrer Altersklassen wurden Tim Wichmann und Ali Mamirov ausgezeichnet.

Der Greifswalder Ringerverein bedankt sich bei allen Helfern, Frau Götz vom REWE und Herrn Schneider vom Edeka sowie bei allen weiteren Sponsoren für einen gelungen Saisonabschluss. Wir hoffen, Sie auch in der kommenden Saison wieder an unserer Seite zu haben.

 

Internationaler Strelasundpokal

Am Samstag, den 24.06.2017 waren die sieben Jüngsten des Greifswalder Ringervereins in Stralsund zum 7. Internationalen Strelasundpokal.  Begleitet von Christoph und Jörg Schultz hieß es, sich im freien Stil zu bewähren. An dem für die Jugend E, D und C ausgeschriebenen Turnier nahmen insgesamt 76 Athleten aus 10 Vereinen teil.

Für Ben Münchow, der als Einziger in der Jugend C für den Greifswalder RV  auf der Matte stand, verlief das Turnier ganz anders als erhofft. Gewann er seinen ersten Kampf noch souverän durch Schultersieg,  so konnte er sich aus einer engen Festhalte im zweiten Kampf gegen Moritz Wiese vom Demminer RV nicht befreien. Wegen Kreislaufproblemen, als Folge aus der Begegnung mit Moritz Wiese, war es ihm nicht möglich, den dritten Kampf anzutreten. Unerwartet biss Ben Münchow zum Ende des Turnieres noch einmal die Zähne zusammen, stellte sich seinem Kontrahenten aus Frankfurt/Oder und gewann erneut durch Schultersieg.  „Dass Ben nochmal auf die Matte will, hatten wir nicht erwartet.“ erzählt Trainer Christoph Schultz. Bens Leistung wurde mit der Silbermedaille belohnt.

Tom Mielke, Jugend D bis 38kg, wurde nach der Pooleinteilung mit zwei Siegen und zwei Niederlagen Fünfter von Neun.

Chancenlos und ohne Sieg  blieb Saichan Abdursakow, Jugend D bis 31kg, Sechster.

Als einziges Mädchen für den Greifswalder RV war Finnja Arendt, Jugend D bis 34kg, in Stralsund angetreten. Nach der Niederlage gegen Ariana Kret, wurde ihr Ehrgeiz geweckt. Sie besiegte Maxim Piehl und Jakub Iwanski beide durch Schultern. Wegen des besseren Punkteverhältnisses reichte es am Ende trotz einer Niederlage für die Goldmedaille.

Ebenfalls Gold holte sich Elias Zimba, Jugend E bis 37kg, der seinen Gegner aus Stralsund in der 1. Runde besiegte.

Ali Mamirow erhielt nach 4 spannenden Siegen auf Schultern und 2 Niederlagen Silber.

Anton Arendt wurde nach seinem ersten Kampf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf die Matte geschickt.

Für das Team vom Greifswalder Ringerverein gab es Platz fünf in der Mannschaftswertung.

24. Opel- Cup des SAV Torgelow

Am Samstag den 18.06.2017 machte sich der Greifswalder Ringerverein auf den Weg ins Torgelower Heidebad, um unter freiem Himmel bei zeitweiligem Sonnenschein die besten Kämpfer des Turnieres zu ermitteln.

Gerungen wurde in der Jugend E im freien Stil sowie im klassischen Stil in der D, C und B Jugend. Am Start waren unter den 104 Teilnehmern aus knapp 10 Vereinen auch Athleten aus Polen und Dänemark. Trainer Manfred Groß schickte 14 seiner Schützlinge über die Waage und war erfreut, dass der Greifswalder RV so zahlreich, wie lange nicht mehr, vertreten wurde.

