Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier / Oberliga

Mit der Wiederbelebung des Werner-Seelenbinder-Gedenkturniers erinnert der SV Berlin Buch e.V. an den Berliner Ringer, der Vierter bei den Olympischen Spielen von 1936 wurde und 1944 von den Nazis hingerichtet wurde. In Leipzig gab es bis 1989 ein Turnier zu Ehren Werner Seelenbinders, das als größtes Ringerturnier der DDR galt. Noch weit entfernt vom damaligen zahlen- und qualitätsmäßigen Niveau, sind die Berliner aber auf dem besten Weg, ein bedeutendes Traditionsturnier zu etablieren.

Zur nunmehr vierten Auflage ließ Trainer Manfred Groß sieben Greifswalder Athleten antreten. Besonders gespannt war er auf das Abschneiden von Tim Wichmann und Geworg Ibashyan im 63+ Limit der Jugend B. „Die beiden haben vor einem halben Jahr von der Kindergruppe in die Trainingsgruppe der Jugendlichen und Männer gewechselt.“ Beide Sportler überzeugten ihren Trainer in Berlin. Tim Wichmann punktete vor allem mit Rumreißer, Souplesse und Kopfrolle. Vier Schultersiege konnte er verbuchen. Auch seinen Trainingspartner  Geworg Ibashyan zwang er auf die Schulter. „Bis vor wenigen Wochen hab ich gegen Geworg meist verloren“, freut sich Tim. Lediglich gegen Cedrik Dellit aus Zella-Mehlis verlor Tim unglücklich nach Selbstleger. Da dieser jedoch von Geworg nach Punkten besiegt wurde, landete Tim dennoch auf dem ersten Platz, Geworg auf dem Bronzerang. „Die beiden sind ebenbürtig, vielleicht ist Geworg technisch etwas besser, aber Tim eben cleverer, reagiert im Kampf auch schneller auf meine Hinweise. Das Training mit den älteren Sportlern hat sich für beide definitiv ausgezahlt“, lobt der Trainer. Auch Samad Abdursakow (63kg, B-Jugend), der zwei Gegner schulterte und eine Punktniederlage hinnehmen musste, landete wegen der besseren Punktedifferenz ganz vorn. Artur Leimann (Kadetten, 69kg) gewann Silber vor seinem Teamkollegen Artem Veselkov. Im 100kg-Limit der Kadetten fand sich für Karl Marbach nur ein einziger Gegner, den er jedoch problemlos beim Punktestand von 13:0 schulterte. „Das war kein Gegner für Karl. Er gehört auch nicht in diese Gewichtsklasse. Wenn er bei den Deutschen Meisterschaften im Frühjahr vorn mitringen will, muss er sich wieder auf das 85kg Limit konzentrieren, denn bei den Titelkämpfen stehen andere Kaliber und von 100kg ist Karl zu weit entfernt“, rät Trainer Groß. In Anbetracht der geringen Teilnehmerzahl im Höchstgewicht der Kadetten handelte Trainer Groß für Artur Schmidt die Teilnahme bei den Junioren aus. Hier lieferte Artur schöne Kämpfe, bezwang seine Gegner nach Wurf über die Brust technisch überlegen bzw. auf Schulter. Am Ende wurde er Zweiter, weil er gegen Felix Kästner aus Pausa ohne Chancen blieb. Trainer Groß erklärt: „Artur beherrscht den Wurf Brust sicher, aber hier war es nicht klug, darauf zu setzen. Der Gegner war zu lang und konnte immer übertragen.“

Von Berlin ging es am Abend gleich weiter nach Magdeburg zum Einsatz der KG RV Lübtheen II, der Kampfgemeinschaft der Greifswalder, Lübtheener und Torgelower Ringer in der Oberliga Mitteldeutschland. Nachdem die Kämpfe in der Hauptrunde beider Staffeln abgeschlossen sind, musste das Team in der Play-Off-Runde als Zweitplatzierter der Gruppe A gegen den Erstplatzierten der Gruppe B, den Magdeburger SV, antreten. Da Lübtheens Freistiler beim Kaderturnier in Kleinostheim verpflichtet waren, mussten sämtliche Gewichtsklassen durch klassische Ringer besetzt werden. „Entsprechend schlecht waren unsere Chancen. Außerdem trafen unsere Jungs auf eine gestandene Mannschaft, keiner jünger als 24. Bei uns sind bis auf drei Sportler keiner älter als 16“, erklärt der Trainer. Nur Artur Schmidt (100kg, GR) und Peter Groß (82kg, GR) konnten der Mannschaft Punkte sichern. Am Ende blieb es bei einem ernüchternden 27:5. In der kommenden Woche wird das Team mit einer hoffentlich besseren Besetzung versuchen, in der Rückrunde die Sache noch zu kippen.

