Archiv für den Monat: September 2007

Liga: KG Vorpommern – WKG Altenburg/Schneeberg

Die wahren Fans des Ringkampfsports konnte die Greifswalder Tanznacht nicht locken, die füllten am Sonnabend die Halle des Greifswalder Ringervereins in der Krullstraße, um den ersten, so heiß ersehnten Sieg der KG Vorpommern in der laufenden Ligasaison zu erleben. In der Regionalliga Mitteldeutschland erkämpfte das Team unter Leitung von Trainer Manfred Groß einen haushohen Sieg über die WKG Altenburg/Schneeberg.

Kampflos siegte Alexander Kasarinow, da der Gegner die Gewichtsklasse bis 55 kg nicht besetzen konnte. Auch Robert Zymara (84 kg) kam nicht zum Zuge. Sein Gegner Tom Schumann hatte Übergewicht. Und Ceven Matthes (84 kg) wurde gerade warm, da war der Kampf auch schon zu Ende. Überrumpelt vom Blitzangriff des Greifswalders gab Matthias Klages verletzungsbedingt noch in der ersten Runde auf.
Wie sich aber Alexander Paeplow, Dimitri Streib, Peter Groß und Clint Matthes auf der Matte präsentierten, entschädigte die Zuschauer.
In atemberaubender Geschwindigkeit bedrängte  Alexander Paeplow in der Gewichtsklasse bis 60 kg im griech.röm. Stil seinen Kontrahenten der WKG Altenburg/Schneeberg. Er holte Danny Gerlach blitzschnell zu Boden, sicherte sich mit Schulbuchwürfen Punkte und schulterte ihn in der zweiten Runde. Ein absolut souveräner Einsatz, da war nichts davon zu spüren, dass Alexander arbeitsbedingt seit einigen Wochen nicht trainieren konnte.
Auch Clint Matthes (96 kg, Freistil) konnte seinen Einsatz mit einem Schultersieg krönen. In Freistiltechnik hakte er nach den Beinen seines Gegners, holte ihn so wiederholt zu Boden und konnte Holger Teichmann dann in der zweiten Runde nach Abbrechen schultern. Schade, dass Clint seiner Mannschaft nicht zuverlässig immer zur Verfügung steht.
Auch Peter Groß war wieder in Topform. In der Gewichtsklasse bis 74 kg diktierte er im klass. Stil das Kampfgeschehen der Begegnung. Sein Gegner Nico Nadler schien ihm hoffnungslos ausgeliefert. Peter rollte ihn in einem Tempo über die Matte, dass auch den Zuschauern die Luft wegblieb. Sein verdienter Sieg wegen technischer Überlegenheit sicherte der Mannschaft vier weitere Punkte.
Unbestrittener Held des Abends aber war Dimitri Streib (66 kg, griech.-röm.). Der machte es wirklich ganz spannend. Nach der ersten Runde schien mancher zu glauben, der Kampf wäre hoffnungslos verloren. Dimitri gelang es weder seinen Gegner zu rollen, noch dessen Rolle abzuwehren. Die erste Runde ging an den erfahreneren Frank Fiedler von der WKG Altenburg/Schneeberg. Wer weiß, was ihm Trainer Groß in der Pause ins Ohr flüsterte, aber in der zweiten Runde legte Dimitri los. Ab jetzt bestimmte er den Kampf. Diesmal packte er die Rolle und lag selbst für seinen Gegner unverrückbar. Als Dimitri in der dritten Runde seinen Kontrahenten nach einem Wurf sauber auf der Schulter ablegte, feierte das Publikum. Den Kampf wollten die Altenburg/Schneeberger mit Sicherheit nicht verlieren. Dimitri konnte es ja selbst kaum glauben, doch als Küken des Teams (16 Jahre) sorgte er wirklich für den Höhepunkt des Abends.
Lediglich  drei Kämpfe mussten die Mattenfüchse aus Torgelow und Greifswald abgeben. Gut gekämpft über drei Runden, aber dennoch verloren hat Philipp Groß in der Gewichtsklasse bis 120 kg. Da sollte er nicht so hart mit sich zu Gericht gehen.
Ohne Chancen blieb Andrè Krenzichhorst (66 kg, Freistil) gegen Adrien Nötzold. Zwar aktiv, ringt Andrè seine Angriffe nicht zu Ende. Wenn er jetzt aber seine Arbeit beim Bund aufnimmt, wird er wieder Gelegenheit haben, regelmäßig zu trainieren, um v.a. an seiner Kondition arbeiten zu können.
Mehr erwartet hatte das Publikum von Christoph Schultz (74 kg, Freistil), der nach Punkten gegen Michael Klages verlor. Gut begonnen und die erste Runde auch gewonnen, ließ Christoph dann keine Aktionen mehr erkennen. Immer wieder nach gleichem Muster machte sein Gegner fest und schob. Christoph reagierte nicht darauf, hörte auch nicht die Zurufe seiner Teamkollegen einfach anzureißen, sondern ließ sich wiederholt rausschieben. Es fehlte ihm einfach Kondition.

