XV. Pokalturnier in Demmin

Bereits am Samstag waren unsere Ringer zu den XV. Pokalturnier in der Hansestadt Demmin zu Gast.
 
8 Athleten unseres Vereins traten in den unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen in Demmin an und zeigten ihr können. Gegener aus den unterschiedlichsten Vereinen galt es in der Disziplin Griechisch-Römisch sowie Freistil zu bezwingen.
 
Am Ende des Tages zeigte sich Trainer Jörg Schulz nicht ganz so zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. Konnten sich Ali Mamirov und Anton Arendt den Titel in ihren Gewichtsklassen sichern, reichte es doch für die meisten Greifswalder Ringer nicht für das Treppchen.

DM Jugend B und Osterturnier Utrecht

Auch bei der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend (Jg 2004/2005) in Frankfurt/Oder war in diesem Jahr für die Greifswalder Ringer nichts zu holen. Dabei hatte Trainer Manfred Groß seinem Schützling Ben Münchow im mit 18 Startern besetzten 38kg-Limit durchaus eine Medaille zugetraut. In der ersten Runde lief es auch super für den Greifswalder. Nach drei Minuten konnte er bei einem Punktestand von 16:5 Daniel Bershauer vom ASV Karthause schultern. In der zweiten Runde zeigte sich Ben eigentlich noch überlegener, beherrschte Henning Prütz aus Farnkfurt/Oder scheinbar ganz sicher. Er lag bereits 10:0 in Führung, als sein Gegner ihn mit einem Kopf-Hüft-Wurf überraschte und schulterte. Trainer Groß weiß: „Hier war Ben zu aufgedreht. Er sollte eigentlich nur noch sicher verteidigen, stürmte aber weiter vor.“ Die folgende zweite Niederlage gegen Erik Negwer aus dem Erzgebirge, den späteren Vizemeister, bedeutete für Ben dann das Ausscheiden. Am Ende stand ein 11. Platz zu Buche.
Vincent Below und Marc Denz blieben in der Gewichtsklasse bis 57kg in diesem Jahr noch ohne Chancen. Bei Pech im Los standen sich die beiden Greifswalder in der ersten Runde gleich gegenüber. Hier war Vincent erfolgreich und konnte seinen Teamkollegen schultern. Die folgende Begegnung verlor er jedoch und war damit aus dem Rennen um die Medaillen. Auch Marc konnte keinen Sieg mehr verbuchen. Am Ende Platz 11 und 16 für die beiden Greifswalder.
„Für meine drei Jungs waren dies die ersten Deutschen Meisterschaften. Das war alles wahnsinnig aufregend für sie. Bei Marc und Vincent hatten wir uns noch nichts ausgerechnet, aber Ben hätte um Bronze ringen müssen. Da waren Gegner in seinem Pool, die er hätte bezwingen können. Aber dieser Anspannung war er einfach noch nicht gewachsen. Nächsten Jahr läufts besser“, resümiert Trainer Groß.