Ute Marbach

Brandenburg Cup / Ergebnisse Ostseepokal / Ergebnis Oberliga

Beim 25. Internationalen Brandenburg-Cup in Frankfurt/Oder, dem derzeit größten Ringerturnier im Nordosten Deutschlands, gingen am vergangenen Samstag ca. 280 Sportler aus neun Nationen, darunter Russland, Ungarn, Schweden und natürlich Deutschland über die Waage. „Das Turnier war bisher stets hochklassig besetzt und bietet damit eine hervorragende Möglichkeit des internationalen Leistungsvergleichs“, begründet Trainer Manfred Groß den Einsatz der Greifswalder Athleten. Sieben Sportler hatte er ursprünglich gemeldet, krankheitsbedingt konnten dann diesmal jedoch lediglich vier seiner Schützlinge teilnehmen.
Aus Sicht des Trainers war die Silbermedaille von Artur Leimann im 63kg-Limit der Kadetten die größte Überraschung. Der 15 Jährige trainierte  fünf Jahre im freien Stil. Erst seit ca. anderthalb Jahren ist er im Greifswalder Ringerverein aktiv. „Die Umstellung vom Freistil zum klassischen Stil war verdammt schwer für mich“, gesteht der Junge. Und der Trainer erklärt: „Wir trainieren im Verein im griechisch-römischen Stil. Hier sind nur Griffe bis zur Gürtellinie erlaubt, der Einsatz der Beine ist verboten. Als Freistiler war Artur jedoch auf die Beine fixiert. Außerdem musste er lernen, aufrechter zu kämpfen.“ Im letzten Jahr blieb Artur beim Brandenburg Cup noch ohne Chancen, schied wegen des KO-Systems schon nach der ersten Runde aus. In diesem Jahr bezwang er in den Vorrunden sowohl den Polen Igor Krasowski nach aus dem Stand gezogener Kopfrolle als auch Tien Nguyen Ho aus Frankfurt/Oder nach Schleuder auf Schulter. Technisch überlegen beherrschte er Felix Reith von der SG Arheiligen. Lediglich gegen Jarod Budach von SV Grün Weiß Weißwasser konnte sich Artur nicht behaupten, ließ sich immer wieder doppelt aufziehen und erkannte nicht, dass er aus dieser Position selbst zum Kopf-Hüft-Wurf hätte greifen können. Da sich die Starter seines Pools gegenseitig besiegt hatten, kam Artur wegen seiner höheren Einzelwertung (Schultersieg 5 Punkte, Technische Überlegenheit 4 Punkte) dennoch ins Grosse Finale. Hier musste er sich allerdings der Erfahrenheit des Niederländers Marcel Sterkenburg geschlagen geben. Insgesamt bestätigt Arturs Abschneiden jedoch, dass er im Klassischen Stil angekommen ist.
Bei den Kadetten gab es für Karl Marbach ebenfalls Silber. Der hatte im 85kg-Limit den ersten Kampf verpatzt, konnte sich aber mit seinem Schultersieg über den Polen Kacper Kropka am Ende den zweiten Platz sichern.
Im Bereich der B-Jugend bereicherte Tim Wichmann die Ausbeute der Greifswalder durch eine weitere Silbermemedaille. Im 69kg-Limit war er lediglich Salomon Fayzulaev vom SV Fellbach unterlegen, bezwang aber sowohl Hanno Hänsel vom SAV Torgelow als auch Teamkollegen Geworg Ibashyan, der diesmal auf dem undankbaren vierten Platz landete.