Aufregende Kämpfe in der E Jugend bis 22kg zeigten uns Anton Arendt der nach zwei Siegen und einer Niederlage im Kampf um Platz 2 und 3 mit der Bronzemedaille nach Hause ging, Ali Mamirow Jugend E bis 25kg , der nach 4 Siegen Bester seiner Gruppe wurde und Finnja Arendt, die ebenfalls nach 2 Schultersiegen in der E Jugend bis 34kg Gold gewonnen hatte. Elias Zimba, Jugend E, bis 42kg konnte sich über den dritten Platz auf dem Siegertreppchen freuen.

Saichan Abdursakow, Jugend D, bis 31kg verpasste auf dem vierten Platz nur knapp das begehrte Edelmetall genauso wie Marc Denz, Jugend B, 50kg. Tom Mielke, der in der Jugend D bis 38kg auf der Matte stand, konnte sich in einem spannenden Finale gegen Victor Dahl aus Dänemark leider nicht durchsetzen. Ebenfalls Silber erzielten Samad Abdursakow, Jugend B, 69kg und Vincent Below, Jugend B, 54kg, der zum ersten Mal in Torgelow dabei war.

Ben Münchow, Jugend C bis 38kg, blieb in 4 spannenden Kämpfen ungeschlagen und erhielt Platz 1 für seine gezeigte Leistung. Außerdem gab es Gold für Geworg Ibashyan, Jugend B 76kg und Tim Wichmann, Jugend B 69kg. Malte Plaehsmann, Jugend B 76kg und Sulim Abdursakow, Jugend B bis 50kg erhöhten das Gesamtergebnis um zwei weitere Bronzemedaillen.

Platz 2 in der Mannschaftswertung hieß es am Ende eines durchaus erfolgreichen Tages mit insgesamt 5 Gold, 3 Silber und 4 Bronzemedaillen.

Mitteldt. Meisterschaften Jgd.A

Am Samstag gab es für Karl Marbach einen weiteren Erfolg. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Luckenwalde gab er keinen einzigen Punkt ab, beendete alle drei Begegnungen technisch überlegen (15:0, 16:0 und 16:0) und wurde damit Mitteldeutscher Meister im 100kg Schwergewicht. Dabei punktete er mit Rumreißer und Rolle. „Im Stand ist Karl sehr gut, der hat Kraft, den stößt so schnell keiner um, aber im Bodenkampf muss er noch mehr geben“, fordert sein Trainer. „Warum rollst du nur einmal? Die erste Rolle ist doch die schwerste, wenn die Stütze erst einmal weggebrochen ist, musst du weiterdrehen. Es kostet doch viel mehr Kraft, immer wieder neu anzusetzen“, kritisiert er den jungen Sportler.
Am kommenden Wochenende lässt er ihn bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren antreten. Da wird er zwar noch ohne Chancen bleiben, aber er braucht Kämpfe in Vorbereitung auf die anstehenden Titelkämpfe seiner Altersklasse und im nächsten Jahr muss er ohnehin aufrücken. Mit dabei sein in Frankfurt/Oder wird in derselben Gewichtsklasse auch der ein Jahr ältere Artur Schmidt. Für ihn wird es schwer werden, ganz vorn mitzuringen, aber Hoffnungen sind bei ihm durchaus berechtigt.

 

Berliner Meisterschaften

Bei den Berliner Meisterschaften im griechisch-römischen Stil kamen am vergangenen Wochenende auch fünf Greifswalder Sportler zum Einsatz. Trainer Manfred Groß erhoffte sich von dem offen ausgetragenen Turnier gute Kämpfe für seine Schützlinge. „Wir müssen in Vorbereitung auf die anstehenden Deutschen Meisterschaften jede Möglichkeit nutzen. In Norddeutschland gibt es verglichen mit dem Landessüden nur wenige Ringerturniere. In den nächsten Wochen werden wir darum auch wieder weiter fahren müssen, um unseren Athleten Kampferfahrungen unter Turnierbedingungen zu ermöglichen.“
Mit der Medaillenausbeute in Berlin zeigten sich Trainer und Sportler zufrieden, am Ende standen nämlich fünf Medaillen zu Buche.