Lediglich ein Greifswalder Sportler startete bei Europas größtem Jugendturnier „Easter Wrestling“ im niederländischen Utrecht. Bei diesem zum 49. Mal ausgetragen Turnier starteten 691 Athleten aus 21 Ländern der Welt.
Im nordisch ausgetragenen Turnier verlor Karl Marbach (97kg) lediglich die erste Begegnung gegen Ungarns Junioren-Weltmeisterschaftsteilnehmer Robert Ersek, den späteren Turniersieger. Offensichtlich noch nicht ganz dabei, ließ er sich hier gleich in den ersten Sekunden von einem Armdreher überraschen und anschließend rollen. Zwar gab er im weiteren Kampfverlauf keine Wertungen mehr ab, konnte aber auch selbst nicht punkten. „So einem Armdreher kann man mal nachgehen, aber die anschließende Rolle hätte Karl nicht abgeben dürfen. Hier fehlt ihm noch Biss im Kampf um jede Wertung“, sind sich sein Heimtrainer Groß und Andreas Bering, Karls Trainer an der Sportschule Leipzig, einig. Im folgenden Turnierverlauf blieb Karl ungeschlagen. Zunächst sicherte er sich mit Satiev und Durchdreher einen 8:0 Sieg über den Schweizer Jeremy Vollenweider. Ebenfalls 8:0 und damit ein weiterer Sieg wegen technischer Überlegenheit gelang ihm gegen Giorgi Shavadze aus Georgien. Gegen Mirco Lemaic vom SV Fellbach erkämpfte Karl über die volle Kampfzeit von sechs Minuten einen 4:2 Punktsieg. Noch vor zwei Wochen war Karl bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften nach einer 2:1 Punktniederlage gegen Lemaic im Viertelfinale ausgeschieden. Damals hatte Karl geführt, bevor ihm wegen angeblicher Beinarbeit Sekunden vor dem Ende Punkte abgezogen wurden. „Ich weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll,“ kommentiert Karl nach diesem Kampf. „Natürlich bin ich froh, Lemaic besiegt und damit die Möglichkeit der Revanche genutzt zu haben. Aber wenn ich daran denke, dass mich bei der deutschen Meisterschaft die vermeidbare Niederlage gegen ihn von einer Medaille getrennt hat, bin ich echt sauer.“
Mit zwei Siegen wegen Technischer Überlegenheit sowie einem Punktsieg hat sich der noch 17jährige Karl in der Altersklasse der 18-20jährigen die Silbermedaille erkämpft. Andreas Bering erläutert, dass solche hochkarätigen Turniere mit hoher internationaler Beteiligung wichtig für Karl seien, um Vertrauen in die eigene körperliche Kraft aufzubauen und die Erkenntnis zu festigen, dass er vorn mitringen kann, wenn er weiter diszipliniert seine technischen Fähigkeiten ausbaut.
Ute Marbach

DM Junioren

Einen weiten Weg hatten unsere zwei Athleten am vergangenen Wochenende zu bewältigen. Zusammen mit Trainer Manfred Groß ging es nach Hemsbach (Nordbaden) zu den diesjährigen Titelkämpfen der Junioren.
Schon nach dem Wiegen und der Auslosung der Kampfansetzungen stand fest, dass es besonders für den erst 17jährigen Karl Marbach in der mit 13 Kämpfern stark besetzten Gewichtsklasse bis 97 kg schwer werden würde, ganz weit nach vorn zu kommen. Unglücklicherweise trafen nämlich alle Medaillengewinner der Vorjahre in seiner Gruppe zusammen, während die erste Gruppe mit weniger bekannten Athleten besetzt war. Positiv allerdings, dass Karl die erste Begegnung gegen Kilian Marcus Schäfer vom KSV Köllerbach mit 8:0 technisch überlegen beenden konnte. Im Viertelfinale gegen Mirco Lemaic vom SV Fellbach unterlag er dann jedoch nach Punkten 2:1. So richtig zufrieden zeigte sich Trainer Groß nicht. Allerdings zweifelte er eher an den Entscheidungen der Kampfrichter als an der Kampfleistung seines Schützlings. Karl wurde in Führung liegend die Wertung wegen einer vermutlichen Beinarbeit wieder abgezogen, was am Ende die Niederlage bedeutete. Da sein Kontrahent auch nicht das Finale erreichte, blieb dem Boddenstädter die Chance auf die Hoffnungsrunde und damit der Kampf um die Bronzemedaille verwehrt. Am Ende stand ein 8. Platz zu Buche. „Karl hat noch Zeit“, tröstet Trainer Andreas Bering von der Sportschule in Leipzig, an der Karl seit einem halben Jahr trainiert. Und Heimtrainer Manfred Groß pflichtet ihm bei: „Mit 17 zählte Karl hier zu den Jüngsten im Feld der bis zu 20 Jahre alten Athleten, der kann in den kommenden Jahren bei den Junioren noch zwei Mal angreifen.“
Auch Artur Schmidt (130kg) gewann seinen Auftaktkampf gegen Marvin Söll vom AC Werdau technisch überlegen und kam somit eine Runde weiter. Anschließend blieb er jedoch gegen Julian Lifke ohne Chancen. Als Zweitplatzierter seines Pools konnte er dann im Kampf über Kreuz gegen den Erstplatzierten des anderen Pools, den späteren Deutschen Meister Franz Richter aus Markneukirchen, nichts ausrichten. Auch im Finale um den 3. Platz konnte Artur gegen Julian Lifke nicht punkten. Allerdings muss gesagt werden, dass der Athlet vom KSV Appenweier ca. 25 kg mehr auf die Waage brachte. „Artur war auch auf Grund arbeits- und krankheitsbedingter Trainingsausfälle nicht optimal in Form“, räumt Trainer Groß ein. „Dafür ist der vierte Platz am Ende dann doch ganz gut und auch ihm bleibt ja noch ein Jahr bei den Junioren.“
Für Mecklenburg-Vorpommern gab es dann aber doch noch einen Meistertitel. Den holte sich im 60kg-Limit Andrej Ginc, Ausnahmetalent des SAV Torgelow und Schüler der Sportschule Frankfurt/Oder. Sten Brauer (55kg), ebenfalls SAV Torgelow, blieb ohne Chancen.
Ute Marbach

