Ringernachwuchs erfolgreich auf Demminer Matten

Mit 13 jungen Nachwuchsathleten folgte der Greifswalder Ringerverein der Einladung des Demminer Ringervereins zum XIII. Pokalturnier. Es entstand ein Teilnehmerfeld von insgesamt 149 Sportlern aus 12 Vereinen. Ausgeschrieben war dieses Turnier für die männliche C-,D- und E-Jugend sowie die weibliche Jugend (1999-2003) und die weiblichen Schüler (2004-2010). Für einige Sportler war es die erste  Möglichkeit ihr antrainiertes Können im Wettkampf unter Beweis zu stellen. Unter dem Jubel der Zuschauer und Fans  entstanden zum Teil recht spannende Kämpfe. Am beeindruckendsten waren hierbei die Finalkämpfe von Ben Münchow (kleines Finale um Platz 3) und Sulim Abdursakow (Finale um Platz 1). Für Ben hieß der Gegner Felix Block vom RV Lübtheen. Ben ließ sich diesmal nicht von seinem Kontrahenten beeindrucken und schulterte ihn bereits in der ersten Minute nach Hüftwurf. Das bedeute Bronze für Ben. Sulim durfte dann nach zwei Schultersiegen in den Vorrundenkämpfen, im Finale um den 1. Platz ringen. Hier hieß der Gegner Sean Knauerhase vom SV Luftfahrt Berlin. Dieser Kampf ging über die volle Distanz von 2×2 Minuten. Beide Ringer machten es dem Gegner nicht leicht. Immer wieder setzte Sulim zum Armdrehschwung an, konnte Sean aber nicht auf Schulter halten.  Am Ende musste sich Sulim nach Punkten (7:14) geschlagen geben und erreichte somit Silber. Goldmedaillen sicherten sich Marlon Plönzke (C-Jugend/66kg) und Jeremy Penkert (D-Jugend/34kg). Für Marlon hieß es kampflos Gold. Jeremy besiegte seinen Trainingspartner Tom Mielke durch technische Überlegenheit (18:0).Für Tom somit Silber. Weiteres Silber erkämpften sich Anton Arendt (E-Jugend/19kg) und Elias Ziemba (E-Jugend/31kg). Amy Kirchner (weibliche Jugend bis 55kg) konnte sich hier bei ihrem ersten Turnier noch nicht richtig gegen ihre Mitstreiterinnen durchsetzen, sicherte sich aber den 3. Platz. Jeweils den 5. Platz erzielten Vincent Gergert und Saichan Abdursakow. 6. Platz für Fynn Ole Vollmann, 7. Platz für Louis Nagel und Platz 11 für Ali Mamirov. Mit ihrer tollen Leistung erkämpften die Sportler des Greifswalder RV sich den 4. Platz in der Mannschaftswertung.