Mit einem sensationellen Punktestand von 29 : 9 trennten sich die Mannschaften. Der Trainer war nach den Querelen um die Besetzung der Gewichtsklassen dann auch recht zufrieden. Bleibt zu hoffen, dass dieser erfolgreiche Abend der Auftakt für weitere Siege war. Schon am 03. Oktober geht es in der Regionalliga Mitteldeutschland weiter.

U. Marbach

Ringernachwuchs mit drei Medaillen aus Finnland zurück

Der Ringerverband Mecklenburg-Vorpommern nutzte die Gelegenheit, mit 4 seiner besten Talente an einem Turnier in Kotka (Finnland) teilzunehmen. Bei den finnischen Freunden ging es 150 km von Helsinki entfernt um den 46. Lachsringerpokal. 23 Mannschaften mit 75 Sportlern aus Finnland, Estland und Deutschland kämpften in zwei Kategorien um den Turniersieg. Der Ringerverband M-V möchte die Sportler der Jugend B (14/15 Jahre) intensiver auf die Deutschen Meisterschaften in Torgelow vorbereiten und delegierte sie zusammen mit Betreuer Uwe Bremer und Kampfrichter Matthias Pfeiffer nach Skandinavien.

Die beiden deutschen Meister des Jahres 2007 konnten auch in Kotka voll überzeugen: Alexander Grebensikov (Torgelow) und Alexander Adam (Greifswald) sicherten sich nach spannenden Duellen die Klassensiege in der 42 bzw. 46 kg Klasse. Steven Rese (Greifswald) konnte zudem in der 42 kg-Klasse noch den 3. Platz belegen. Mit einem 10. Platz muss sich diesmal Evgenij Titovski (Torgelow) zufrieden geben. Eine Kategorie höher startend, kam er im 58 kg-Limit nicht über die Vorrunde hinaus. Für Betreuer und Sportler war das ein tolles Wochenende, weil sich auch die finnischen Gastgeber wieder einmal als sehr gastfreundlich erwiesen.

U. Bremer/U.Marbach

Liga: SV Jugendkraft 03 Albrechts – KG Vorpommern

Eine weitere Niederlage mussten die Ringer der Kampfgemeinschaft Vorpommern am 4. Kampftag der Regionalliga Mitteldeutschland einstecken.
Beim thüringischen Vertreter, dem SV Jugendkraft 03 Albrechts gab es eine 24 zu 13 Niederlage. Durch den Ausfall von drei wichtigen Stammringern konnte sich die junge Truppe um Trainergespann Bremer/ Groß zwar zu den Vorkämpfen steigern und diesmal 4 der 10 Duelle gewinnen, aber realistisch gesehen wäre bei den Albrechtsern (unweit Suhl) ein Auswärtssieg mit dieser Aufstellung nicht möglich gewesen.

Zwar konnte man diesmal mit einem Sieg in  der 55 kg-Klasse  starten, Torgelows  Trainersohn  Artur  Bremer  gewann mit drei mal 7:0 durch technische Überlegenheit gegen den überforderten Falko Hänel. Allerdings brachten dann die nächsten 4 Kämpfe bis zur Pause mal wieder nichts Zählbares. Philipp Groß (120 kg-Klasse) hatte es bei 93 kg Körpergewicht mit einem tatsächlichen Schwergewicht zu tun. Jens Brosowski brachte immerhin stolze 119,7 kg auf die Waage, das war für den Norddeutschen einfach zu schwer. 0:3 nach Runden, mehr war da nicht möglich. Alexander Kasarinow (60 kg), Stefan Rengert (96 kg) und Dimitri Streib (66 kg) waren diesmal ohne Chance, gerade hier fehlten halt die Stammringer der Vorpommern. Nach der Pause war dann wieder mehr von den Nordlichtern zu sehen. Robert Zymara (84 kg/gr.-röm.) gewann dank seiner Stärken am Boden gegen Martin Huhle. Clint Matthes (84 kg/Freistil) und Peter Groß (74 kg) sicherten wichtige Punkte. Allerdings blieben Tom Zymara (66 kg) und Christoph Schultz (74 kg) mit ihren Schulterniederlagen ohne Erfolg.
Für die Ringer der KG Vorpommern kann man trotz der Niederlage einen weiteren Aufwärtstrend sehen. Zum nächsten Heimkampf am 29.09.2007 gegen das Tabellenschlusslicht die KG Altenburg/Schneeberg (Sachsen) sollte dann auch endlich der erste Sieg gefeiert werden können. Gleich am Mittwoch drauf dann der nächste Heimkampf in Torgelow, am 03.10. empfängt man die WKG Pausa/Plauen (Sachsen) in der Ueckerstadt.