Die jüngsten Greifswalder Ringer vertraten den Verein derweil beim Ostseepokal in Rostock. Hier gab es Gold für Anton Arendt (20kg) und Ali Mamirov (23kg) sowie Bronze für Elias Ziemba (35kg). Einen vierten Platz erkämpfte sich Finnja Arendt (31kg) bei den weiblichen Schülern. Tom Mielke (38kg) landete in der Jugend D auf dem 6. Platz.

In der Oberliga Mitteldeutschland konnte das Team der KG Lübtheen II zwei Gewichtsklassen nicht besetzen, unterlag der WKG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann mit 15:19 und fällt damit auf den 3. Platz der Tabelle zurück.

 

Oberliga: 1. Hennigsdorfer RV : KG RV Lübtheen II

In der Rückrunde der Oberliga Mitteldeutschland konnte die Kampfgemeinschaft RV Lübtheen II (Lübtheen, Greifswald, Torgelow) den 1. Hennigsdorfer RV wie bereits in der Hinrunde mit 13:14 knapp besiegen.
Für die KG Lübtheen waren erfolgreich Artur Leimann (66kg, GR, Greifswald) mit Schultersieg, Artur Schmidt (100kg, FR, Greifswald) und Silvio Klink (57kg, GR, Lübtheen) mit Technischer Überlegenheit sowie Fabian Schmidt (71kg, FR, Lübtheen) mit 2:0 Punktsieg. Kevin Tran (61kg, FR, Torgelow), Karl Marbach (90 kg, GR, Greifswald) und Ceven Matthes (90kg, FR, Greifswald) konnten Punktniederlagen nicht verhindern, sorgten aber mit geringen Punktdifferenzen dafür, dass die Hennigsdorfer nur zwei bzw. einen Mannschaftspunkt erhielten. Christoph Jarmer (76kg, GR, Greifswald) und Jonas Fentzahn (82kg, FR, Lübtheen) blieben diesmal ohne Chancen.
In der Tabelle steht die KG RV Lübtheen II auf dem zweiten Platz.
Auch in der Zweiten Bundesliga war der RV Lübtheen erfolgreich, besiegte sowohl den KFC Leipzig (12:18) als auch AVG Markneukirchen (22:10) und führt damit weiter die Tabelle an.
Weiter geht es in der Oberliga Mitteldeutschland am kommenden Wochenende mit der Rückrunde gegen den stärksten Gegner der Gruppe, die WKG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann, dem man in der Hinrunde so eindeutig unterlegen war.
Die Jugend B und die Kadetten des Greifswalder Ringervereins werden am darauffolgenden Wochenende beim Internationalen Brandenburg Cup in Frankfurt/Oder antreten.
Ute Marbach

 