Artur Schmidt holt Bronze bei DM Jugend A

Mit hohen Erwartungen hatte Trainer Manfred Groß seine beiden Schützlinge bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend A in Langenlonsheim (Rheinland-Pfalz) antreten lassen.  Auch wenn Artur Schmidt, im Vorjahr Vizemeister, sich die Bronzemedaille erkämpfte, hält sich die Freude bei den Greifswaldern in Grenzen.
Artur Schmidt startete im 100kg Limit. Hier waren zwar lediglich sieben Starter über die Waage gegangen, aber das Los brachte den Greifswalder zusammen mit Kevin Drehmann, den dritten Deutschen Meister des Vorjahres, in einen Pool. Beim Kaderturnier Anfang des Jahres hatte Artur nur knapp gegen den Sachsen verloren. Nach einem Freilos am Freitag startete Artur mit einem souveränen Sieg über Daniel Wilhauk in das Turnier. Bei einem Punktestand von 8:2 beförderte er den Sportler vom TSV Herbrechtingen nach einem sauberen Kopf-Hüft-Wurf auf die Schultern. Am Nachmittag stand dann der entscheidende Kampf gegen den Favoriten an. Kevin Drehmann  vom KSV Pausa, der an der Sportschule trainiert, gelang es von Anfang an, Artur passiv aussehen zu lassen. Der Sachse war dem Greifswalder körperlich und kräftemäßig überlegen, so dass Artur nicht zum Zuge kam, sondern nur gegenhalten konnte. Schön aber, dass er auch, als er wegen Passivität in den Boden musste, gegenhalten konnte, so dass es Drehmann nicht gelang, die Rolle durchzubringen. Die Begegnung endete mit einem Punktsieg (4:0) für Drehmann. Mit der Zweitplatzierung im Pool war für Artur auch die Chance auf Silber verloren. Am Sonntag lieferte er jedoch einen schönen Finalkampf gegen Nico Schmidt ab und sicherte sich damit den Bronzerang. Nach einem Armdreher konnte Artur den Kontrahenten vom KSV Taisersdorf ganz überlegen schultern. Und das trotz einer Rippenverletzung.
Karl Marbach startete im 85kg Limit. Hier waren zehn Athleten gemeldet. Er begann am Freitag mit einem Punktsieg (10:2) über Ruben Pfeiffer von der SG Arheiligen. Mehrfach brachte er seinen Gegner per Rumreißer zu Boden, kämpfte aber verhalten, um Kräfte zu schonen. Am Samstag konnte er Arne Kornrumpf von der WKG Untere Nahe nach Soupless schultern. In den beiden folgenden Begegnungen gelang es Karl nicht, den Kopf frei zu bekommen. Beide Gegner waren ihm weder körperlich noch technisch überlegen, hatten jedoch stärkere Nerven. Karl kämpfte nicht energisch um die Faßart, zeigte nicht das überlegene Auftreten der letzten Turniere. Am Ende verlor er beide Begegnungen knapp nach Punkten (4:2 bzw. 4:5). Sicher hatte er im Vorfeld auch etwas Pech, da seit drei Wochen gesundheitlich angeschlagen und noch bis Donnerstag unter Medikamenten. Aber auch einige umstrittene Kampfrichterentscheidungen können die Niederlagen nicht erklären. Im Finale um Platz Fünf, als aller Druck von ihm abgefallen war, kämpfte Karl wieder wie gewohnt. Bereits in der ersten Runde konnte er Markus Chmiel vom RV Riegelsberg nach einem Soupless überlegen schultern. Nach dem vierten Platz im Vorjahr konnte Karl sich über den fünften Platz dann aber wenig freuen.
Trainer Groß fasst zusammen: „Natürlich hatten wir uns mehr erhofft. Aber wir haben gelernt. Artur Schmidt hatte Lospech. Wäre er im anderen Pool gelandet, hätte er gegen Drehmann im Finale gestanden und Silber gesichert. Drehmann war ihm natürlich körperlich überlegen. Artur muss Konsequenzen ziehen. Er wiegt lediglich 94 kg. Entweder, er geht auf 85kg oder er legt Gewicht zu, um im 100kg Limit mehr Masse entgegensetzen zu können. Karl hätte ganz klar im Finale stehen müssen, Das waren gleichwertige Gegner. Er muss einfach lernen, mit dem Druck umzugehen, dann steht er im nächsten Jahr am Ende endlich auch da, wo er hingehört.“
Ansonsten gab es für Mecklenburg-Vorpommern noch einen 6. Platz für Nikita Günter (76kg) vom SAV Torgelow. Seine beiden Teamkollegen Kevin Tran (54kg) und Max Mietzner (69kg) blieben diesmal noch ohne Chancen, gehörten allerdings auch zu den jüngsten Jahrgängen. Bei den Freistilern gab es Silber für Moritz Langer (42kg) vom PSV Rostock und Alexander Biederstädt (85kg) vom RV Lübtheen.
In zwei Wochen starten die Greifswalder zusammen mit den Torgelowern, den Lübtheenern und Demminern bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend. Hier liebäugeln sie nach dem überraschenden dritten Platz im Vorjahr wieder mit einer Medaille. Ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften muss aber drin sein, meint Trainer Groß.
U.Marbach

 

