Archiv der Kategorie: Uncategorized

Björne Cup Nyköbing und Prag Open

Greifswalds Ringertrainer Manfred Groß kann stolz sein. Sein Schützling Karl Marbach, den er seit dessen 5. Lebensjahr betreut hat, beendete die ersten beiden Wettkämpfe nach dem Wechsel an das Landessportgymnasium in Leipzig auf Medaillenrängen.

Beim internationalen Björne Cup (Bären Cup) im dänischen Nyköbing behauptete sich Karl als 17jähriger in der Altersklasse der bis zu 20jährigen auf dem Silberrang. Im nordisch ausgetragenen Turnier konnte er die Dänen Bertram Lauridsen und Sander Kristoffersen sowie den Polen Jakub Baran mit Technischer Überlegenheit vorzeitigen von der Matte schicken. Gepunktet hatte er hier vor allem mit Satiev, Runterreißer und Rolle. Lediglich dem zwei Jahre älteren Franz Richter, diesjähriger Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaft und Drittplatzierter der Deutschen Meisterschaft der Männer, musste sich Karl geschlagen geben. Die Begegnung endete mit einem 5:1 Punktsieg für den Hünen vom Olympiastützpunkt Frankfurt/Oder. Andreas Bering, Landestrainer Sachsen, resümiert nach dem Kampf: „Karl hat ein sehr gutes Turnier gerungen. Dabei hat er Franz ordentlich Paroli geboten.“ Trotz des Turniererfolges zog Karl für sich die Konsequenz, dass es im Kraft- und Technikbereich für ihn noch einiges zu tun gibt. Umsetzen konnte er dies dann auch gleich beim sich anschließenden gemeinsamen Trainingslager mit dem dänischen Nationalteam und dem Team vom Olympiastützpunkt Frankfurt/Oder.

In der tschechischen Hauptstadt gelang es Karl an diesem Wochenende, beim Internationalen Kadettenturnier Prag Open den Turniersieg einzufahren. Und dies, obwohl Trainer Andreas Bering moniert, dass „Karl zwar schon vieles umsetzte, aber noch nicht alles reibungslos verlief, so wie ich es mir vorstelle“. Im mit acht Startern besetzten 100kg Limit bezwang Karl nach zwei Vorrundensiegen im Finale dann auch Marcel Albini. Noch in der Pause hatte es nach zwei Passivitätswertungen 1:1 gestanden. Kurz danach konnte Karl den Tschechen zu Boden zwingen und den gewandelten Punktestand von 3:1 über die Zeit bringen. „Im Finale war ich recht sicher, aber die beiden Vorrundenkämpfe waren eine ganz schöne Zitterpartie. Irgendwie hab ich da neben mir gestanden, da hat mir die Übersicht gefehlt“, gesteht der Greifswalder. Im ersten Kampf gegen Tomasz Wawrzynczyk, Teilnehmer der Kadettenweltmeisterschaft, hatte Karl 3:1 zurückgelegen, dann aber nach einem Blick auf die Wettkampfuhr alles in einen Hüftangriff gelegt und den Polen noch kurz vor dem Abpfiff geschultert. Noch spannender hatte Karl es im zweiten Kampf gemacht. Hier lag er, nachdem sein Gegner mit Kopfrolle gepunktet hatte, mit 19:8 im Rückstand. „Ich dachte, die Kraft hast du nicht, das aufzuholen, das geht jetzt nur noch auf Schulter“, verrät der Greifswalder. Und so legte er alle Kraft und Schnelligkeit in eine Aktion und beförderte den Polen Dominik Krawczyk ebenfalls auf die Schulter. „Neben dem Turniersieg hat Karl hier auch eine große Portion Selbstvertrauen gewonnen.

Im nächsten Jahr wird es für Karl jedoch schwerer, denn seinen Platz in die Altersklasse der Junioren muss er sich dann dort erst erarbeiten. Mit dem Landestrainer Sachsens Andreas Bering und Greifswalds Trainer Manfred Groß stehen ihm jedoch zwei erfahrenen Ausbilder zur Seite.