Uwe Bremer

Norddt. Meisterschaften E/D und Hessenpokal der Frauen

Bei den Norddeutschen Einzelmeisterschaften der Jugend E/D in Kiel konnte sich der Ringernachwuchs des Greifswalder Ringervereins, betreut von Thomas Brandt, gut durchsetzen.

Vor den Kämpfen um den Norddeutschen Meistertitel fand ein Athletiktest statt. Hier war in der Gewichtsklasse 27/29/31 Kilogramm Nico Rese erfolgreich. Er meisterte alle Disziplinen erfolgreich und belegte den ersten Platz. Timur Maksutow erreichte in der Gewichtsklasse 34/38/42 Kilogramm ebenfalls den ersten Platz. Nico Präkels schaffte es hier auf den vierten Platz.

Bei den anschließenden Kämpfen um den Norddeutschen Einzelmeister der Jugend D/E im Freistil gab es Bronze für Eric Uteß (27 kg) und Nico Rese (29 kg). In der Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm belegte Nico Präkels den vierten Platz. Timur Maksutow erkämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 42 Kilogramm einen sechsten Platz. Jessica Knauth landete auf Platz 7.

Am vergangenen Samstag fand in der Bensheimer Weststadthalle der Hessenpokal der Frauen und Mädchen 2007 statt. Unter den 174 Teilnehmerinnen standen sich nicht nur Ringerinnen aus nahezu ganz Deutschland gegenüber. Auch ein schwedisches Team, eine Delegation aus der Schweiz und zwei ungarische Sportlerinnen waren angetreten. Der Ringerverband Mecklenburg-Vorpommern war in Hessen mit 7 Ringerinnen vertreten. In der Vereinswertung belegte der Landesverband Bayern (70Punkte) vor Nordbaden (63Punkte)und dem Ringerverband NRW (57Punkte) den ersten Rang.

Für die Norddeutschen konnte die Demminerin Anne Baldauf vom Greifswalder Ringerverein den 1.Platz in der Kategorie bis 63 kg bei den Frauen belegen. Alle anderen Mädchen landen aus dem vollen Training heraus auf mittleren Plätzen.

63 kg (5 Teilnehmer):
1. Anne Baldauf (Greifswalder RV)
2. Verena Weiß (Landesverband Bayern)
3. Raphaela Kopetschek (KSV Winzeln)
4. Regina Rilling (SG Arheilgen)
5. Maria Erhard (Nordbaden).

C.Labudde / U.Bremer / U.Marbach

Liga KG Vorpommern – AV Jugendkraft Zella-Mehlis

Auch diesmal reichte es für die Kämpfer aus Torgelow und Greifswald nicht zu einem Sieg. Zwar besser in Form als noch eine Woche zuvor beim Auftaktkampf, unterlag die KG Vorpommern dennoch dem Gast aus Thüringen. Vor heimischem Publikum musste das Team um Trainerduo Groß/Bremer die zweite bittere Niederlage der laufenden Saison einstecken. Mit einem Punktestand von 12:27 trennten sie sich vom AV Jugendkraft Concordia Zella-Mehlis, dem Vorjahresvizemeister.

