Archiv für den Monat: November 2009

Skoda Cup Demmin

Am Samstag hatte der Demminer Ringerverein zum traditionellen Skoda-Cup an die Peene eingeladen. Diesem Nachwuchsturnier für Ringermannschaften stellten sich fünf Vereine. Auch die KG Vorpommern, die Kampfgemeinschaft der Greifswalder und Torgelower Ringer, wollte sich hier beweisen. Angetreten waren neben der KG Vorpommern, dem RV Lübtheen, dem Demminer Ringerverein und der KG Rostock/Warnemünde auch zwei Mannschaften des SV Luftfahrt Berlin. Um den Sieger zu ermitteln, mussten sich die Teams der 6 bis 11jährigen Mattenfüchse in jeweils 10 Gewichtsklassen messen.
Die Nase vorn hatte am Ende die erste Mannschaft des SV Luftfahrt Berlin. Die KG Vorpommern bezwang in Folge vier Mannschaften (23:16; 23:16; 27:12; 24:16), bevor sie im letzten Kampf auf die Berliner trafen. Ihnen waren sie mit 18:19 dann denkbar knapp unterlegen. Erfolgreichste Sportler der vorpommerschen Kampfgemeinschaft waren die Greifswalder Eric Uteß (38 kg, GR) und Lucas Severin (+46kg, FR) sowie das Torgelower Bruderpaar Andrej (34 kg, FR) und Alexander Ginc (31 kg, FR). Diese vier Athleten verließen stets als Sieger die Matte, gewannen also jeweils 5 Kämpfe. Von ihnen erhoffen sich die Trainer Manfred Groß und Uwe Bremer noch große Erfolge. Punkte für die KG Vorpommern holten ferner Erik und Gordon Rehbein, Justin Tews, Gustav Kenn und Anthony Foth.
Erfolgreich waren auch 3 Greifswalder Ringer der höheren Altersklassen. Sie hatten ihr Können beim Internationalen Herbstturnier der Kadetten (Jg. 95-93) im polnischen Poznan unter Beweis gestellt. Neben Polen waren die Ukraine, Litauen und Deutschland vertreten. Der Greifswalder Iljan Marziev konnte sich unter den 12 Startern der Gewichtsklasse bis 54 kg immerhin den 6. Platz erarbeiten. Und das, obwohl er mit Jahrgang 97 eigentlich noch gar nicht zu den Kadetten zählt. Christoph Jarmer (50 kg) musste zwei Niederlagen einstecken, konnte sich dann aber mit einem Schulter- und einem Punktsieg Bronze sichern. Mut bewies Tom Zymara (85 kg). Seine Gewichtsklasse war mit keinem weiteren Sportler besetzt. Da die weite Fahrt nicht umsonst gewesen sein sollte, startete er kurz entschlossen im 100 kg – Limit und holte sich hier Bronze. Im Anschluss an das Turnier wurde den Sportlern ein umfangreiches Kulturprogramm geboten. Von der polnischen Gastfreundschaft waren die Greifswalder wieder einmal überwältigt.