Ute Marbach

DMM Jugend

Auf weite Reise ging es für einige Athleten des Greifswalder Ringervereins am letzten Wochenende. Ziel war der AC Heusweiler im Saarland, der Ausrichter der diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (13-18 Jahre). Zusammen in einer Kampfgemeinschaft, der KG RV Lübtheen, startet man seit Jahren mit Sportlern aus Greifswald, Demmin, Lübtheen und Torgelow, um den jungen Ringern die Chance zu geben an solchen Events teilzunehmen. In diesem Jahr verstärke man sich zudem mit Nachwuchskämpfern aus Rostock und Warnemünde. Da die Vereins- und Kaderdichte im Land sehr gering ist, kann man nur in einer Gemeinschaft an solchen Turnieren teilnehmen bzw. bestehen. Im Team der KG am Ende auch 3 Sportler aus der Hansestadt Greifswald, Samad Abdursakow (63 kg), Artur Lehmann (69 kg) und Artur Schmidt (100 kg) standen mit ihren Mannschaftskameraden auf der Matte und erzielten am Ende bei zwei Niederlagen und einem Sieg ihrer Mannschaft den 9. Platz in der Endabrechnung der 13 teilnehmenden Mannschaften. Mit jeweils einem Einzelsieg holten die drei Kämpfer wichtige Mannschaftspunkte, wobei Artur Schmidt in der schwersten Kategorie kurzfristig für den frischgebackenen Deutschen Meister Karl Marbach einsprang, der sich beim Abschlusstraining verletzt hatte. Auch für Artur war der Einsatz nicht einfach, so hinderten ihn krankheitsbedingte Trainingsausfälle an einem überlegenen Auftritt. Artur Leimann überzeugte mit einem Schultersieg gegen den KSV Neuss (NRW), den Kampf verlor die KG Lübtheen allerdings mit 8:25 am Ende. Hingegen Samad Abdursakow mit seinem Schultersieg gegen den KSV Köllerbach (Saarland) zum 24:13 Mannschaftssieg entscheidende Punkte brachte. Greifswald Ringertrainer Manfred Groß am Ende natürlich nicht ganz zufrieden: “Schade das mit Karl Marbach ein Kämpfer gefehlt hat, der in letzter Zeit in bestechender Form war, toll natürlich das Artur Schmidt noch kurzfristig einspringen konnte, gespannt wäre ich auf die weiteren Einsätze unserer Athleten gewesen aber die zweite Niederlage im dritten Duell gegen die AB Aichhalden verhinderte weitere Einsätze der Sportler”. Gegen das Team aus Württemberg verlor man am Ende mit 14 zu 17 denkbar knapp, allerdings musste man durch zwei nicht besetzte Gewichtsklassen (42 und 46 kg) schon in jedem Duell einen 8 Punkterückstand aufholen.

Starter für die KG RV Lübtheen: 50 kg Moritz Langer (PSV Rostock), 54 kg Daniel Gielow (SV Warnemünde), 58 kg Silvio Klink (RV Lübtheen), 63 kg Kevin Tran (SAV Torgelow) und Samad Abdursakow (Greifswalder RV), 69 kg Jan-Lukas Block (RV Lübtheen und Artur Lehmann (Greifswalder RV), 76 kg Marten Scheel (RV Lübtheen), 85 kg Nikita von Steuben (SAV Torgelow) und 100 kg Artur Schmidt (Greifswalder RV)

Platzierungen: 1. SV Luftfahrt Berlin, 2. KSK Konkordia Neuss, 3. KSV Tennenbronn,… 9. KG RV Lübtheen

Uwe Bremer

 