Oberliga: KG Lübtheen II gegen 1. Luckenwalder Sportclub

Nach der dramatischen Niederlage gegen den Tabellenführer konnte die KG Lübtheen II, die Kampfgemeinschaft der Ringer aus Lübtheen, Greifswald und Torgelow, am vergangenen Wochenende in der Oberliga Mitteldeutschland gegen den 1. Luckenwalder Sportclub klar überzeugen. Landesverbandschef Uwe Bremer, der dafür plädiert, hier in der Oberliga den Nachwuchs zum Zuge kommen zu lassen, fühlt sich nach den Kämpfen darin bestätigt. „Die jungen Sportler konnten heute erleben, dass für die Mannschaft nach lange nicht alles verloren ist, wenn man die ersten Kämpfe abgeben muss“ Nach den ersten drei Begegnungen lag das junge Team nämlich mit 0:12 zurück, da für Silvio Klink (57 kg, FR, Lübtheen) und Kevin Tran (61kg, GR, Torgelow) nichts zu holen war und man das 130kg Limit unbesetzt lassen musste. Doch danach gab die Kampfgemeinschaft keine Punkte mehr ab. Der Greifswalder Karl Marbach (100kg, GR) sicherte dem Team mit seinem Punktsieg über den 29jährigen Michael Nachtigall die ersten zwei Mannschaftspunkte. Es folgte der Sieg von Jan-Lukas Block (66kg, FR, Lübtheen), der wurfstark und dynamisch die Höchstwertung wegen technischer Überlegenheit einbrachte. Ebenfalls technisch überlegen präsentierte sich Ceven Matthes (90kg, FR, Greifswald), der seinem Gegner mit unermüdlichen Beinangriffen zusetzte und mit einem Punktestand von 18:2 gleichfalls vier Mannschaftspunkte sicherte. Besonders spannend machte es der Greifswalder Artur Leimann (71kg, GR), der sich zunächst schwer tat mit seinem Gegner, dann aber immer wieder risikobereit warf, seinen Gegner zum Ende der zweiten Runde schulterte und die Kampfgemeinschaft damit in Führung gehen ließ. Peter Groß (82kg, GR, Greifswald) baute den Vorsprung mit seinem Punktsieg aus. Einen schönen Abschluss gab es durch den Lübtheener Jonas Fentzahn (76kg, FR). Er ließ dem Luckenwalder Rivalen keine Chance und siegte mit einer Punktdifferenz von 16 Punkten wegen technischer Überlegenheit.
Am Ende konnte die Kampfgemeinschaft den 1. Luckenwalder Sportclub mit einem Mannschaftsergebnis von 21:12 sicher dominieren. Damit liegt das Team auf dem dritten Platz der Tabelle. Zwar punktgleich mit dem Tabellenersten, der KG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann, aber mit einer höheren Punktdifferenz. Weiter geht es am kommenden Wochenende mit den Rückrundenkämpfen, zunächst gegen den 1. Hennigsdorfer RV.
In der Zweiten Bundesliga führt der RV Lübtheen nach seinem 22:2 Sieg über den SC Germania Artern die Tabelle an. Hier geht es am Sonntag gegen den KFC Leipzig.

Oberliga: KG Lübtheen II gegen Hennigdorf und Salzgitter

Da Greifswalds Ringer auch in diesem Jahr keine eigene Mannschaft stellen können, treten sie sowohl in der Oberliga Mitteldeutschland als auch in der 2. Bundesliga Nord erneut gemeinsam mit den Ringern aus Lübtheen und Torgelow als Kampfgemeinschaft Lübtheen an. Während Lübtheen die Bundesliga noch weitestgehend selbst abdecken kann, kommen in der Oberliga zunehmend Greifswalder zum Einsatz. Greifswalds Ringertrainer Manfred Groß lässt neben erfahrenen Kämpfern auch seinen jugendlichen Nachwuchs hier antreten, da ansonsten besonders in diesem Altersbereich die Wettkampfmöglichkeiten in Norddeutschland doch sehr begrenzt sind.
Die erste Begegnung der Saison beendete das junge Oberligateam vor einer Woche siegreich. Mit einem Endergebnis von 14:13 konnten sie den 1. Henningdorfer RV knapp bezwingen. Für die KG Lübtheen II holten hier die Lübtheener Fabian Schmidt (66 kg, FR), Jonas Fentzahn (76 kg, FR) und Max Kriwoschein (130 kg, FR) mit 2:0 Punktsiegen sowie die beiden Greifswalder Peter Groß (82kg, GR) und Ceven Matthes (90 kg, FR) mit 4:0 Siegen wegen Aufgabe bzw. Technischer Überlegenheit Mannschaftspunkte. Artur Schmidt (Greifswald, 100kg, GR) gab lediglich einen Punkt ab. Für Silvio Klink (Lübtheen, 57 kg, FR), Kevin Tran (Torgelow, 61 kg, GR) und Artur Leimann (Greifswald, 71 kg, GR) waren die Gegner einfach noch eine Nummer zu groß.
Nach dem schönen Saisonstart hatte das Team am vergangenen Wochenende dann eine bittere Niederlage einzustecken. In Salzgitter musste man sich dem Gastgeber mit 26:4 geschlagen geben. Wobei die vier Punkte auch noch kampflos an den Greifswalder Karl Marbach gingen, weil die KG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hannover das 100 kg Limit nicht besetzen konnte. Verbandschef und Mannschaftsführer Uwe Bremer lobt seine Mannschaft dennoch: „Das Ergebnis sagt nichts über den Kampfgeist unserer Truppe aus. Wir haben sechs Jugendliche in der Mannschaft, die hier ausnahmslos absolut erfahrenen Männern gegenüberstanden und sich teuer verkauft haben.“ Der Greifswalder Peter Groß (82 kg, GR) gab lediglich einen Punkt ab. Auch Artur Leimann (Greifswald, 71 kg, GR) hielt die Punktdifferenz gering und gab dadurch nur 2 Mannschaftspunkte ab, beim Lübtheener Fabian Schmidt (66 kg, FR) waren es drei Punkte. Alle anderen verloren wegen Technischer Überlegenheit des Gegners, also mit 15 Punkten Differenz, aber keiner der jungen Kämpfer im Team der KG Lübtheen II ließ sich von der Überlegenheit der Gegner beeindrucken. Alle Kämpfe gingen über spannende zwei Runden.
In der Zweiten Bundesliga gab es für die KG Lübtheen I bereits zwei Siege. Der RSV Rotation Greiz wurde mit 17:9 bezwungen, der RSK Gelenau mit 36:0.
Ute Marbach