Tim Wichmann konnte im 69kg Limit der Jugend B seine drei Kontrahenten schultern. Besonnen wartete er auf die Fehler seiner Gegner und nutzte Chancen, die sich dabei boten. So konnte er zum Beispiel den Kopf-Hüft-Wurf von Hanno Matti Hänsel abfangen und den Torgelower danach schultern. Für Geworg Ibashyan, ebenfalls Jugend B, gab es kampflos Gold, da in der Gewichtsklasse bis 76 kg keine weiteren Sportler angetreten waren. Zwei Kämpfe außerhalb der offiziellen Wertung meisterte er jedoch bravourös mit Schultersiegen. Samad Abdursakow rundete das Ergebnis in der B Jugend mit einer weiteren Goldmedaille ab. Auch er beendete alle Begegnungen mit Schultersiegen und setzte dabei vor allem auf die Kopfrolle. Der aufgeschlossene Junge lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Deutschland. Vor vier Jahren stand er mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Sulim, der am Wochenende krankheitsbedingt nicht starten konnte, zum ersten Mal auf der Matte. „Mein Vater wollte, dass wir eine Kampfsportart erlernen, um uns wehren zu können. Aber das musste ich noch nicht. Ich kämpf nur auf der Matte“, verrät der Junge. Trainer Groß freut sich über Samads Einstellung und die Fortschritte, die der 14jährige gemacht hat. „Ab September wird Samad auch in der Oberliga eingesetzt werden. Schade ist nur, dass wir so ein Talent nicht bei der Deutschen Meisterschaft starten lassen können,“ bedauert Trainer Groß. „Samads Familie bekommt keine deutsche Staatsbürgerschaft.“

In der A Jugend sicherte Karl Marbach (100kg) eine weitere Goldmedaille für die Greifswalder. Er konnte Phillip Atorf vom SV Berlin Buch über zwei Runden nach Punkten (9:0) bezwingen. Sein zweiter Gegner entschied sich noch vor Kampfbeginn für Aufgabe. „Für Karl hatte ich auf mehr Kämpfe gehofft. Er soll Mecklenburg-Vorpommern im April schließlich bei der Deutschen Meisterschaft vertreten.“ sagt der Trainer. Artur Leimann belegte im 69kg Limit der Jugend A wegen der geringen Teilnehmerzahl einen dritten Platz, obwohl er seine beiden Kämpfe verlor. In beiden Begegnungen lag er nach Punkten vorn, hätte also diesen Punktestand nur halten und nicht mehr selbst aktiv angreifen müssen. Er versuchte jedoch trotz Punktevorsprung immer wieder die Schleuder, legte sich dabei selbst und verlor am Ende beide Begegnungen nach Punkten. „Du musst einfach mehr Ruhe in deine Kämpfe bringen, Artur,“ fordert der Trainer energisch.

Für die Greifswalder geht es in zwei Wochen mit der Teilnahme an der Mitteldeutschen Meisterschaft in Apolda weiter.