DRB Sichtungsturnier

Zwei Sportler des Greifswalder Ringervereins sollten am vergangenen Wochenende beim Sichtungsturnier des Deutschen Ringerbundes den Bundestrainern ihr Können präsentieren. Während alle anderen Gewichtsklassen gut besetzt waren, stand für die beiden Greifswalder Talente leider jeweils nur ein Gegner bereit.
Artur Schmidt (100kg), im letzten Jahr Drittplatzierter der Deutschen Meisterschaft im 85kg-Limit , traf hier auf Kevin Drehmann vom KSV Pausa, ebenfalls Drittplatzierter, jedoch schon da in der Kategorie bis 100kg. Drehmann erzielte in der ersten Runde nach einem missglückten Armdreher für die Sicherung im Boden zwei Punkte. In der zweiten Runde griff Artur aktiver und zielgerichteter an, konnte aber eine knappe 3:2 Punktniederlage nicht mehr verhindern.
Karl Marbach konnte im 85kg-Limit Nikolous Papadopoulus vom SV Ebersbach besiegen. Gleich in den ersten Sekunden ließ sich Karl von einem Kopf-Hüft-Wurf überraschen, der dem Gegner vier Punkte brachte, obwohl Karl ihn übertragen konnte. In der zweiten Runde ließ Karl keine weiteren gegnerischen Wertungen zu und erkämpfte sich selbst vier Punkte mit Runterreißer, Sicherung im Boden und Rolle. Das Herausdrängen des Gegners aus der Kampfzone brachte dem Greifswalder einen weiteren Punkt und damit den Sieg nach Punkten (5:4). Im Anschluss an das Turnier erhielt Karl Marbach die Möglichkeit, an einem dreitägigen Techniktraining des Bundestrainers teilzunehmen.
Trainer Groß hatte sich von dem Kaderturnier mehr Kämpfe für seine Sportler erhofft. Die hätten sie als Vorbereitung auf die anstehende Deutsche Meisterschaft im April, bei der er schließlich von beiden eine Medaille erwartet, dringend benötigt. Für die zweite Ferienwoche steht darum ein Trainingslager in Weißrussland auf dem Plan.
Ute Marbach

 

Trainingslager und Turnier in Molodetschno

Sechs Sportler des Greifswalder Ringervereins waren für eine Woche bei einem befreundeten Sportverein im weißrussischen Molodetschno zu Gast. Nach einem fünftägigen gemeinsamen Trainingslager ließ Trainer Manfred Groß vier seiner mitgereisten Schützlinge vor Ort an einem großen internationalen Turnier teilnehmen. In vier Altersklassen gingen hier insgesamt 300 Mattenkämpfer über die Waage.
Artur Leimann und Max Fritzsche konnten verletzungsbedingt leider nicht antreten.
Geworg Ibashyan erkämpfte sich im 59 kg Limit der Altersklasse Kinder Jahrgang 2003 und jünger einen fünften Platz. Zwei Begegnungen beendete er zwar als Schultersieger, aber zwei Schulterniederlagen musste er auch einstecken. Dabei hatte er hier schon sicher zum Kopf-Hüft-Wurf gegriffen, dann aber nicht schnell genug gezogen, so dass die Gegner dieses Zögern nutzen und ihrerseits den Wurf ausführen konnten.
Erfolgreichster Sportler des Teams war Karl Marbach (85 kg), der sich im 17 Teilnehmer starken Feld der Kadetten (Jahrgang 2000-2001) souverän durchsetzte. Insgesamt hatte er vier Kämpfe zu absolvieren. Drei Begegnungen beendete er vorzeitig wegen Technischer Überlegenheit mit 8:0, 12:4 und 8:0. Dabei setzte er vor allen auf Schulterwurf und Rolle. Ein Punktsieg (6:1) vervollständigte seinen Erfolg. Damit scheint Karl fit zu sein für die im April anstehenden Deutschen Meisterschaften. Trainer und Sportler planen eine Medaille fest ein, Karl bekennt ehrgeizig: „Ich will den Titel.“ Für den kommenden Monat hat ihn der Deutsche Ringerbund für die Teilnahme am zentralen Trainingslehrgang der Kadetten nominiert.
Auch Ilian Marziev (75 kg) und Artur Schmidt (100 kg) landeten in Weißrussland  auf Medaillenrängen. Für beide gab es Bronze im Bereich der Junioren. Ilian musste sich in der ersten Begegnung mit 11:2 geschlagen geben, konnte dann aber einen Punktsieg (4:0) für sich verbuchen. Artur startete mit einem Sieg wegen Technischer Überlegenheit (10:2). Der Umstand, dass sich in seiner Gewichtsklasse die Starter gegenseitig besiegt hatten, bescherte ihm am Ende Bronze, obwohl er zwei Niederlagen (0:8 und 2:10) einstecken musste.
Ute Marbach