 

Norddt. Meisterschaften

Die Norddeutschen Meisterschaften, die am letzten Wochenende in Lübtheen ausgetragen wurden, gestalteten sich zu einem Mammutturnier. Von 11:00 bis 21:00 Uhr wurden in den einzelnen Gewichtsklassen der Altersklassen B/C- Jugend, A-Jugend und Männer in beiden Stilarten auf vier Matten die Meistertitel ermittelt.
Für die elf Greifswalder Ringer um Trainer Manfred Groß standen am Ende zehn Platzierungen im klassischen Stil zu Buche. Ferner gab es dann noch einen vierten Platz für Marc Denz (57 kg, Jugend B/C), der sich nach einem Punktsieg und einer Schulterniederlage im kleinen Finale seinem Teamkollegen Sulim Abdursakow geschlagen geben musste. Malte Plaehsmann landete im 80kg-Limit der Jugend A auf dem 6. Platz, hatte sich aber unter anderem drei Athleten der Sportschule Frankfurt/Oder stellen müssen.
„Ein sehr gutes Turnier kämpften Ben Münchow und Ceven Matthes“, lobt Trainer Groß seine Schützlinge, „wobei Ceven natürlich schon ein alter Fuchs auf der Ringermatte ist.“ Mit zwei Punktsiegen und einem Schultersieg erkämpfte er sich in von Kraft und Kondition bestimmten Kämpfen die Goldmedaille im 87kg-Limit der Männer. „Mit Ben haben wir in den letzten Wochen verstärkt die Wurftechniken trainiert. Schön, dass er hier mit Schulterwurf und Armdreher punkten konnte. Dass er dann dem Torgelower Max Flatau in einen Kopf-Hüft-Wurf lief, der zur Schulterniederlage führte, kann mal passieren,“ erklärt der Trainer. Am Ende gab es für Ben nach zwei Schultersiegen und zwei Niederlagen wegen der Punkteverteilung doch noch verdient Silber in der Gewichtsklasse bis 38 kg der Jugend B/C.
Silber erkämpfte sich mit zwei Schultersiegen auch Samad Abdursakow (65kg, Jugend A). Lediglich einem Athleten vom Türkischen Ringerverein Berlin musste er sich geschlagen geben. Für Tim Wichmann gab es in dieser Gewichtskategorie Bronze. Ebenfalls Bronze sicherte sich mit zwei Schultersiegen bei einer Punktniederlage Sulim Abdursakow.
Spannend machte es Artur Leimann. Er lieferte sich mit Abu Gadaev ein hartes Duell mit einem handballwürdigen Punktestand von 19:20. Artur lag nach Punkten zurück, als es ihm in der letzten Kampfminute dann nach Wurf doch noch gelang, den Gegner vom SV Berlin Buch zu schultern. Mit einem weiteren Schultersieg konnte er sich den Norddeutschen Meistertitel im 65kg-Limit der Männer sichern.
Mit einem Punktsieg konnte sich auch Khasan Akberdaev (Jugend A) Gold erkämpfen. Bei den Männern gab es dann zwei weitere Goldmedaillen für Artur Schmidt (130kg) und Karl Marbach (97kg). Die beiden jungen Athleten, die in drei Wochen für Greifswald bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren antreten werden, gaben hier keinen Punkt ab und siegten technisch überlegen.
In der Vereinswertung belegten die Greifswalder Ringer den vierten Platz. Vorn lag der SC Roland Hamburg vor dem 1.Luckenwalder SC und dem SV Luftfahrt Berlin.
Ute Marbach

 

Ringer zu Gast beim Kolding Cup

Ebenfalls am Samstag, den 20. Januar, war eine kleine Gruppe unserer Ringer in Kolding (Dänemark) zum internationalen Kolding Cup zu Gast.