Ute Marbach

Brandenburg Cup / Ergebnisse Ostseepokal / Ergebnis Oberliga

Beim 25. Internationalen Brandenburg-Cup in Frankfurt/Oder, dem derzeit größten Ringerturnier im Nordosten Deutschlands, gingen am vergangenen Samstag ca. 280 Sportler aus neun Nationen, darunter Russland, Ungarn, Schweden und natürlich Deutschland über die Waage. „Das Turnier war bisher stets hochklassig besetzt und bietet damit eine hervorragende Möglichkeit des internationalen Leistungsvergleichs“, begründet Trainer Manfred Groß den Einsatz der Greifswalder Athleten. Sieben Sportler hatte er ursprünglich gemeldet, krankheitsbedingt konnten dann diesmal jedoch lediglich vier seiner Schützlinge teilnehmen.
Aus Sicht des Trainers war die Silbermedaille von Artur Leimann im 63kg-Limit der Kadetten die größte Überraschung. Der 15 Jährige trainierte  fünf Jahre im freien Stil. Erst seit ca. anderthalb Jahren ist er im Greifswalder Ringerverein aktiv. „Die Umstellung vom Freistil zum klassischen Stil war verdammt schwer für mich“, gesteht der Junge. Und der Trainer erklärt: „Wir trainieren im Verein im griechisch-römischen Stil. Hier sind nur Griffe bis zur Gürtellinie erlaubt, der Einsatz der Beine ist verboten. Als Freistiler war Artur jedoch auf die Beine fixiert. Außerdem musste er lernen, aufrechter zu kämpfen.“ Im letzten Jahr blieb Artur beim Brandenburg Cup noch ohne Chancen, schied wegen des KO-Systems schon nach der ersten Runde aus. In diesem Jahr bezwang er in den Vorrunden sowohl den Polen Igor Krasowski nach aus dem Stand gezogener Kopfrolle als auch Tien Nguyen Ho aus Frankfurt/Oder nach Schleuder auf Schulter. Technisch überlegen beherrschte er Felix Reith von der SG Arheiligen. Lediglich gegen Jarod Budach von SV Grün Weiß Weißwasser konnte sich Artur nicht behaupten, ließ sich immer wieder doppelt aufziehen und erkannte nicht, dass er aus dieser Position selbst zum Kopf-Hüft-Wurf hätte greifen können. Da sich die Starter seines Pools gegenseitig besiegt hatten, kam Artur wegen seiner höheren Einzelwertung (Schultersieg 5 Punkte, Technische Überlegenheit 4 Punkte) dennoch ins Grosse Finale. Hier musste er sich allerdings der Erfahrenheit des Niederländers Marcel Sterkenburg geschlagen geben. Insgesamt bestätigt Arturs Abschneiden jedoch, dass er im Klassischen Stil angekommen ist.
Bei den Kadetten gab es für Karl Marbach ebenfalls Silber. Der hatte im 85kg-Limit den ersten Kampf verpatzt, konnte sich aber mit seinem Schultersieg über den Polen Kacper Kropka am Ende den zweiten Platz sichern.
Im Bereich der B-Jugend bereicherte Tim Wichmann die Ausbeute der Greifswalder durch eine weitere Silbermemedaille. Im 69kg-Limit war er lediglich Salomon Fayzulaev vom SV Fellbach unterlegen, bezwang aber sowohl Hanno Hänsel vom SAV Torgelow als auch Teamkollegen Geworg Ibashyan, der diesmal auf dem undankbaren vierten Platz landete.

Die jüngsten Greifswalder Ringer vertraten den Verein derweil beim Ostseepokal in Rostock. Hier gab es Gold für Anton Arendt (20kg) und Ali Mamirov (23kg) sowie Bronze für Elias Ziemba (35kg). Einen vierten Platz erkämpfte sich Finnja Arendt (31kg) bei den weiblichen Schülern. Tom Mielke (38kg) landete in der Jugend D auf dem 6. Platz.

In der Oberliga Mitteldeutschland konnte das Team der KG Lübtheen II zwei Gewichtsklassen nicht besetzen, unterlag der WKG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann mit 15:19 und fällt damit auf den 3. Platz der Tabelle zurück.

 