Greifswalder Ringer holen 7x Gold und 2x Silber beim Opel-Cup

Bei strahlendem Sonnenschein konnte der SAV Torgelow am 04.06.2016 seinen traditionellen Opel-Cup für die Ringkämpfer zwischen 6 und 14 Jahren im Torgelower Freibad durchführen. Angereist waren 107 Sportler aus 15 Vereinen. Die Mannschaften kamen aus Dänemark, Polen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und natürlich Mecklenburg-Vorpommern. Auch der Greifswalder Ringerverein ließ es sich nicht nehmen und stellte 16 Nachwuchsathleten. Ermittelt wurden die Sieger in drei Altersklassen und insgesamt 25 Gewichtsklassen. Es galt 154 Kämpfe zu bestreiten.

Bei den jüngsten der D/E-Jugend lieferten Anton Arendt (19kg) und Ali Mamirov (21kg) jeweils zwei tolle Kämpfe und sicherten sich verdient Gold. Für Sarah Wendt (23kg) ging es nach zwei Schultersiegen und nur einer Niederlage auf das Silbertreppchen. Auch Jeremy Penkert (34kg) konnte sich mit drei Siegen und einer Niederlage die Silbermedaille erkämpfen. Weitere Platzierungen in dieser Altersklasse waren auf dem 5. Platz Elias Ziemba (31kg) und Tom Lewin Mielke (34kg), Platz 6 für Fynn-Ole Vollmann (25kg) und Saichan Abdursakow (27kg). Finnja Arendt und Luis Nagel, beide 27kg, diesmal noch chancenlos auf Platz 8 und 9.

In der C-Jugend starteten Sulim Abdursakow (42kg) und Marlon Plönzke (+54kg). Beide überzeugten, indem sie gekonnt ihre Gegner nach Arm-Dreh-Schwung und Wurf Brust schulterten ohne auch nur einen Punkt abzugeben. Das bedeutete für beide Ringer Gold.

Für die B-Jugend hatte der Verein vier Eisen im Feuer. Als Turniersieger konnten Samad Abdursakow (58kg), Tim Wichmann (63kg) und Geworg Ibashyan (+63kg) mit durchweg souveräner Leistung aus diesem Turnier hervorgehen. Malte Plaehsmann, ebenfalls Gewichtsklasse ab 63kg, hatte hier, bei seinem ersten Turnier, seinen Kontrahenten noch nicht viel entgegen zu setzen und landete auf dem 6. Platz.

In der Endabrechnung bedeuteten diese tollen Einzelleistungen den 2. Platz in der Vereinswertung, nur knapp hinter den Gastgebern vom SAV Torgelow.