Amy Kirchner rang in der Gewichtsklasse bis 53 kg um eine Medaille, leider musste sie sich all ihren Gegnerinnen geschlagen geben und landete somit auf dem 5. Platz. Finnja Arendt legte zwei ihrer Gegner auf Schulter, musste sich jedoch auch zwei ihrer Gegnerinnen geschlagen geben und landete somit auf dem 3. Platz.

Claudia Arendt feierte ihr Debüt für den Greifswalder Ringerverein in Dänemark. Nach drei absolvierten Kämpfen standen zwei Siege und eine Niederlage auf dem Zettel. Damit rang sie sich ebenfalls auf Platz 3 von 6 Kämpferinnen.

Eine ganz starke Leistung zeigte Artur Leimann. Er musste sich ebenfalls in drei Kämpfen seinen Gegner stellen. Hierbei legte er zwei seiner Gegner auf Schulter und überzeugte im letzten Kampf mit technischer Überlegenheit. Somit landete er am Ende des Tages ganz oben auf dem Treppchen vor seinen insgesamt 5 Kontrahenten.

Trainer Christoph Schulz zeigte sich zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge.

Offene Landesmeisterschaften Berlin

Am Samstag waren unsere Ringer zu den offenen Landesmeisterschaften Berlin beim TUS Hellersdorf 88 e.V. zu Gast.
 
9 Athleten unseres Vereins traten in den unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen in Berlin an und zeigten ihr können. Gegener aus den unterschiedlichsten Vereinen galt es in der Disziplin Griechisch-Römisch zu bezwingen.
 
Am Ende des Tages zeigte sich Trainer Jörg Schulz nicht ganz so zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. Konnte sich Vincent Below den Titel in seiner Gewichtsklasse sichern, reichte es doch für die meisten Greifswalder Ringer nicht für das Treppchen.
 
Lediglich Tim Wichmann (2. Platz) und Samad Abdursakow (3. Platz) konnten sich zusätzlich aufs Podest ringen.

Werner Seelenbinder Gedenkturnier in Berlin

Greifswalder Ringerverein am Samstag in Berlin zum Werner Seelenbinder Gedenkturnier

Am Samstag ging es für die älteren Ringer des Vereins ganz früh los in die Hauptstadt – nach Berlin. 112 Teilnehmer nahmen dort an dem diesjährigen Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier teil, darunter auch unsere 7 Greifswalder. Gerungen wurde in den Altersklassen C/D-Jugend, B-Jugend und Kadetten im Stil griechisch-römisch.

Das schwerste Los zog diesmal Tom Mielke. Er trat in einer, mit 13 Teilnehmern, sehr stark besetzten Alters- und Gewichtsklasse an, zusätzlich wurde hier C- und D-Jugend zusammengefasst. Der D-Jugend Ringer musste sich somit gegen 2 Jahre ältere Ringer durchsetzen. Verlor er seinen ersten Kampf nach technischer Überlegenheit, zeigte er in seinem zweiten Kampf eine starke Leistung und schulterte seinen Gegner noch bevor die ersten 30 Sekunden des Kampfes abgelaufen waren. In seinem letzten Kampf zeigte Tom noch einmal alles. Leider reichte das nicht und er musste sich nach Punkten geschlagen geben. So erkämpfte er sich nur den 7. Platz.