DRB Sichtungsturnier

Zwei Sportler des Greifswalder Ringervereins sollten am vergangenen Wochenende beim Sichtungsturnier des Deutschen Ringerbundes den Bundestrainern ihr Können präsentieren. Während alle anderen Gewichtsklassen gut besetzt waren, stand für die beiden Greifswalder Talente leider jeweils nur ein Gegner bereit.
Artur Schmidt (100kg), im letzten Jahr Drittplatzierter der Deutschen Meisterschaft im 85kg-Limit , traf hier auf Kevin Drehmann vom KSV Pausa, ebenfalls Drittplatzierter, jedoch schon da in der Kategorie bis 100kg. Drehmann erzielte in der ersten Runde nach einem missglückten Armdreher für die Sicherung im Boden zwei Punkte. In der zweiten Runde griff Artur aktiver und zielgerichteter an, konnte aber eine knappe 3:2 Punktniederlage nicht mehr verhindern.
Karl Marbach konnte im 85kg-Limit Nikolous Papadopoulus vom SV Ebersbach besiegen. Gleich in den ersten Sekunden ließ sich Karl von einem Kopf-Hüft-Wurf überraschen, der dem Gegner vier Punkte brachte, obwohl Karl ihn übertragen konnte. In der zweiten Runde ließ Karl keine weiteren gegnerischen Wertungen zu und erkämpfte sich selbst vier Punkte mit Runterreißer, Sicherung im Boden und Rolle. Das Herausdrängen des Gegners aus der Kampfzone brachte dem Greifswalder einen weiteren Punkt und damit den Sieg nach Punkten (5:4). Im Anschluss an das Turnier erhielt Karl Marbach die Möglichkeit, an einem dreitägigen Techniktraining des Bundestrainers teilzunehmen.
Trainer Groß hatte sich von dem Kaderturnier mehr Kämpfe für seine Sportler erhofft. Die hätten sie als Vorbereitung auf die anstehende Deutsche Meisterschaft im April, bei der er schließlich von beiden eine Medaille erwartet, dringend benötigt. Für die zweite Ferienwoche steht darum ein Trainingslager in Weißrussland auf dem Plan.
Ute Marbach

 

Venne Cup in Herning

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Ringern aus dem dänischen Herning und den Vereinen aus Vorpommern währen bereits über 20 Jahre. Trotz der großen Entfernung nutzten die Greifswalder auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, beim Venne-Cup des Brydeclub Herning zu starten. Ausgerichtet wurde das Turnier in vier Alters- bzw. Leistungsbereichen. Neben den Neulingen (Jahrgänge 2008-2005) waren die Jugend (Jahrgänge 2004-2001), die Junioren (Jahrgänge 2000 bis 1995) und die weibliche Jugend vertreten. Bei diesem Turnier gingen 164 Aktive an den Start.
Die fünfzehn Greifswalder Athleten um Trainer Manfred Groß sicherten sich elf Medaillenränge, drei vierte Plätze und einen 7. Platz.
Gold gab es bei den Junioren im 76 kg Limit für Ilian Marziev, der am Ende zudem als Bester Kämpfer des Turniers ausgezeichnet wurde. Im Poolfinale hatte er zuvor in einer spannenden Begegnung seinen Trainingspartner Christoph Jarmer nach Punkten besiegt, wenngleich hier jedoch die Wertungen des Kampfrichters mitunter fragwürdig waren. Christoph blieb damit nur noch die Chance auf Bronze. Wie schon zwei Mal in den Vorrunden schulterte er auch seinen Finalgegner nach Soupless. Bronze konnte sich auch Artur Schmidt (100 kg) sichern. Karl Marbach (85kg) kämpfte sich mit zwei Schultersiegen ins große Finale, musste sich hier aber dem starken Polen Patryk Boniecki, Vizemeister der Kadetten-EM 2012, geschlagen geben. Am Ende aber Silber für den erst 15 Jahre alten Jungen in der Altersklasse der bis zu 20 Jahre alten Athleten. Einen vierten Platz gab es dann bei den Junioren noch für den ebenfalls erst 15 Jahre alten Artur Leimann (63 kg), der endlich im  griechisch-römischen Stil angekommen zu sein scheint.
Bei der Jugend überzeugte in stark besetzten Gewichtsklassen erneut das Bruderpaar Sulim und Samad Abdursakow. Nach zwei schönen Schultersiegen nach Armdreher konnte Sulim (38 kg) das Finale jedoch nicht für sich entscheiden. Silber für den jüngeren der beiden also. Samad (53 kg) ging gleich in seiner ersten Begegnung einem Kopfhüftwurf hinterher und hatte damit nur noch die Chance auf Bronze. Nach einem Schultersieg konnte er als Poolzweiter auch das kleine Finale mit einem Schultersieg beenden und sich über Bronze freuen. Ebenfalls Bronze gab es für Geworg Ibashyan (59 kg), der seinen Teamkollegen Tim Wichmann auf den vierten Platz verwies. Auch Max Fritzsche landete in der zahlenmäßig stark besetzten Gewichtsklasse bis 47 kg auf dem undankbaren vierten Platz. Er hatte vier Poolkämpfe zu bestreiten, von denen er drei mit Schultersiegen beendete. Das Finale um Bronze ging über die volle Kampfzeit, endete aber trotz seiner stetigen Angriffe nicht zu seinen Gunsten. Marlon Plönzke (66 kg) blieb diesmal ohne Chancen.
Bei den Mädchen siegte Sophia Kniephoff über ihre jüngere Schwester Sarah. Da die beiden keine weiteren Gegner hatten, konnten sie sich in ihrem ersten Einzelturnier über Gold und Silber freuen.
In der jüngsten Altersklasse zeigten Tom Mielke (32 kg) und Ben Münchow (35 kg) schöne Kämpfe. Beide mussten sich nur einmal geschlagen geben und erkämpften Silber. Tom attackierte seine Gegner zielsicher und mutig, setzte vor allem auf Armdreher sowie Armdurchzug und sicherte sich damit zwei Schultersiege. Auch Ben schulterte seine Gegner nach Armdreher bzw. Kopfhüftwurf.
Trainer Groß zog am Ende eine positive Bilanz: „Trotz kleiner Fehler in einigen Begegnungen wiesen meine Sportler im gesamten Turnierverlauf ihr hohes Leistungspotential nach und zeigten durchweg selbstbewusstes und offensives Kampfverhalten.“
Ute Marbach 