Der Abend begann wenig hoffnungsvoll für die KG Vorpommern mit einer Schulterniederlage in der zweiten Runde der ersten Begegnung. Hier gab es im 55 kg Limit im freien Stil für Artur Bremer gegen den fünf Jahre älteren Stefan Brösicke keine Chance. Philipp Groß dann hatte in der Gewichtsklasse bis 120 kg im gr.-röm. Stil nicht mit dem Alter, sondern mit den Pfunden seines Gegners zu kämpfen. Mutig ging er die Sache an. Die ersten beiden Runden verliefen nach gleichem Muster: bei fehlender Wertung wurde jeweils am Boden weiter gerungen. Philipp blieb in Anbetracht von Körperlänge und Gewicht seines Rivalen nur die Chance auf eine Kopfrolle, aber er rackerte vergeblich. André Petri jedoch gelang es in beiden Runden, den 20 kg leichteren Greifswalder zu rollen. Zwar konnte Philipp in der dritten Runde gegenhalten, sicherte sich mit der letzten Wertung sogar den Rundensieg, aber auch die vierte Runde ging wieder an den Thüringer. Im 60 kg Limit trat im gr.-röm. Stil für die KG Vorpommern Tom Zymara, der jüngste im Team, an. Er versuchte, über den Arm zu ringen, zog aber seine Angriffe nicht konsequent durch. Letztendlich musste er sich nach 3 Runden geschlagen geben und seinem erfahrenen Gegner, dem mehrfachen mitteldeutschen Meister Andreas Brösicke den Sieg wegen technischer Überlegenheit lassen. Damit lagen die Gäste 11:1 in Führung. Auch der Torgelower Stefan Rengert hatte keine Chance. In der Gewichtsklasse bis 96 kg unterlag er im freien Stil dem Thüringer Ronny Fritz nach Punkten. Einen weiteren Punkt für die KG Vorpommern konnte erst André Krenzichhorst ergattern. Im 66 kg Limit stand ihm im freien Stil Thomas Brösicke gegenüber. Die erste Runde sicherte sich der Thüringer mit zwei Würfen über den Arm, doch die zweite Runde ging trotz Punktegleichstand wegen der Dreierwertung für eine Schleuder an André. Leider ließen in den folgenden beiden Runden Kondition und Aufmerksamkeit des Torgelowers nach. Mit einem für die Vorpommern hoffnungslosen Punktestand von 2:19 gingen die Mannschaften in die Pause.

Doch Robert Zymara (84 kg) ließ sich nicht beeindrucken. Mit einem beeindruckenden Punktsieg über Patrick Bies im klass. Stil sicherte er den Vorpommern 4 wertvolle Punkte. Trotz Trainingsausfall in den letzten Wochen, siegte der Greifswalder hier absolut souverän. Mehrfach rollte er seinen Gegner scheinbar mühelos, lag selbst aber am Boden für diesen unverrückbar. Robert vollendete seinen Sieg in der dritten Runde mit einem verkehrten Ausheber. Ebenso beherzt ging Dimitri Streib (66 kg) in den Kampf. Auch diese Begegnung im klass Stil wurde am Boden entschieden. Tim Deckert gelang es nicht, Dimitri zu bewegen. Blitzschnell entwand sich der Torgelower hier seinem Gegner oder aber lag wie ein Fels. Eine Runde ging wegen der letzten Wertung an Dimitri, die beiden anderen sicherte er sich unter dem Jubel der Zuschauer mit gekonnten Rollen. Drei weitere Punkte für die KG Vorpommern gab es durch den Greifswalder Ceven Matthes (84 kg). Er besiegte im freien Stil Sebastian Scheidig, den Mannschaftskapitän der Thüringer. Mit einem Arm-Dreh-Schwung sicherte sich Ceven die erste Runde. In den beiden folgenden Runden punktete er immer wieder mit schnellen Beinangriffen. Damit war der Punktestand auf 12:19 verkürzt. Mehr war für die Vorpommern dann aber doch nicht zu holen. Peter Groß (74 kg, Freistil) unterlag Gagik Egiasarov und Christoph Schultz (74 kg, gr.-röm.) dem amtierenden Deutschen Meister Toni Stade. Beide Kämpfe gingen über drei Runden und endeten mit technischer Überlegenheit der Gäste.

Der Endpunktestand – 12:27 für den AV Jugendkraft Zella-Mehlis. Eine weitere Niederlage für die KG Vorpommern zwar, aber dennoch auch eine gute Leistung unserer Kämpfer. Natürlich durchaus noch steigerungsbedürftig. Jetzt wird man also nicht den Kopf hängen lassen können, sondern muss sich eisern ins Training stürzen, um bei den bevorstehenden Auseinandersetzungen endlich einen Sieg erkämpfen zu können. Allen war schließlich klar, dass es in der Liga Mitteldeutschland nicht leicht wird. Schon am 29.09. um 19:30 Uhr wird es wieder ernst, wenn die KG Vorpommern in Greifswald auf Altenburg/Schneeberg trifft.