KG Lübtheen beendet Oberligasaison auf Platz 3

Anfang Dezember konnte die KG Lübtheen II, die Kampfgemeinschaft der Greifswalder, Torgelower und Lübtheener Ringer, im letzten Duell der Oberliga noch mal mit einem Sieg aufwarten und in Kiel die Kampfgemeinschaft Kiel/Lübeck mit 15:12 bezwingen. Die Greifswalder Artur Schmidt (98kg, FR) und Artur Leimann (66kg, GR) sowie die Lübtheener Silvio Klink (59kg, FR) und Alex Fuhr (70 kg, FR) konnten diesmal nicht punkten. Für die KG Lübtheen erfolgreich waren die Greifswalder Ilian Marziev, Christoph Jarmer, Karl Marbach und Bahaeddin Moradi. Marziev siegte kampflos, da die Gastgeber die Klasse bis 75 kg nicht besetzen konnte. Moradi konnte im klassischen Stil im 130kg-Limit einen Punktsieg über Varos Petkaiaen erzielen und seiner Mannschaft damit drei Punkte sichern. Und das, obwohl er deutlich weniger Gewicht auf die Waage brachte als sein Gegner. Marbach (85kg, GR) punktete mehrfach mit Armdreher und Rolle und beendete seine Begegnung mit einem deutlichen 15:0. Sein Sieg wegen technischer Überlegenheit brachte dem Team vier Mannschaftspunkte. Vor der letzten Begegnung des Abends stand es 12:11 für die Kieler. Alles war noch offen, der letzte Kampf sollte die Entscheidung bringen. Einen deutlichen Schlusspunkt setzte jedoch erneut Jarmer im freien Stil der 75kg-Klasse. Nach einem Beinangriff von Magamed Magamedov klammerte Jarmer sich an dessen Fuß, sperrte den Kopf, nahm den Kieler in die Zange und zwang ihn gnadenlos unter dem Jubelschrei seiner Mannschaft auf den Rücken. Mit diesem Schultersieg bescherte er der KG Lübtheen II vier weitere Mannschaftspunkte und damit den Sieg über die KG Kiel/Lübeck.
Damit beendet das junge Team von Trainer Manfred Groß die Saison 2015 in der Oberliga Gruppe Nord auf dem dritten Platz. Eigentlich war man mit höheren Erwartungen angetreten. Der zweite Platz hätte es auch werden können, doch zur Rückrunde in Hamburg war der Lübtheener Teil der Mannschaft fünf Minuten zu spät zum Wiegen erschienen. Zwar wurden die Kämpfe noch ausgetragen, aber die Begegnung ging dem Reglement entsprechend trotz aller Proteste mit einem 24:0 Sieg für die Hamburger in die Liste ein, obwohl die KG Lübtheen II mit 13:9 siegte. Für das Team erfolgreich waren die Greifswalder Christoph Jarmer (75kg, GR, Technische Überlegenheit), Karl Marbach (85kg, GR, Punktsieg) und Bahaeddin Moradi (130kg, GR, Technische Überlegenheit) sowie der Lübtheener Alexander Biederstädt (98 kg, FR, Technische Überlegenheit).