Ute Marbach

2. Bundelsiga Nord: KG Rostock/Warnemünde/Vorpommern – WKG Pausa/Plauen

Am Sonnabend Abend standen die Ringer der KG Rostock/Warnemünde/Vorpommern in Torgelow gegen die WKG Pausa/Plauen auf der Matte. Dabei erwies sich Torgelow als Kampfort als Glücksgriff, denn die Mannschaft siegte.
Zum Auftakt kämpfte der noch 15-jährige Alexander Grebensikow in seiner Heimatstadt gegen den 8 Jahre älteren Mike Elschner und schien nach 2 Rundensiegen den Kampf bereits sicher im Griff zu haben. Die größere Routine des erfahreneren Elschner jedoch ließ diesen mit dem Gewinn der 3. Runde wieder zurück ins Match kommen. Auch Runde 4 konnte der Gast, bei ausgeglichenem Punktestand durch den Vorteil der letzten Wertung, für sich entscheiden. Doch nun stach der Trumpf Publikum, denn es stand wie ein Mann hinter seinem „Alex“. Eine technische Wertung, der Runden- und damit auch der Kampfgewinn waren der Lohn. „Mit seinem 3. Erfolg im 3. Kampf ist Alexander schon ein wichtiger Teil der Mannschaft.“ So Trainer Stephan Beilke. Phillip Groß vom Greifswalder RV stand danach kein Gegner gegenüber, so dass die Punkte kampflos an die Gastgeber gingen und diese mit 7 : 2 die Führung ausbauten.
Mitko Kostadinov Asenov hat bereits viele wertvolle Punkte für die Norddeutschen gesammelt, doch am Sonnabend stand ihm mit dem 36-jährigen Gocha Kirkitadze, der bereits einmal 5. der Weltmeisterschaften war, ein zu „schwerer Brocken“ gegenüber. Was Mitko auch versuchte, der Georgier hatte immer eine Antwort und siegte ganz sicher mit 3 : 0, so dass die Sachsen zum 5 : 7 aufschlossen. Im Schwergewicht konnte dann Jim-Erik Petterson die Führung wieder ausbauen, er bezwang Denny Schulz absolut souverän durch 3 x Abbruch der Runde nach technischer Überlegenheit, womit dann auch der Kampf mit diesem Resultat endete und die Führung wieder auf 11 : 5 ausgebaut werden konnte.
Nun rang der zweite Torgelower Youngstar, Evgenij Titovski, gegen Werner Schellenberg. Trotz großen Einsatzwillens konnte sich der 16 Jahre alte Schüler keinen Vorteil erkämpfen und der Bundespolizist aus Pausa gewann verdient nach Punkten. Damit hatten die Gäste wieder auf 8 : 11 verkürzt. Nach der Pause traten Ceven Matthes aus Greifswald und für die Gäste der polnische Vizemeister Adrzej Grzelak an. Auch hier gelang dem Gastgeber bis auf einen schöne Einzelaktion in der 2. Runde, die mit 2 Punkten belohnt wurde, nicht sehr viel und der Pole brachte 3 weitere Mannschaftspunkte auf das Konto der Gäste, die damit ausglichen.
Nun sollten die erfahrenen Kämpfer auf Seiten der Gastgeber die Entscheidung bringen, doch Steffen Lübke lief in der ersten Runde seines Kampfes gegen Silvio Hoffmann in einen Konter und lag plötzlich zurück, mit einer großen Energieleistung gewann er aber noch die Runde. In Runde 2 agierte er dann etwas verhaltener und konzentrierte sich auf seine Stärken. Ein sehr flach angesetzter, aber mit großer Energie durchgezogener Achselwurf von Steffen, beförderte den Pausaer blitzschnell in die Brücke, woraus der Rostocker Student ihn auch nicht mehr „entkommen“ ließ und damit einen Schultersieg erkämpfte. Gleiches gelang danach dem zweiten Schweden Dan Carlberg in Runde 2 seiner Partie. In der 1. Runde hatte er gegen Martin Lehmann noch etwas Mühe doch gewann er auch diese.
Mit den beiden Schultersiegen hatten Steffen und Dan die KG aus Mecklenburg-Vorpommern nun mit 19 : 11 sicher in Führung gebracht und mindestens 1 Punkt aus den beiden letzten Kämpfen musste her, um den Sieg abzusichern. Sowohl Peter Groß als auch Sebastian Nowak wollten mehr als nur das, doch es fiel beiden sehr schwer. Peter hatte mit Francis Weinhold einen sehr agilen Kämpfer vor sich, der die 1. Runde gewann. Peter gelang dann in Runde 2 der Konter und es stand nach Runde 1:1. Francis Weinhold war aber dann den Tic cleverer und siegte in der 3. und 4. Runde, wodurch die Gastgeber noch einmal auf 14 : 20 verkürzten. Sebastian hatte sich in der vergangenen Woche verletzt, wollte aber um jeden Preis seinen Teil zum Erfolg der Mannschaft beitragen. Das Handicap aber ließ ihn nicht wie gewohnt agieren. Sein Gegenüber Martin Waldeck, genau wie Sebastian, im Jugendbereich 2-mal Deutscher Meister, machte es ihm sehr schwer. Runde 1 ging an der Pausaer die Runden 2 und 3 an den Rostocker, doch die 4. Runde sah wieder Waldeck als Sieger, so musste die letzte und 5. Runde entscheiden. Sebastian ging in Führung, doch Martin konnte ausgleichen und ging mit dem Vorteil der letzten Wertung in Führung. Sebastian setzte noch einmal alles auf eine Karte und erkämpfte den Sieg bringenden Punkt und stellte mit seinem 3 : 2 den Endstand zum Mannschaftserfolg her.
„Endlich konnten wir einmal zeigen was wir drauf haben. Insbesondere die jungen Vorpommern zeigen, wie wertvoll auch sie für die Mannschaft sind. Aber auch die vier Leistungsträger Lübke, Nowak, Carlberg und Petterson, haben gezeigt, dass sie für die Mannschaft brennen und nicht bloß „einfach gewinnen“, sondern mit dem bestmöglichen Resultat das Maximum für die Mannschaft beitragen wollen“, sagte Trainer Stephan Beilke hoch zufrieden nach dem Kampf in Torgelow.

Ralf Lenz