Ebenfalls eine herausragende Leistung zeigte Artur Leimann der in der Gewichtsklasse bis 69kg bei den Kadetten antrat. Für ihn galt es sich gegen 5 weitere hochklassige Sportler durchzusetzen. Der erste Kampf endete nach technischer Überlegenheit mit einem Sieg für den Greifswalder Ringer. Er gestand: „Der Kampf hat viel Kraft gekosten und die Gegner sind stark.“ Doch auch in seinen weiteren Kämpfen konnte er als Punktsieger von der Matte gehen und sich somit in das Finale ringen. Hier hatte er einen der schwersten Gegner vor sich – der amtierende Deutsche Meister 2017 in der A-Jugend – Maximilian Simon. Hier trafen sich zwei Ringer auf Augenhöhe, Artur Leimann führte nach Punkten und konnte sich schlussendlich mit einem Schultersieg die Goldmedaille sichern.

Einen ebenfalls spannenden Kampf zeigte Sulim Abdursakow. Er traf seinen Gegner auf Augenhöhe und ging mit ihm über die volle Zeit. Zum Schluss stand es 10:10. Sulim konnte den Kampf dennoch für sich entscheiden da seine letzte Wertung höher war.

Unterm Strich war es ein erfolgreiches Turnier für die Greifswalder, denn Samad Abdursakow sicherte sich ebenfalls die Goldmedaille. Marc Denz und Sulim Abdursakow holten Silber nach Greifswald und Artem Veselkov sowie Vincent Below sicherten sich je eine Bronze Medaille.

Venne-Cup 2017 in Herning Brydeklub Dänemark

Letzte Woche trainierten die Sportler des Greifswalder Ringervereins noch fleißiger als ohnehin schon an ihrer Technik und Ausdauer. Grund dafür war die Wettkampfteilnahme diesen Samstag an einem Turnier in Herning (Dänemark). Um 10:30 Uhr startete Samstagvormittag das Turnier mit insgesamt 288 Teilnehmern, darunter 13 Sportler aus dem Greifswalder Ringerverein in unterschiedlichen Alters- und Gewichtsklassen.

Direkt im 6. Turnierkampf wollte Ben Münchow überzeugen, was ihm mit einem souveränen Schultersieg auch gelang. Trainer Manfred Gross: „Er zeigte sein Können und eine sehr gute Leistung.“ Allerdings trat sein Schützling in einer sehr stark besetzten Gewichtsklasse an und musste gegen 17 weitere starke Teilnehmer überzeugen. Dies gelang ihm nicht immer und so hat es zum Schluss nicht für das Treppchen gereicht. Ähnlich erging es den Ringerneulingen Marc Denz und Vincent Below, auch sie rutschten knapp an einem Platz auf dem Podest vorbei.

Die Mädels des Greifswalder Ringervereins zogen ebenfalls ein schweres Los, denn in Herning kämpften Mädchen und Frauen zusammen, es wurde lediglich in den Gewichtsklassen unterschieden. Dennoch zeigte Finnja Arendt eine starke Leistung und spannende Kämpfe. Nach zwei Siegen und einer Niederlage sicherte sie sich zum Schluss die Silbermedaille.

Eine ganz starke Leistung zeigte Ali Marmirow, einer der jüngsten mitgereisten Sportler des Ringervereins. Legte er seinen ersten Gegner im Kampf noch auf Schulter, musste er sich nach einer Verletzung im zweiten Kampf nach Punkten geschlagen geben. „Dann zeigte Ali eine enorme Willensstärke und kämpfte das Turnier bis zum Schluss. Er stellte sich seinen weiteren Gegnern und bezwang sie alle auf Schulter.“, so Trainer Manfred Gross, „er hat sich die Silbermedaille redlich verdient.“

Ebenfalls eine souveräne Leistung lieferte Samad Abdursakow ab. Er schulterte zweimal seine Gegner und gewann einmal nach technischer Überlegenheit, damit sicherte er sich den 1. Platz in seiner Gewichtsklasse.

Lediglich einen Gegner im Turnier hatten Anton Arendt und Geworg Ibashjan, beide besiegten ihren Gegner und holten die Goldmedaille nach Hause. Tom Mielke, Saichan Abdursakow und Artur Leimann, ebenfalls mit vielen Gegnern, kämpften sich ins kleine Finale. Während Artur Leimann seinen Gegner mit einem Schultersieg bezwang und sich somit Platz 3 sicherte, mussten sich seine beiden Vereinsmitglieder hier ihren Gegnern geschlagen geben.