Internationaler Brandenburg Cup Frankfurt/Oder 2015

Beim internationalen Brandenburg-Cup in Frankfurt, dem derzeit größten Ringerturnier in Ostdeutschland, gingen am vergangenen Samstag insgesamt 450 Sportler aus neun Nationen, darunter Russland, Ungarn, Schweden und natürlich Deutschland über die Waage. Hochklassig besetzt bietet das Turnier eine hervorragende Möglichkeit des internationalen Leistungsvergleichs. Die wollten natürlich auch die Greifswalder Ringer um Trainer Manfred Groß sich nicht entgehen lassen. Mit nur sechs Athleten konnte sich das kleine Team unter den 81 angetretenen Vereinen in der Gesamtwertung immerhin Platz 28 sichern.
Großen Anteil daran hatten Geworg Ibashyan, Karl Marbach und Samad Abdursakow.
Im 58 kg Limit der C-Jugend konnte sich Geworg Ibashyan nach nur einem Schultersieg schon über Gold freuen.
Schwerer hatte es da Samad Abdursakow, der in der 50kg-Klasse dieser Altersklasse startete. Gerungen wurde hier im Poolsystem. Zunächst landete Samad starke Schultersiege gegen zwei deutsche Sportler, hatte dann aber gegen einen ungarischen Kontrahenten das Nachsehen. Als Poolzweiter zog er ins kleine Finale um Platz 3 ein. Die greifbar nahe Medaille setzte enorme Kräfte frei. Und so lieferte er sich mit Eric Hofmann vom RSK Gelenau ein wahrhaft spannendes Duell, das er nach einem schönen Wurf mit einem Schultersieg für sich entscheiden konnte. In der C-Jugend also durch Samad Abdursakow mit Bronze eine zweite Medaille für die Greifswalder.
Auch die beiden anderen Greifswalder Starter in der C-Jugend, Ben Münchow (34 kg) und Sulim Abdursakow (38 kg), verkauften sich angesichts der starken Konkurrenz gut, konnten sich aber nicht platzieren.
Karl Marbach musste bei den Kadetten in der Gewichtsklasse bis 85 kg einem starken internationalen Starterfeld die Stirn bieten. In den Vorrundenkämpfen ließ er keinen Zweifel an seinen Fähigkeiten aufkommen. Technisch überlegen besiegte er Edgar Shklyar von der Sportschule Frankfurt/Oder und zwang anschließend Konstantin Bunin aus Russland nach Arm-Dreh-Schwung auf die Schulter. Im Finale jedoch verfiel er in alte Muster und ließ sich zu stark vom Auftreten des wurfstarken Polen Maciej Czarnecki beeindrucken. Trainer Groß gab sich nicht überrascht: „Ich kenn meine Jungs. Karl hab ich schon vor dem Kampf angesehen, dass wieder mal der Kopf nicht frei war. Daran müssen wir eben noch arbeiten. Dafür fahren wir ja zu solchen Turnieren.“ Am Ende Silber für Karl und damit die dritte Medaille für die Ringer vom Bodden.
Schwer hatte es Artur Leimann im mit 23 Startern stark besetzten 63kg-Limit der Kadetten. Der erst seit kurzem in Greifswald trainierende Jugendliche, war bisher im Freistil aktiv. Die Umstellung auf den klassischen Stil macht ihm zu schaffen. Da bei den Kadetten im Ko-System gerungen wurde, d.h. eine Niederlage hat das sofortige Ausscheiden zur Folge, blieb Artur am Ende der 14. Platz.
Für die Greifswalder stehen in den nächsten Wochen neben den Ligakämpfen weitere Einzelturniere auf dem Plan.
U.Marbach