Deutsche Meisterschaft Jugend A

Zwei Medaillen konnte Karl Marbach vom Greifswalder Ringerverein bei Deutschen Meisterschaften schon in den Norden holen. In der B-Jugend hatte er sich 2014 und 2015 bereits Bronze und Silber erkämpft. Doch das erhoffte Gold blieb bisher aus. Am vergangenen Wochenende nun hat sich sein Traum endlich erfüllt. Bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend (Altersbereich 15-17 Jahre) im griechisch-römischen Stil komplettierte er seinen Medaillensatz. Mit einer grandiosen Leistung sicherte er sich die Goldmedaille und ist damit Deutscher Meister in der 100kg-Kategorie. „Das war ja eigentlich schon im letzten Jahr fällig“, gesteht der 16jährige. Da allerdings war der Greifswalder erkrankt an den Start gegangen. Heute weiß er, dass ihn nicht nur die körperliche Beeinträchtigung ausbremste. „Im letzten Jahr bin ich noch ohne Plan in meine Kämpfe gegangen. Jetzt guck ich mir meine Gegner vorher an, um mir im Kampf nicht ihre Fassart aufzwingen zu lassen.“ Nur so war es auch möglich, dass Karl diesmal durch das Turnier marschierte, ohne einen einzigen Punkt abzugeben.
Die Titelkämpfe waren mit 158 Teilnehmern aus 91 Vereinen der 15 Landesverbände sehr stark besetzt. Unter den Augen von Nachwuchs-Bundestrainers Maik Bullmann wurden im südhessischen Birkenau im Odenwald insgesamt 290 Kämpfe ausgetragen, um die Sieger in den zehn einzelnen Gewichtsklassen zu ermitteln. Wer sich vom frühlingshaften Wetter nicht locken ließ, erlebte hier drei Tage großartigen Ringkampfsports.
Karl kam zwar optimistisch vom Wiegen, doch nach der Pooleinteilung war er zunächst skeptisch: „Ich hatte wieder mal kein Glück.“ Das Los führte Karl in den stärkeren Pool. Hier sollte er u.a. auf den Vizemeister des Vorjahres treffen. Trainer Manfred Groß blieb davon unbeeindruckt. „Karl wird Deutscher Meister“, hatte der schon seit Wochen augenzwinkernd prophezeit.
Seinen ersten Kampf gegen den Hessen Nico Weiss ging Karl am Freitag noch verhalten an, sicherte sich mit Rollen nach Runterreißer acht Punkte und brachte diesen Punktvorsprung sicher über die Zeit (8:0). Am Samstag ließ er keinen Zweifel über sein Ziel aufkommen. Nach nur 32 Sekunden war der Kampf gegen Max Leipold wegen Technischer Überlegenheit (16:0) beendet. Karl hatte den Thüringer durch Satiev zu Boden gebracht und dann ein Feuerwerk gestartet. Von Trainer Groß angefeuert drehte er den Gegner sieben Mal ohne abzusetzen. „Schön zu Ende gerungen“, lobt der Trainer. Auch Fabian Kiefer, der Angstgegner, weil Vizemeister des Vorjahres, sollte Karl nun nicht mehr aufhalten. Karl ließ auch hier keinen Angriff zu und brachte das Pfälzer Schwergewicht mehrfach zu Boden, um mit der Rolle zu punkten. Am Ende löste der 12:0 Punktsieg einen Freudenschrei des Greifswalders aus, denn damit war der Einzug ins große Finale gesichert. Und hier stellte Phillip Atorf, den Karl schon bei den Norddeutschen Meisterschaften bezwungen hatte, keine wirkliche Herausforderung mehr dar. Auch den Berliner konnte er passiv stellen, mehrfach drehen und mit diesem Punktsieg (11:0) den Meistertitel festmachen.
Trainer Manfred Groß und sein Schützling sind gleichermaßen stolz. Nach dem Erfolgsgeheimnis befragt, lobt Groß den Ehrgeiz des Jungen. „Karl ist kein Naturtalent, der hat sich das alles hart erarbeitet, trainiert ausnahmslos jeden Tag. Zweimal wöchentlich auf der Matte, täglich im Kraftraum.“ Und Karl ergänzt: „Wir sind ein gutes Team. Ich habe Trainingspartner, die durchweg älter und erfahrener sind als ich und mich in den letzten Monaten extrem unterstützt haben. Und mein Trainer steht immer hinter mir. Der hat es nicht leicht mit mir, muss mich immer aufbauen.“
Für Greifswald ist Karls Goldmedaille neben den Bronzemedaillen von Artur Schmidt im 120kg-Limit der Junioren und Geworg Ibashyan im 76kg-Limit der B-Jugend in diesem Jahr die dritte Meisterschaftsmedaille. „Nach vier Jahren hat Greifswald endlich auch wieder einen Deutschen Meister“, strahlt Trainer Groß, für den dies sicherlich größter Lohn und Dank für seine Arbeit ist.
Karls Auftritt blieb nicht unbemerkt. Nachwuchs-Bundestrainers Maik Bullmann lud ihn nach der Meisterschaft zu einem Internationalen Turnier und einem Kaderlehrgang der Kadetten nach Rostow am Don (Russland) ein.