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Jugend 2016

Die Kampfgemeinschaft der Ringer aus Lübtheen, Greifswald und Torgelow (KG Lübtheen) hatte sich bei der diesjährigen Jugendmannschaftsmeisterschaft eine Platzierung unter den ersten sechs ausgerechnet. Im letzten Jahr hatte die KG mit nur acht Startern noch Bronze geholt. Diesmal sollte es aber am Ende wirklich beim sechsten Platz unter den elf angetretenen Mannschaften bleiben. Auch in diesem Jahr musste die KG eine Gewichtsklasse unbesetzt lassen und damit in jeder Begegnung vier wertvolle Punkte abgeben.
In der ersten Poolrunde traf die Kampfgemeinschaft wie im Vorjahr auf den SV Luftfahrt Berlin. Im letzten Jahr konnte man die Berliner bezwingen, in diesem Jahr musste man sich mit 17.20 knapp geschlagen geben. Weiter ging es allerdings mit einem knappen 15:14 Sieg über die WKG Weitenau-Wieslet. Der WKG Pausa/Plauen musste sich das norddeutsche Team anschließend aber mit 20:11 geschlagen geben. Mit dem folgenden Sieg über den KSV Köllerbach, den sie mit 15:20 bezwingen konnten, sicherten sich die Norddeutschen als Pooldritte den Einzug ins Finale um Platz 5. Leider war gegen den KSV Winzeln nichts auszurichten. Trotz guter Kämpfe blieb es bei einer 23:12 Niederlage und damit Platz 6 für die Kampfgemeinschaft Lübtheen.
Erfolgreichste Starter im norddeutschen Team waren ohne Frage das Brüderpaar Alexander und Andrej Ginc (SAV Torgelow, 58 und 69 kg GR), die alle Begegnungen siegreich beendeten, und zwar beide vier Mal technisch überlegen (4:0) und einmal mit Punktsieg (3:0) sowie Alexander Biederstädt (RV Lübtheen, 100 kg FR), der drei 3:0 Punktsiege für die Mannschaft holte, einmal technisch überlegen (4:0) und einmal kampflos siegte. Weitere Punkte für die KG Lübtheen sicherten Fabian Schmidt und Jan Lukas Block (beide Lübtheen, 63 kg, FR) mit jeweils einem 3:0 Punktsieg sowie Silvio Klink (Lübtheen, 54 kg FR) und Karl Marbach (Greifswald, 85kg GR) mit jeweils einem 1:0 Punktsieg und einem Schultersieg. Sten Brauer (Torgelow, 42 kg GR), Marat Tschetschenov (Torgelow, 50 kg GR) und Nikita Günter (Torgelow, 76 kg FR) blieben ohne Chancen.
Deutscher Mannschaftsmeister wurde der Gastgeber KV Riegelsberg vor der WKG Pausa/Plauen und dem SV Johannis Nürnberg. Der SV Luftfahrt Berlin belegte den vierten Platz. In der nächsten Woche wird im Bereich der Schüler der Mannschaftsmeister ermittelt.
U.Marbach

Ringernachwuchs erfolgreich auf Demminer Matten

Mit 13 jungen Nachwuchsathleten folgte der Greifswalder Ringerverein der Einladung des Demminer Ringervereins zum XIII. Pokalturnier. Es entstand ein Teilnehmerfeld von insgesamt 149 Sportlern aus 12 Vereinen. Ausgeschrieben war dieses Turnier für die männliche C-,D- und E-Jugend sowie die weibliche Jugend (1999-2003) und die weiblichen Schüler (2004-2010). Für einige Sportler war es die erste  Möglichkeit ihr antrainiertes Können im Wettkampf unter Beweis zu stellen. Unter dem Jubel der Zuschauer und Fans  entstanden zum Teil recht spannende Kämpfe. Am beeindruckendsten waren hierbei die Finalkämpfe von Ben Münchow (kleines Finale um Platz 3) und Sulim Abdursakow (Finale um Platz 1). Für Ben hieß der Gegner Felix Block vom RV Lübtheen. Ben ließ sich diesmal nicht von seinem Kontrahenten beeindrucken und schulterte ihn bereits in der ersten Minute nach Hüftwurf. Das bedeute Bronze für Ben. Sulim durfte dann nach zwei Schultersiegen in den Vorrundenkämpfen, im Finale um den 1. Platz ringen. Hier hieß der Gegner Sean Knauerhase vom SV Luftfahrt Berlin. Dieser Kampf ging über die volle Distanz von 2×2 Minuten. Beide Ringer machten es dem Gegner nicht leicht. Immer wieder setzte Sulim zum Armdrehschwung an, konnte Sean aber nicht auf Schulter halten.  Am Ende musste sich Sulim nach Punkten (7:14) geschlagen geben und erreichte somit Silber. Goldmedaillen sicherten sich Marlon Plönzke (C-Jugend/66kg) und Jeremy Penkert (D-Jugend/34kg). Für Marlon hieß es kampflos Gold. Jeremy besiegte seinen Trainingspartner Tom Mielke durch technische Überlegenheit (18:0).Für Tom somit Silber. Weiteres Silber erkämpften sich Anton Arendt (E-Jugend/19kg) und Elias Ziemba (E-Jugend/31kg). Amy Kirchner (weibliche Jugend bis 55kg) konnte sich hier bei ihrem ersten Turnier noch nicht richtig gegen ihre Mitstreiterinnen durchsetzen, sicherte sich aber den 3. Platz. Jeweils den 5. Platz erzielten Vincent Gergert und Saichan Abdursakow. 6. Platz für Fynn Ole Vollmann, 7. Platz für Louis Nagel und Platz 11 für Ali Mamirov. Mit ihrer tollen Leistung erkämpften die Sportler des Greifswalder RV sich den 4. Platz in der Mannschaftswertung.