Björne Cup Nyköbing und Prag Open

Greifswalds Ringertrainer Manfred Groß kann stolz sein. Sein Schützling Karl Marbach, den er seit dessen 5. Lebensjahr betreut hat, beendete die ersten beiden Wettkämpfe nach dem Wechsel an das Landessportgymnasium in Leipzig auf Medaillenrängen.

Beim internationalen Björne Cup (Bären Cup) im dänischen Nyköbing behauptete sich Karl als 17jähriger in der Altersklasse der bis zu 20jährigen auf dem Silberrang. Im nordisch ausgetragenen Turnier konnte er die Dänen Bertram Lauridsen und Sander Kristoffersen sowie den Polen Jakub Baran mit Technischer Überlegenheit vorzeitigen von der Matte schicken. Gepunktet hatte er hier vor allem mit Satiev, Runterreißer und Rolle. Lediglich dem zwei Jahre älteren Franz Richter, diesjähriger Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaft und Drittplatzierter der Deutschen Meisterschaft der Männer, musste sich Karl geschlagen geben. Die Begegnung endete mit einem 5:1 Punktsieg für den Hünen vom Olympiastützpunkt Frankfurt/Oder. Andreas Bering, Landestrainer Sachsen, resümiert nach dem Kampf: „Karl hat ein sehr gutes Turnier gerungen. Dabei hat er Franz ordentlich Paroli geboten.“ Trotz des Turniererfolges zog Karl für sich die Konsequenz, dass es im Kraft- und Technikbereich für ihn noch einiges zu tun gibt. Umsetzen konnte er dies dann auch gleich beim sich anschließenden gemeinsamen Trainingslager mit dem dänischen Nationalteam und dem Team vom Olympiastützpunkt Frankfurt/Oder.

In der tschechischen Hauptstadt gelang es Karl an diesem Wochenende, beim Internationalen Kadettenturnier Prag Open den Turniersieg einzufahren. Und dies, obwohl Trainer Andreas Bering moniert, dass „Karl zwar schon vieles umsetzte, aber noch nicht alles reibungslos verlief, so wie ich es mir vorstelle“. Im mit acht Startern besetzten 100kg Limit bezwang Karl nach zwei Vorrundensiegen im Finale dann auch Marcel Albini. Noch in der Pause hatte es nach zwei Passivitätswertungen 1:1 gestanden. Kurz danach konnte Karl den Tschechen zu Boden zwingen und den gewandelten Punktestand von 3:1 über die Zeit bringen. „Im Finale war ich recht sicher, aber die beiden Vorrundenkämpfe waren eine ganz schöne Zitterpartie. Irgendwie hab ich da neben mir gestanden, da hat mir die Übersicht gefehlt“, gesteht der Greifswalder. Im ersten Kampf gegen Tomasz Wawrzynczyk, Teilnehmer der Kadettenweltmeisterschaft, hatte Karl 3:1 zurückgelegen, dann aber nach einem Blick auf die Wettkampfuhr alles in einen Hüftangriff gelegt und den Polen noch kurz vor dem Abpfiff geschultert. Noch spannender hatte Karl es im zweiten Kampf gemacht. Hier lag er, nachdem sein Gegner mit Kopfrolle gepunktet hatte, mit 19:8 im Rückstand. „Ich dachte, die Kraft hast du nicht, das aufzuholen, das geht jetzt nur noch auf Schulter“, verrät der Greifswalder. Und so legte er alle Kraft und Schnelligkeit in eine Aktion und beförderte den Polen Dominik Krawczyk ebenfalls auf die Schulter. „Neben dem Turniersieg hat Karl hier auch eine große Portion Selbstvertrauen gewonnen.

Im nächsten Jahr wird es für Karl jedoch schwerer, denn seinen Platz in die Altersklasse der Junioren muss er sich dann dort erst erarbeiten. Mit dem Landestrainer Sachsens Andreas Bering und Greifswalds Trainer Manfred Groß stehen ihm jedoch zwei erfahrenen Ausbilder zur Seite.

Ute Marbach