weitere Platzierungen Mecklenburg-Vorpommern:
  5. Platz     Moritz Langner, 46kg, FR
7. Platz     Marten Scheel, 76kg, GR
10. Platz     Fabian Schmit, 63kg, FR
14. Platz     Eugene Gallinat, 69kg, GR
15. Platz     Daniel Gielow, 54kg, GR

Ute Marbach

 

Artur Schmidt holt Bronze bei Juniorenmeisterschaft

Über einen erfolgreichen Meisterschaftsauftakt können sich die Ringer Mecklenburg-Vorpommerns freuen. Fünf Medaillen gab es für die Athleten aus dem Nordosten bei den Titelkämpfen der Junioren (17-20 Jahre) in Frankfurt/Oder. Gold erkämpften sich Andrej und Alexander Ginc aus Torgelow im 55 bzw. 60 kg Limit im griechisch-römischen Stil. Das Brüderpaar festigte damit die Garantie auf weitere Einsätze in der Nachwuchsnationalmannschaft. Bronze sicherten sich Alexander Biederstädt (96 kg, Lübtheen) und Sebastian Nehls (74 kg, Warnemünde) im freien Stil. Ebenfalls über Bronze, allerdings im griechisch-römischen Stil, kann sich der Greifswalder Artur Schmidt freuen, der mit seiner Platzierung im 120kg-Limit für eine Überraschung sorgte. „Artur ist gut, aber dass er in seinem ersten Jahr bei den Junioren eine Medaille holt, hatten wir nicht wirklich erwartet“, freut sich Greifswalds Ringertrainer Manfred Groß und erklärt: „In den letzten Monaten konnte er nämlich ausbildungsbedingt nicht konstant trainieren.“
„Herr Groß hat bezüglich des Gewichts gepokert. Weil die Gewichtsklasse bis 96 kg so stark besetzt war, ließ er mich im 120kg Limit starten. Mit 98 kg war ich da allerdings ein Leichtgewicht“, ergänzt Artur die Ausführungen seines Trainers.
Doch die Rechnung ging auf. Artur startete mit einem Punktsieg über Matthias Wimmer aus Bayern. Zwar überragte der süddeutsche Athlet ihn um mehrere Zentimeter, so dass er Artur gut aufziehen und per Schulterschubser zu Boden bringen konnte, aber am Ende hatte doch der Greifswalder die Nase vorn. Mit zwei Viererwertungen für Souplesse und Wurf-Brust sicherte er sich den nötigen Punktevorsprung und den Einzug ins Halbfinale. Hier traf er auf den Deutschen Vorjahresvizemeister. Der zwei Jahre ältere Paul Schüle aus Nordbaden war ihm kräftemäßig überlegen, so dass Artur sich doch beeindrucken ließ, eher verhalten kämpfte und nach zwei Viererwertungen hier eine Punktniederlage hinnehmen musste. Schüle wurde am Ende Deutscher Meister. Im Finale um Platz 3 konnte Artur den Sachsen Marvin Söll bezwingen. Er erzielte mit Wurf-Brust und Kopf-Hüft-Wurf zwei Viererwertungen und beendete die Begegnung damit technisch überlegen (8:0) vorzeitig schon in der ersten Runde. „Es gehört schon was dazu, im 120kg-Schwergewicht zu werfen“, lobt Trainer Groß seinen wurfstarken Schützling dann auch überschwänglich. Im letzten Jahr Bronzegewinner bei in der A-Jugend hat Artur mit seiner Platzierung gezeigt, dass er auch bei den Junioren ein Wort mitzureden hat.
Für die Greifswalder geht es am kommenden Wochenende mit den Titelkämpfen bei der B-Jugend weiter. Hier werden drei Greifswalder mit dabei sein.
Ute Marbach