U.Marbach

Liga: Werdau – KG Vorpommern

Mit einer dann doch erwarteten Auswärtsniederlage kehrten die Regionalligaringer der KG Vorpommern vom ersten Saisonduell aus Werdau (Sachsen) zurück. Allerdings fällt das Ergebnis mit 29 zu 8 für die Ringer des AC 1897 Werdau doch zu hoch aus. Einige der Greifswalder und Torgelower Sportler scheinen aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen für die jetzt höhere Liga einfach noch nicht fit genug zu sein. Teilweise fehlte einfach die nötige Kondition und auch mehr Mut zum Risiko durch Erfolg bringende Aktionen. Da muss in den nächsten Trainingseinheiten mehr getan werden. Natürlich hatten die Sachsen aber auch zahlreiche gestandene und gute Mattenathleten in ihren Reihen. Von den Vorpommern konnten nur Alexander Paeplow (60 kg/Schultersieg) und Philipp Groß (120 kg/3:2 Rundensieger) mit gewonnen Kämpfen überzeugen. Einen weiteren Punkt steuerte Robert Zymara (84 kg/1:3 Rundenniederlage) zum Gesamtergebnis bei. Wobei Robert bei seinen Bewertungen vom Kampfrichter nicht gerade bevorteilt wurde. Nicht chancenlos hätten Alexander Kasarinow (55 kg), André Krenzichhorst (74 kg), Christoph Schultz (74 kg) und Peter Groß (66 kg) ihre Duelle verlieren müssen. Tapfer verkauften sich Dimitri Streib (66 kg), Ceven Matthes (84 kg) und Stefan Rengert (96 kg) in ihren Kämpfen, waren aber ihren klasse Gegnern nicht gewachsen. Jetzt heißt es Kopf hoch und die nötige Fitness für den nächsten Kampf erreichen, denn am 15.09. erwarten die Vorpommern zu ihrem ersten Heimkampf in Torgelow den AV Jugendkraft Concordia Zella-Mehlis (Thüringen).

Internationaler Boddenpokal 2007

Am Samstag ging es heiß her in der Mehrzweckhalle des Schönwaldecenters. Der Greifswalder Ringerverein hatte zum 12. Internationalen Boddenpokal nach Greifswald eingeladen. Zu diesem anspruchsvollen Wettkampf waren 21 Vereine mit 142 Athleten aus Polen, Weißrussland, Schweden, Dänemark, Finnland, Litauen, Lettland, der Ukraine und aus Deutschland angetreten, um auf drei Matten um den Einzelsieg und den begehrten Boddenpokal zu kämpfen. An den Start gingen die Altersklassen der Jugend C (1994 und jünger), die Kadetten (1990-1993), die Junioren und Männer (ab 1989 und älter) sowie die weibliche Jugend/Aktive (ab 1995 und älter).

Pünktlich um 10.00 Uhr eröffneten der Präsident des Ringerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, die Vereisvorsitzende Marion Groß sowie der Sportbund vertreten durch Herrn Petschaelis das Turnier.

Der Greifswalder Ringerverein und der SAV Torgelow traten mit 40 Sportlern wie gewohnt als Kampfgemeinschaft Vorpommern an. Mit 8 ersten Plätzen,  5 mal Silber, 9 mal Bronze, 6 vierten und 6 sechsten Plätzen sicherten sich die Vorpommern mit 133 Punkten souverän den Gesamtsieg in der Mannschaftswertung vor den Athleten aus Dänemark, die 52 Punkte erkämpften und Weißrussland mit 41 Punkten.

Den Sieg verdanken die Greifswalder in erster Linie der aktiven C-Jugend. Die Teilnahmebereitschaft der Greifswalder Männer war eher enttäuschend und bleibt für die Zuschauer schwer nachvollziehbar.

Auch Ringercoach Manfred Groß betont: „Besonders im Kinder- und Jugendbereich haben sich unsere Sportler wirklich super geschlagen.“ Hier konnten aus seiner Sicht vor allem Alexander Adam, Alexander Kasarinow und Tom Zymara überzeugen, die tlw. gegen ältere Ringer mit entsprechend größerer Erfahrung auf der Matte bestehen mussten. Das Fazit des Trainers zu den Männern: „Ich hatte schon gehofft, dass sich alle bemühen, bei diesem hochrangigen Turnier vor eigenem Publikum dabei zu sein. Darüber müssen wir intern noch mal reden.“

Der 12. Boddenpokal verlief reibungslos, die Athleten und Athletinnen lieferten sich faire und anspruchsvolle Kämpfe. Die Organisatoren bedanken sich auf diesem Weg bei den Sportlern, Trainern und Betreuern. Ein Dankeschön auch an die Sponsoren, die mit Geld- und Sachspenden zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Ein herzliches Dankeschön auch an die vielen fleißigen Helfer, die dem Greifswalder Ringerverein die Treue halten. Am Abend hatten Sportler, Trainer, Betreuer, Sponsoren, Helfer, Eltern, Mitglieder und Freunde des Greifswalder Ringervereins allen Grund gemeinsam zünftig in der Tanzscheune zu feiern.