Artur Schmidt holt Bronze bei DM Jugend A

Mit hohen Erwartungen hatte Trainer Manfred Groß seine beiden Schützlinge bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend A in Langenlonsheim (Rheinland-Pfalz) antreten lassen.  Auch wenn Artur Schmidt, im Vorjahr Vizemeister, sich die Bronzemedaille erkämpfte, hält sich die Freude bei den Greifswaldern in Grenzen.
Artur Schmidt startete im 100kg Limit. Hier waren zwar lediglich sieben Starter über die Waage gegangen, aber das Los brachte den Greifswalder zusammen mit Kevin Drehmann, den dritten Deutschen Meister des Vorjahres, in einen Pool. Beim Kaderturnier Anfang des Jahres hatte Artur nur knapp gegen den Sachsen verloren. Nach einem Freilos am Freitag startete Artur mit einem souveränen Sieg über Daniel Wilhauk in das Turnier. Bei einem Punktestand von 8:2 beförderte er den Sportler vom TSV Herbrechtingen nach einem sauberen Kopf-Hüft-Wurf auf die Schultern. Am Nachmittag stand dann der entscheidende Kampf gegen den Favoriten an. Kevin Drehmann  vom KSV Pausa, der an der Sportschule trainiert, gelang es von Anfang an, Artur passiv aussehen zu lassen. Der Sachse war dem Greifswalder körperlich und kräftemäßig überlegen, so dass Artur nicht zum Zuge kam, sondern nur gegenhalten konnte. Schön aber, dass er auch, als er wegen Passivität in den Boden musste, gegenhalten konnte, so dass es Drehmann nicht gelang, die Rolle durchzubringen. Die Begegnung endete mit einem Punktsieg (4:0) für Drehmann. Mit der Zweitplatzierung im Pool war für Artur auch die Chance auf Silber verloren. Am Sonntag lieferte er jedoch einen schönen Finalkampf gegen Nico Schmidt ab und sicherte sich damit den Bronzerang. Nach einem Armdreher konnte Artur den Kontrahenten vom KSV Taisersdorf ganz überlegen schultern. Und das trotz einer Rippenverletzung.
Karl Marbach startete im 85kg Limit. Hier waren zehn Athleten gemeldet. Er begann am Freitag mit einem Punktsieg (10:2) über Ruben Pfeiffer von der SG Arheiligen. Mehrfach brachte er seinen Gegner per Rumreißer zu Boden, kämpfte aber verhalten, um Kräfte zu schonen. Am Samstag konnte er Arne Kornrumpf von der WKG Untere Nahe nach Soupless schultern. In den beiden folgenden Begegnungen gelang es Karl nicht, den Kopf frei zu bekommen. Beide Gegner waren ihm weder körperlich noch technisch überlegen, hatten jedoch stärkere Nerven. Karl kämpfte nicht energisch um die Faßart, zeigte nicht das überlegene Auftreten der letzten Turniere. Am Ende verlor er beide Begegnungen knapp nach Punkten (4:2 bzw. 4:5). Sicher hatte er im Vorfeld auch etwas Pech, da seit drei Wochen gesundheitlich angeschlagen und noch bis Donnerstag unter Medikamenten. Aber auch einige umstrittene Kampfrichterentscheidungen können die Niederlagen nicht erklären. Im Finale um Platz Fünf, als aller Druck von ihm abgefallen war, kämpfte Karl wieder wie gewohnt. Bereits in der ersten Runde konnte er Markus Chmiel vom RV Riegelsberg nach einem Soupless überlegen schultern. Nach dem vierten Platz im Vorjahr konnte Karl sich über den fünften Platz dann aber wenig freuen.
Trainer Groß fasst zusammen: „Natürlich hatten wir uns mehr erhofft. Aber wir haben gelernt. Artur Schmidt hatte Lospech. Wäre er im anderen Pool gelandet, hätte er gegen Drehmann im Finale gestanden und Silber gesichert. Drehmann war ihm natürlich körperlich überlegen. Artur muss Konsequenzen ziehen. Er wiegt lediglich 94 kg. Entweder, er geht auf 85kg oder er legt Gewicht zu, um im 100kg Limit mehr Masse entgegensetzen zu können. Karl hätte ganz klar im Finale stehen müssen, Das waren gleichwertige Gegner. Er muss einfach lernen, mit dem Druck umzugehen, dann steht er im nächsten Jahr am Ende endlich auch da, wo er hingehört.“
Ansonsten gab es für Mecklenburg-Vorpommern noch einen 6. Platz für Nikita Günter (76kg) vom SAV Torgelow. Seine beiden Teamkollegen Kevin Tran (54kg) und Max Mietzner (69kg) blieben diesmal noch ohne Chancen, gehörten allerdings auch zu den jüngsten Jahrgängen. Bei den Freistilern gab es Silber für Moritz Langer (42kg) vom PSV Rostock und Alexander Biederstädt (85kg) vom RV Lübtheen.
In zwei Wochen starten die Greifswalder zusammen mit den Torgelowern, den Lübtheenern und Demminern bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend. Hier liebäugeln sie nach dem überraschenden dritten Platz im Vorjahr wieder mit einer Medaille. Ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften muss aber drin sein, meint Trainer Groß.
U.Marbach