Ute Marbach

Venne Cup in Herning

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Ringern aus dem dänischen Herning und den Vereinen aus Vorpommern währen bereits über 20 Jahre. Trotz der großen Entfernung nutzten die Greifswalder auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, beim Venne-Cup des Brydeclub Herning zu starten. Ausgerichtet wurde das Turnier in vier Alters- bzw. Leistungsbereichen. Neben den Neulingen (Jahrgänge 2008-2005) waren die Jugend (Jahrgänge 2004-2001), die Junioren (Jahrgänge 2000 bis 1995) und die weibliche Jugend vertreten. Bei diesem Turnier gingen 164 Aktive an den Start.
Die fünfzehn Greifswalder Athleten um Trainer Manfred Groß sicherten sich elf Medaillenränge, drei vierte Plätze und einen 7. Platz.
Gold gab es bei den Junioren im 76 kg Limit für Ilian Marziev, der am Ende zudem als Bester Kämpfer des Turniers ausgezeichnet wurde. Im Poolfinale hatte er zuvor in einer spannenden Begegnung seinen Trainingspartner Christoph Jarmer nach Punkten besiegt, wenngleich hier jedoch die Wertungen des Kampfrichters mitunter fragwürdig waren. Christoph blieb damit nur noch die Chance auf Bronze. Wie schon zwei Mal in den Vorrunden schulterte er auch seinen Finalgegner nach Soupless. Bronze konnte sich auch Artur Schmidt (100 kg) sichern. Karl Marbach (85kg) kämpfte sich mit zwei Schultersiegen ins große Finale, musste sich hier aber dem starken Polen Patryk Boniecki, Vizemeister der Kadetten-EM 2012, geschlagen geben. Am Ende aber Silber für den erst 15 Jahre alten Jungen in der Altersklasse der bis zu 20 Jahre alten Athleten. Einen vierten Platz gab es dann bei den Junioren noch für den ebenfalls erst 15 Jahre alten Artur Leimann (63 kg), der endlich im  griechisch-römischen Stil angekommen zu sein scheint.
Bei der Jugend überzeugte in stark besetzten Gewichtsklassen erneut das Bruderpaar Sulim und Samad Abdursakow. Nach zwei schönen Schultersiegen nach Armdreher konnte Sulim (38 kg) das Finale jedoch nicht für sich entscheiden. Silber für den jüngeren der beiden also. Samad (53 kg) ging gleich in seiner ersten Begegnung einem Kopfhüftwurf hinterher und hatte damit nur noch die Chance auf Bronze. Nach einem Schultersieg konnte er als Poolzweiter auch das kleine Finale mit einem Schultersieg beenden und sich über Bronze freuen. Ebenfalls Bronze gab es für Geworg Ibashyan (59 kg), der seinen Teamkollegen Tim Wichmann auf den vierten Platz verwies. Auch Max Fritzsche landete in der zahlenmäßig stark besetzten Gewichtsklasse bis 47 kg auf dem undankbaren vierten Platz. Er hatte vier Poolkämpfe zu bestreiten, von denen er drei mit Schultersiegen beendete. Das Finale um Bronze ging über die volle Kampfzeit, endete aber trotz seiner stetigen Angriffe nicht zu seinen Gunsten. Marlon Plönzke (66 kg) blieb diesmal ohne Chancen.
Bei den Mädchen siegte Sophia Kniephoff über ihre jüngere Schwester Sarah. Da die beiden keine weiteren Gegner hatten, konnten sie sich in ihrem ersten Einzelturnier über Gold und Silber freuen.
In der jüngsten Altersklasse zeigten Tom Mielke (32 kg) und Ben Münchow (35 kg) schöne Kämpfe. Beide mussten sich nur einmal geschlagen geben und erkämpften Silber. Tom attackierte seine Gegner zielsicher und mutig, setzte vor allem auf Armdreher sowie Armdurchzug und sicherte sich damit zwei Schultersiege. Auch Ben schulterte seine Gegner nach Armdreher bzw. Kopfhüftwurf.
Trainer Groß zog am Ende eine positive Bilanz: „Trotz kleiner Fehler in einigen Begegnungen wiesen meine Sportler im gesamten Turnierverlauf ihr hohes Leistungspotential nach und zeigten durchweg selbstbewusstes und offensives Kampfverhalten.“
Ute Marbach 