Offene Norddt. Meisterschaften Männer/Jgd.A/B

In Schwerin gingen bei den offen ausgetragenen Norddeutschen Meisterschaften der Männer und der Jugend A und B in diesem Jahr fast 200 Kämpfer aus 46 Vereinen aus den nördlichen Bundesländern, aber auch Bayern und Polen über die Waage.
Der Greifswalder Ringerverein war mit acht Athleten in unserer Landeshauptstadt vertreten und konnte am Ende trotz des hohen Teilnehmerfeldes fünf Medaillen verbuchen.
Stark hier das Auftreten von Tom Zymara im 98kg-Limit der Männer, der sich mit vier souverän gewonnenen Kämpfen den Titel sicherte. Er startete mit einem Punktsieg (6:4) über Teamkollegen Artur Schmidt, fegte mit zwei Siegen wegen Technischer Überlegenheit (jeweils 8:0) zwei Rivalen aus Hamburg von der Matte und beendete das Turnier mit einem Punktsieg über Felix Kästner vom KSV Pausa. Trainer Manfred Groß lobt die technischen Qualitäten seines Schützlings, der hier besonders mit dem Achselwurf punktete. Tom, der bisher für Leipzig in der II. Bundesliga stand, wird nach dem beschlossenen Wegfall dieser Ligaklasse nun in der Regionalliga weiter für Leipzig antreten.
Artur Schmidt wurde in der gleichen Gewichtsklasse Norddeutscher Vizemeister. Auch Peter Groß zeigte sich in Bestform. Zwar blieb er gegen den Berliner Simon Papsdorf ohne Chancen (0:6), konnte aber Aron Fauth vom SV Buch schultern und die Kontrahenten aus Potsdam und Hannover technisch überlegen bezwingen. Peter setzt meist auf Kraft, hier überraschte er mal mit einem Wurf Brust.
In der stark besetzten 69kg-Klasse der Jugend A gab es nach zwei Niederlagen und einem Schultersieg einen 7. Platz für Artem Veselkow und einen fünften Platz für Artur Leimann. Der konnte in den Vorrunden zwei Schultersiege erzwingen, musste aber auch zwei Niederlagen einstecken. Das Finale um Platz 5 entschied er nach Punkten (5:14) für sich. „Artur ist zu ungeduldig. Er muss lernen, sich eine sichere Wurfposition zu erarbeiten“, kritisiert Trainer Groß. Norddeutscher Vizemeister wurde in dieser Altersklasse Karl Marbach. Da die Kämpfe im 100kg-Limit im freien Stil ausgetragen wurden, hatte er als Klassischer Ringer zwar schlechte Karten, konnte aber am Ende doch drei Kontrahenten ausschalten. Lediglich gegen den Berliner Freistiler Marvin Krüger musste er eine Punktniederlage (5:1) einstecken.
In der Jugend B konnte Sulim Abdursakow (50kg) nach einer Niederlage und einem Schultersieg das kleine Finale dann nicht für sich entscheiden. Geworg Ibashyan wurde kampflos Norddeutscher Meister. Da im 76kg-Limit keine weiteren Starter angetreten waren, durfte er in der Klasse bis 69kg mit ringen. Hier setzte er sich mit vier Schultersiegen ganz souverän durch. Trainer Groß lobt: „Geworg hat in den letzten Wochen einen enormen Leistungssprung gemacht.“
Ute Marbach