 

DRB Sichtungsturnier

Zwei Sportler des Greifswalder Ringervereins sollten am vergangenen Wochenende beim Sichtungsturnier des Deutschen Ringerbundes den Bundestrainern ihr Können präsentieren. Während alle anderen Gewichtsklassen gut besetzt waren, stand für die beiden Greifswalder Talente leider jeweils nur ein Gegner bereit.
Artur Schmidt (100kg), im letzten Jahr Drittplatzierter der Deutschen Meisterschaft im 85kg-Limit , traf hier auf Kevin Drehmann vom KSV Pausa, ebenfalls Drittplatzierter, jedoch schon da in der Kategorie bis 100kg. Drehmann erzielte in der ersten Runde nach einem missglückten Armdreher für die Sicherung im Boden zwei Punkte. In der zweiten Runde griff Artur aktiver und zielgerichteter an, konnte aber eine knappe 3:2 Punktniederlage nicht mehr verhindern.
Karl Marbach konnte im 85kg-Limit Nikolous Papadopoulus vom SV Ebersbach besiegen. Gleich in den ersten Sekunden ließ sich Karl von einem Kopf-Hüft-Wurf überraschen, der dem Gegner vier Punkte brachte, obwohl Karl ihn übertragen konnte. In der zweiten Runde ließ Karl keine weiteren gegnerischen Wertungen zu und erkämpfte sich selbst vier Punkte mit Runterreißer, Sicherung im Boden und Rolle. Das Herausdrängen des Gegners aus der Kampfzone brachte dem Greifswalder einen weiteren Punkt und damit den Sieg nach Punkten (5:4). Im Anschluss an das Turnier erhielt Karl Marbach die Möglichkeit, an einem dreitägigen Techniktraining des Bundestrainers teilzunehmen.
Trainer Groß hatte sich von dem Kaderturnier mehr Kämpfe für seine Sportler erhofft. Die hätten sie als Vorbereitung auf die anstehende Deutsche Meisterschaft im April, bei der er schließlich von beiden eine Medaille erwartet, dringend benötigt. Für die zweite Ferienwoche steht darum ein Trainingslager in Weißrussland auf dem Plan.
Ute Marbach