 

Norddeutsche Meisterschaften 2015

Die Teilnahme an der Norddeutschen Meisterschaften in Berlin bescherte den Greifswalder Ringern am Pfingstwochenende einen wahren Medaillenregen. Mit nur acht Athleten sicherten sie sich damit einen dritten Platz in der Vereinswertung. Insgesamt dabei waren 131 Sportler aus 29 norddeutschen Vereinen, u.a. aus Hamburg, Hannover, Kiel, Berlin, Salzgitter, Leipzig und Potsdam.
Fünf Greifswalder beendeten die Titelkämpfe dabei sogar mit dem höchstmöglichen Erfolg, dem Titel des Norddeutschen Meisters. Bei den Männern waren dies Peter Groß (85 kg) und ganz überzeugend Bahaeddin Moradi (98 kg), in der Jugend B/C Samad Abdursakow (54 kg) und kampflos, weil ohne Gegner, Geworg Ibashyan (58 kg). Einen Freundschaftskampf konnte Geworg für sich entscheiden. In der A/B Jugend konnte Karl Marbach (85 kg) fünf Kontrahenten hinter sich lassen und sich den Titel sichern. Den Vizemeistertitel gab es bei den Männern für Ilian Marziev, der sich in einem spannenden Kampf, in dem er nach der ersten Runde noch nach Punkten vorn gelegen hatte, lediglich dem Berliner Michael Martinke geschlagen geben musste. Alle anderen Begegnungen entschied er überlegen für sich und präsentierte sich technisch besonders gegen Koray Acik vom TSV Wandsetal, den er mit Achselwurf zwei Mal Zu Boden brachte und am Ende schulterte. Ebenfalls Silber erkämpfte sich Tim Wichmann (54 kg) in der B/C-Jugend, der sich lediglich von seinem Teamkollegen Samad auf die Schulter hebeln ließ. Bei allen anderen Gegnern behielt Tim die Oberhand. Im 46kg-Limit derselben Altersklasse erkämpfte sich auch Max Fritzsche den Vizemeistertitel. Er hatte lediglich gegen den Berliner Ayub Gedaev das Nachsehen. Drei weitere Kämpfe konnte er jedoch für sich entscheiden. Dabei setzte er immer wieder auf den Armdreher, den er aber häufig nicht sauber zog und darum Punkte abgeben musste. Im letzten Kampf änderte er darum die Taktik und beförderte den Hamburger Alp-Turan Kumalar mit Kopf-Hüft-Wurf auf die Schulter.
Auch die folgenden Wochen werden den Greifswalder Ringern Leistungen abfordern. Neben dem Warnemünder Traditionsturnier, werden sie sich in Vorbereitung auf die Ligasaison in Lübtheen Mannschaftskämpfen stellen.

Ute Marbach