Skoda Cup Demmin 2015

Beim Skoda Cup, dem traditionellen Mannschaftsturnier der Hansestadt Demmin, gingen am Wochenende fünf Mannschaften an den Start.  Neben einem Berliner Team waren mit der Kampfgemeinschaft Rostock/Warnemünde, der Kampfgemeinschaft Greifswald/Torgelow, dem Demminer Ringerverein und dem Ringerverein Lübtheen vier Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern angetreten.
Jede Mannschaft hatte zwölf Gewichtsklassen mit Sportlern der  Jahrgänge 2003 bis 2007 zu besetzen. Die Kämpfe wurden im Wechsel der beiden Stilarten ausgetragen.
Die KG Greifswald/Torgelow musste zunächst eine Niederlage gegen die Berliner hinnehmen. In der anschließenden Begegnung gegen die KG Rostock/Stralsund lag das Team Greifswald/Torgelow 28:0 zurück,  konnte dann zwar auf 28:20 verkürzen, aber für einen Sieg reichte es nicht mehr. Auch gegen die Lübtheener konnte eine Niederlage (28:20) nicht vermieden werden. Den Demminer RV konnte das Team Greifswald/Torgelow mit 28:20 bezwingen. Hier waren auch die zwei Greifswalder Mädchen Sarah und Sophia Kniephoff erfolgreich.
Punkte für die KG Greifswald/Torgelow holten vor allem die Greifswalder Tom Mielke (31 kg), Sulim Abdursakow (42 kg), Samad Abdursakow (50 kg) und Geworg Ibashyan (55 kg). Sie konnten in allen vier Begegnungen ihre Gegner auf Schulter beherrschen. Lediglich Max Fritzsche musste sich gegen einen Berliner Starter geschlagen geben, steuerte aber auch drei Schultersiege bei.
Am Ende hatte die Berliner Mannschaft die Nase vorn. Den zweiten Platz sicherte sich der RV Lübtheen vor der KG Rostock/Stralsund. Die Kampfgemeinschaft der Ringer aus Greifswald und Torgelow belegte den vierten Platz. Schlusslicht wurde der Gastgeber.
Ute Marbach

Oberliga: KG Lübtheen – SC Roland Hamburg

Nach der Heimpleite vor zwei Wochen konnten die KG Lübtheen II, die Kampfgemeinschaft der Ringer aus Greifswald, Lübtheen und Torgelow, am vergangenen Samstag in der Ringerhalle in der Krullstraße den SC Roland Hamburg klar bezwingen und damit in der Tabelle der Oberliga Gruppe Nord auf den zweiten Platz vorrücken.
Das Team profitierte zunächst davon, dass die Gäste sowohl die höchste als auch die niedrigste Gewichtsklasse nicht besetzen konnten. Damit strichen Torsten Schmal (59 kg) und Bahaeddin Moradi (130 kg) kampflos jeweils vier Mannschaftspunkte ein. Alex Fuhr (66 kg, FR) sicherte in einem über die volle Kampfzeit von sechs Minuten gehenden spannendenden Duell mit seinem Punktsieg (11:4) über Hussein Karimov der Mannschaft zwei Punkte. Anschließend konnte Peter Groß im 96 kg-Limit wegen Technischer Überlegenheit (17:1) vier weitere Mannschaftspunkte beisteuern. Trotz der Niederlage ist dem Hamburger Trainer Tomas Matz Respekt zu zollen, der hier als 55-Jähriger selbst angetreten war, um die Startberechtigung seiner Mannschaftat zu sichern. Ohne Chancen blieb Artur Leimann (70 kg, GR) gegen Hussein Karimov. Auch Jonas Fentzahn (75 kg, FR) konnte gegen den erfahrenen Hamburger Artur Guloyan nicht punkten. Alexander Biederstädt (86 kg, FR) ließ das Punktekonto der Gastgeber mit seinem Sieg über Levon Asatrjan wegen Technischer Überlegenheit (15:0) jedoch um weitere vier Punkte anwachsen. Einen schönen Schlusspunkt setzte der Greifswalder Christoph Jarmer (75 kg, GR), der im letzten Kampf des Abends seinen Hamburger Rivalen Sanel Halilovic schon in der zweiten Kampfminute nach Soupless schulterte und damit die Halle jubeln ließ.
Weiter geht es für die KG Lübtheen II in der Oberliga am 21.11. mit der Rückrunde gegen die KG Hennigsdorf/Tegel. Will das Team weiter vorrücken, ist hier auch hier ein Sieg notwendig.