Offene Mitteldeutsche Meisterschaften

Um seinen Schützlingen in Vorbereitung auf die im März anstehenden Deutschen Meisterschaften Kämpfe und damit Leistungsvergleiche zu ermöglichen, nutzte der Trainer Manfred Groß die offen ausgetragenen Mitteldeutschen Meisterschaften.
Als jüngster Jahrgang in der Altersklasse der Junioren startete Karl Marbach (96kg) für den Greifswalder Ringerverein. Gleich in seinem ersten Kampf hatte er es mit dem 3 Jahre älteren und 2-maligen deutschen Meister Felix Kästner vom KSV Pausa zu tun. Leider konnte Karl in dieser Begegnung nicht viel ausrichten und verlor aufgrund technischer Überlegenheit seines Gegners. Ganz anders verlief der nächste Kampf, hier machte Karl kurzen Prozess. Er brachte seinen Gegner zu Boden und die nachfolgenden 4 Rollen bescherten ihm den Sieg aufgrund technischer Überlegenheit. Das bedeutete Silber für Karl.
In der B-Jugend starteten Sulim Abdursakow (50kg), Samad Abdursakow (63kg), Tim Wichmann (69kg), Malte Plaehsmann und Geworg Ibashyan (beide 76kg).
Sulim war in diesem Turnier seinen Gegnern völlig unterlegen. Er verlor beide Kämpfe. ,,Das beweist, Sulim hat in dieser Gewichtsklasse nichts verloren!’’ so sein Trainer.
4 Kämpfe hatte Samad zu bestreiten. Seinen ersten Gegner schulterte er bereits in der ersten Minute nach Armdrehschwung. In der zweiten Begegnung verlor Samad unglücklich nach Punkten(10:9) gegen Finn Brandl vom FC Erzgebirge Aue. Seine anderen beiden Gegner besiegte Samad dann wieder auf Schulter. ,,Samad ist ein sehr guter Techniker!’’ sagt Manfred Groß. Verdient gewinnt Samad die Goldmedaille.
Etwas unglücklich verlief das Turnier für Tim Wichmann. Zwar konnte er 2 Siege und nur eine Niederlage für sich verbuchen, musste sich aber am Ende aufgrund eines ungünstigen Punktverhältnisses mit dem 3. Platz zufrieden geben.
In der Gewichtsklasse bis 76 kg waren leider nur die beiden Greifwalder angetreten. Hier besiegte Geworg seinen Trainingspartner Malte auf Schulter. Somit Gold für Geworg und Silber für Malte.
Alles in allem ein erfolgreiches Turnier für den Greifswalder Ringerverein. Alle Sportler brachten eine Medaille mit nach Hause.
Als nächstes stehen im Februar die Norddeutschen Meisterschaften ausgetragen vom Schweriner Ringerverein an.

Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier / Oberliga

Mit der Wiederbelebung des Werner-Seelenbinder-Gedenkturniers erinnert der SV Berlin Buch e.V. an den Berliner Ringer, der Vierter bei den Olympischen Spielen von 1936 wurde und 1944 von den Nazis hingerichtet wurde. In Leipzig gab es bis 1989 ein Turnier zu Ehren Werner Seelenbinders, das als größtes Ringerturnier der DDR galt. Noch weit entfernt vom damaligen zahlen- und qualitätsmäßigen Niveau, sind die Berliner aber auf dem besten Weg, ein bedeutendes Traditionsturnier zu etablieren.

Zur nunmehr vierten Auflage ließ Trainer Manfred Groß sieben Greifswalder Athleten antreten. Besonders gespannt war er auf das Abschneiden von Tim Wichmann und Geworg Ibashyan im 63+ Limit der Jugend B. „Die beiden haben vor einem halben Jahr von der Kindergruppe in die Trainingsgruppe der Jugendlichen und Männer gewechselt.“ Beide Sportler überzeugten ihren Trainer in Berlin. Tim Wichmann punktete vor allem mit Rumreißer, Souplesse und Kopfrolle. Vier Schultersiege konnte er verbuchen. Auch seinen Trainingspartner  Geworg Ibashyan zwang er auf die Schulter. „Bis vor wenigen Wochen hab ich gegen Geworg meist verloren“, freut sich Tim. Lediglich gegen Cedrik Dellit aus Zella-Mehlis verlor Tim unglücklich nach Selbstleger. Da dieser jedoch von Geworg nach Punkten besiegt wurde, landete Tim dennoch auf dem ersten Platz, Geworg auf dem Bronzerang. „Die beiden sind ebenbürtig, vielleicht ist Geworg technisch etwas besser, aber Tim eben cleverer, reagiert im Kampf auch schneller auf meine Hinweise. Das Training mit den älteren Sportlern hat sich für beide definitiv ausgezahlt“, lobt der Trainer. Auch Samad Abdursakow (63kg, B-Jugend), der zwei Gegner schulterte und eine Punktniederlage hinnehmen musste, landete wegen der besseren Punktedifferenz ganz vorn. Artur Leimann (Kadetten, 69kg) gewann Silber vor seinem Teamkollegen Artem Veselkov. Im 100kg-Limit der Kadetten fand sich für Karl Marbach nur ein einziger Gegner, den er jedoch problemlos beim Punktestand von 13:0 schulterte. „Das war kein Gegner für Karl. Er gehört auch nicht in diese Gewichtsklasse. Wenn er bei den Deutschen Meisterschaften im Frühjahr vorn mitringen will, muss er sich wieder auf das 85kg Limit konzentrieren, denn bei den Titelkämpfen stehen andere Kaliber und von 100kg ist Karl zu weit entfernt“, rät Trainer Groß. In Anbetracht der geringen Teilnehmerzahl im Höchstgewicht der Kadetten handelte Trainer Groß für Artur Schmidt die Teilnahme bei den Junioren aus. Hier lieferte Artur schöne Kämpfe, bezwang seine Gegner nach Wurf über die Brust technisch überlegen bzw. auf Schulter. Am Ende wurde er Zweiter, weil er gegen Felix Kästner aus Pausa ohne Chancen blieb. Trainer Groß erklärt: „Artur beherrscht den Wurf Brust sicher, aber hier war es nicht klug, darauf zu setzen. Der Gegner war zu lang und konnte immer übertragen.“

Von Berlin ging es am Abend gleich weiter nach Magdeburg zum Einsatz der KG RV Lübtheen II, der Kampfgemeinschaft der Greifswalder, Lübtheener und Torgelower Ringer in der Oberliga Mitteldeutschland. Nachdem die Kämpfe in der Hauptrunde beider Staffeln abgeschlossen sind, musste das Team in der Play-Off-Runde als Zweitplatzierter der Gruppe A gegen den Erstplatzierten der Gruppe B, den Magdeburger SV, antreten. Da Lübtheens Freistiler beim Kaderturnier in Kleinostheim verpflichtet waren, mussten sämtliche Gewichtsklassen durch klassische Ringer besetzt werden. „Entsprechend schlecht waren unsere Chancen. Außerdem trafen unsere Jungs auf eine gestandene Mannschaft, keiner jünger als 24. Bei uns sind bis auf drei Sportler keiner älter als 16“, erklärt der Trainer. Nur Artur Schmidt (100kg, GR) und Peter Groß (82kg, GR) konnten der Mannschaft Punkte sichern. Am Ende blieb es bei einem ernüchternden 27:5. In der kommenden Woche wird das Team mit einer hoffentlich besseren Besetzung versuchen, in der Rückrunde die Sache noch zu kippen.

Ute Marbach

Oberliga: 1. Hennigsdorfer RV : KG RV Lübtheen II

In der Rückrunde der Oberliga Mitteldeutschland konnte die Kampfgemeinschaft RV Lübtheen II (Lübtheen, Greifswald, Torgelow) den 1. Hennigsdorfer RV wie bereits in der Hinrunde mit 13:14 knapp besiegen.
Für die KG Lübtheen waren erfolgreich Artur Leimann (66kg, GR, Greifswald) mit Schultersieg, Artur Schmidt (100kg, FR, Greifswald) und Silvio Klink (57kg, GR, Lübtheen) mit Technischer Überlegenheit sowie Fabian Schmidt (71kg, FR, Lübtheen) mit 2:0 Punktsieg. Kevin Tran (61kg, FR, Torgelow), Karl Marbach (90 kg, GR, Greifswald) und Ceven Matthes (90kg, FR, Greifswald) konnten Punktniederlagen nicht verhindern, sorgten aber mit geringen Punktdifferenzen dafür, dass die Hennigsdorfer nur zwei bzw. einen Mannschaftspunkt erhielten. Christoph Jarmer (76kg, GR, Greifswald) und Jonas Fentzahn (82kg, FR, Lübtheen) blieben diesmal ohne Chancen.
In der Tabelle steht die KG RV Lübtheen II auf dem zweiten Platz.
Auch in der Zweiten Bundesliga war der RV Lübtheen erfolgreich, besiegte sowohl den KFC Leipzig (12:18) als auch AVG Markneukirchen (22:10) und führt damit weiter die Tabelle an.
Weiter geht es in der Oberliga Mitteldeutschland am kommenden Wochenende mit der Rückrunde gegen den stärksten Gegner der Gruppe, die WKG Salzgitter/Wernigerode/Nienburg/Hann, dem man in der Hinrunde so eindeutig unterlegen war.
Die Jugend B und die Kadetten des Greifswalder Ringervereins werden am darauffolgenden Wochenende beim Internationalen Brandenburg Cup in Frankfurt/Oder antreten.
Ute Marbach