U.Marbach

Oberliga: KG Lübtheen – KG Hennigsdorf/Tegel

Nach drei Jahren gibt es in Greifswalder endlich wieder Mannschaftskämpfe im Oberligabereich. Die Greifswalder Ringer treten aus Kosten- und Kadergründen in der Oberliga Gruppe Nord gemeinsam mit Athleten aus Torgelow und Lübtheen als KG Lübtheen II an. Nach dem gelungenen Saisonauftakt vor zwei Wochen – hier hatte man in Lübtheen die KG Lübeck/Kiel mit 20:9 geschlagen, hoffte man am letzten Samstag natürlich auf einen weiteren Sieg. In der heimischen Ringerhalle in der Krullstrasse traf die KG Lübtheen II auf die KG Hennigsdorf/Tegel. Die wiederum hatten vor zwei Wochen den SC Roland Hamburg dominiert.
Eigentlich ist der Aufstieg in die Regionalliga erklärtes Ziel, aber dass man die Berliner diesmal gewiss nicht schlagen wird, war Trainer Groß wohl schon klar, als er sah, dass die Hauptstädter bis auf Mick Schrauber nur mit erfahrenen Füchsen angereist waren, alle um die 28 Jahre und älter. Greifswald hingegen präsentierte eine junge Mannschaft, die meisten gerade mal 15 bis 17 Jahre alt. Und so war das Endergebnis von 9:19 dann auch keine so große Überraschung.
Die Punkte für die Gastgeber sicherten Alexander Ginc (59 kg, GR) wegen Aufgabe (4 Punkte) des Gegners, Christoph Jarmer (70 kg, GR) mit Schultersieg (4 Punkte) und Bahaeddin Moradi mit Punktsieg (1 Punkt). Star des Abends war ohne Frage Christoph Jarmer, der lediglich 30 Sekunden benötigte, um André Paris auf die Schulter zu zwingen. Als er beide Arme des Gegners geschnürt hielt und alle den Wurf nach hinten erwarteten, legte er ihn, als dessen Zug nachließ, geistesgegenwärtig nach vorn direkt auf Schulter ab. Das brachte ihm neben dem Jubel der Mannschaft einen begeisterten Aufschrei des Publikums und tosenden Beifall ein. Dem schlanken Greifswalder traut man auf den ersten Blick solche Kraftaktionen gar nicht zu, aber wer sich auskennt in der Greifswalder Ringerszene, der weiß, dass Christph Jarmer genau für solche Aktionen bekannt ist.
Pech hatte Artur Schmidt (98 kg, GR), der sich während des Kampfs eine Schulterverletzung zuzog, die ihn zur Aufgabe zwang. Steffen Jung (75 kg, FR) musste sich der technischen Überlegenheit seines Gegners fügen, konnte – noch neu in der Mannschaft – sein Trainingskönnen hier nicht vollständig abrufen. Artur Leimann (66 kg, FR) konnte eine Schulterniederlage gegen den Berliner Meister Nick Schraube nicht verhindern. Zwar 85 kg schwer, aber mit 15 Jahren dennoch das Küken der Mannschaft, musste sich Karl Marbach (86 kg, FR) am Ende nach Punkten geschlagen geben. Sein erster Einsatz in der Liga ging gleich über die volle Kampfzeit von sechs Minuten und noch dazu im Freistil. Im Jugendbereich sind lediglich vier Minuten üblich. Zwar war sein 28jähriger Gegner Tim Siebert, Mitteldeutscher Meister, konditionsmäßig in der zweiten Runde am Ende, aber auch Karl fehlte da dann die Kondition für den von Trainer und Mannschaft geforderten entscheidenden Angriff.
Am spannendsten war die Begegnung zwischen dem Greifswalder Ilian Marziev (75 kg, GR) und seinem Berliner Kontrahenten Michael Martinke, mehrfacher deutscher Meister und Teilnehmer bei Europa- und Weltmeisterschaften. Zwar lag Ilian schnell nach Punkten hinten, aber er machte auf die Zuschauer  dennoch immer den Eindruck,  als könnte er das Ruder noch rumreißen. Als jedoch beide zum Wurf Brust gefasst hatten und die Halle den Atem anhielt, riskierte Ilian nicht sofort. Dieses  leichte Zögern reichte Martinke. Erfahren nutzte er den Stillstand, fing den Wurf ab und zwang Ilian auf die Schulter. Dennoch ein spannendes Duell auf Augenhöhe.
Auf die Frage, warum er nicht auch erfahrenere Kämpfer zum Einsatz gebracht hat, erklärt Coach Groß, dass die Fans hier in Greifswald natürlich auch Greifswalder Ringer auf der Matte sehen wollen. „Außerdem geht es doch nicht allein darum, auf Biegen und Brechen zu gewinnen. Die Jungs, die nachrücken sollen, brauchen Kämpfe, um Erfahrungen sammeln zu können. Gebt denen mal noch ein zwei Jahre, dann sieht das schon ganz anders aus.“
Ute Marbach

 

Oberliga: KG Lübtheen – KG Kiel/Lübeck

Am vergangenen Samstag starteten die Greifswalder Ringer in die neue Oberligasaison der Gruppe Nord. Gemeinsam mit den Ringern aus Lübtheen und Torgelow treten sie hier als Kampfgemeinschaft Lübtheen an. Weiterhin vertreten in der Gruppe Nord sind der SC Roland Hamburg, die Kampfgemeinschaft Hennigsdorf/Tegel und die Kampfgemeinschaft Kiel/Lübeck.
Die KG Lübtheen lieferte in Lübtheen einen deutlichen Sieg (20:9) über die KG Kiel/Lübeck ab. Punkte für die KG Lübtheen sicherten Torsten Schmal (59 kg, GR), Alex Fuhr (66 kg, FR), Alexander Biederstädt (86 kg, FR), Peter Groß (98 kg, GR) und Bahaeddin Moradi (130 kg, FR). Der Greifswalder Peter Groß konnte nach Runterreißer seinen Gegner mehrfach rollen und siegte wegen Technischer Überlegenheit. Auch der Greifswalder Bahaeddin Moradi beendete mit 20:4 Wertungspunkten seine Begegnung technisch überlegen und sicherte der Mannschaft damit die Höchstwertung. Für Eric Uteß aus Greifswald war es vor allem ein Kampf gegen das Gewicht. Mit lediglich 65 kg Körpergewicht musste er sich anstrengen, um das notwendige Startgewicht von 66,1 kg für das 70kg-Limit zu erreichen. Zunächst ging sein Gegner mit 4:0 in Führung, in Folge gelang es Eric zwar auf 5:4 zu verkürzen, aber für einen Sieg reichte die Zeit reichte nicht mehr aus. Durch seinen Einsatz gab er aber lediglich einen Mannschaftspunkt ab. Geschlagen geben mussten sich auch Eric Pillat und Jonas Fentzahn.
Im letzten Jahr lag die Kampfgemeinschaft Lübtheen zum Saisonende auf dem dritten Platz. Das deutliche Endergebnis von 20:9 in der ersten Begegnung lässt Hoffnung aufkommen, dass die Kampfgemeinschaft in diesem Jahr besser abschneiden könnte. Trainer Groß gibt sich optimistisch und hofft in diesem Jahr auf den Tabellensieg.
Schon am 17. Oktober trifft die KG Lübtheen auf die KG Hennigsdorf / Tegel. Dann wird erstmals seit drei Jahren in der Greifswalder Ringerhalle in der Krullstraße wieder ein Ligakampf stattfinden. Trainer Groß möchte hier vorwiegend Greifswalder Ringer einsetzen. Dabei sein werden voraussichtlich Artur Leimann, Christoph Jarmer, Ilian Marziev, Steffen Jung, Karl Marbach, Artur Schmidt und Bahaeddin Moradi.
Ute Marbach