DM der Veteranen in Ehningen

Zum 70-jährigen Vereinsjubiläum veranstaltet der TSV Ehningen vom 31.05.-01.06.2019 die Deutschen Meisterschaften German Masters 2019 in beiden Stilarten Freistil und Griechisch Römisch. Die Veteranen des Turniers treten hier in fünf Altergruppen im Bereich von 35 bis 60 Jahren an.

Unter den 236 Teilnehmern aus 84 Vereinen befanden sich in diesem Jahr drei Starter des Greifswalder Ringervereins. Der 35 jährige Philipp Groß , Sohn von Trainer Manfred Groß und seit 30 Jahren aktiver Ringer; Ceven Matthes, ebenfalls 35 Jahre, als 8 jähriger schon auf der Matte und Ringer der Bundesliga; und David Humrich, der als 36 jähriger Sportler 15 Jahre Erfahrung vorweist.

Da keine Männermannschaft beim GRV vorhanden ist, startet Philipp Groß in der Vereinswertung für den 1. Henningsdorfer Ringerverein und Ceven Matthes für den RV Lübtheen. Beide trainieren jedoch ausschließlich in der Heimat.

Trotz verletzter Schulter sichert Athlet Philipp Groß ( A 35-40, 100 kg) im griechisch-römischen Stil eine souveräne Silbermedaille, dank vorher sehr gut ausgearbeiteter Taktik und perfekter Umsetzung. So war das Ziel den ersten Kampf gegen den altbekannten  Bundesligisten Björn Holk ohne weitere Verletzungen zu überstehen. „In den weiteren Kämpfen sollte Philipp dann seine Stärken ausspielen. Den Gegner aufziehen und passiv stellen, dadurch in die Bodenlage bringen und Strafpunkte für den Gegner erzwingen. Bei der anschließenden Auswahl dann den Boden wählen. Rollen ran und siegen! Dies hat er perfekt umgesetzt!“ so der Trainer.

Schützling Ceven Matthes ( A 35-40, 88 kg) holt die Bronzemadaille im klassischen Stil mit sehr guten Schulter- und Punktsiegen. „ Sogar Silber wäre möglich gewesen, wenn Ceven nicht teilweise so passiv gewesen wäre. Trotzdem sehe ich die Kämpfe sehr positiv, da Ceven selbst Freistiler ist und so auch in der Bundesliga kämpft. Er wollte klassisch antreten und hat bewiesen, dass er auch hier mithalten kann.“ Den dritten Platz bestätigt er dann am Folgetag im Freistil. „Ceven hat nur einen Kampf gegen den späteren Erstplatzierten verloren. Hier stand es zum Ende 4:4, jedoch hatte der Gegner Sebastian Ecklebe zwei Zwei-Punkte-Wertungen, während Ceven mit 1/2/1- Wertungen leider niedriger lag. Die anderen Kämpfe im Pool waren überhaupt kein Problem. Hier wäre also Gold drinnen gewesen! Trotzdem ein starkes Ergebnis, denn in dem Alter ohne tägliches Training an zwei Tagen 9 Kämpfe erfolgreich zu absolvieren, schafft mancher junger Hüpfer nicht“ sagt Groß.

Sehr viel Pech hatte hingegen der dritte im Bunde David Humrich ( A 35-40, 100 kg). Gleich im ersten Kampf verletzte er sich bei einer Rollenabwehr sehr schwer, führt den Kampf aber willensstark zu ende. Groß erklärt„Die folgenden Kämpfe wurden als Aufgabesiege gewertet, David wurde aber nicht aus dem Turnier genommen. Dabei geht der Sportler auf die Matte, es findet kein Kampf statt, und der Gegner wird zum Sieger erklärt. Dies ist wichtig, um die bereits erzielten Punkte in die Vereinswertung zu retten.“

„Eigentlich wollten wir nur mal probieren, wie sich unsere „alten Hasen“ so in solch einem Turnier schlagen. Mit diesen Erfolgen haben wir ehrlich gesagt gar nicht gerechnet. Jetzt haben die Sportler bewiesen, dass sie locker mithalten können und sehr erfolgreich sind. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei. Dann aber in höherer Teilnehmerzahl.“ so das Fazit.

Wir sind auf jeden Fall gespannt auf das nächste Jahr!

 

 

 

24. Internationaler Boddenpokal in Greifswald

 

Am 25. Mai 2019 fand der  24. Internationale Boddenpokal statt. Wie jedes Jahr ein riesen Event für den Greifswalder Ringerverein! Hier haben die Sportler die einmalige Möglichkeit nicht nur auf bekannte Gegner aus deutschen Vereinen zu treffen, sondern auch Erfahrungen gegen internationale Sportler zu sammeln. Neben den sportlichen Ergebnissen steht bei diesem Ereignis für unsere Athleten der offene, tolerante und respektvolle Umgang miteinander im Vordergrund.

So zog es  141 Teilnehmer aus 14 Vereinen in die Greifswalder Mehrzweckhalle. Neben unseren deutschen Vereinen starteten die Länder Polen, Weißrussland, Dänemark, Schweden und die Ukraine mit sehr reger Teilnehmerzahl. „Enttäuschend war in diesem Jahr die Teilnahme der Vereine aus Mecklenburg Vorpommern selbst. Bis auf die Ringervereine aus Torgelow, Grimmen, Lübtheen und Stralsund  gab es keine Beteiligung. Vereine, die nicht teilnahmen, haben ein spannendes Turnier verpasst.“ so Trainer Manfred Groß enttäuscht.

Das Turnier zeichnete sich durch ein sehr hohes sportliches  Niveau aus. „Ganz besonders unsere Mädchen konnten mit sehr guten Leistungen überzeugen.“ sagt Groß. Die 6 aktiven Ringerinnen im Alter von 9 bis 16 Jahren sind teilweise noch nicht lange dabei, zeigen aber deutlich, dass Ringen kein reiner Männersport ist. „Über weiteren Zuwachs in der Mädchentruppe freuen wir uns natürlich immer und bieten dafür sehr gerne Probetrainings an.“

Die Kadetten Geworg Ibashyan und Samad Abdursakow bereiteten sich bei diesem Turnier auf den anstehenden Wechsel in die Regionalliga Mitteldeutschland der Männer vor, wo sie dann für Potsdam starten. Hier stehen die Regionalligameisterschaften bevor.

Kritisch beurteilt der Trainer die Leistungen der E-Jugend. „Bis auf wenige Ausnahmen ist hier noch Potential, damit unsere jungen Sportler im Alter von 6 bis 9 Jahren nicht den Anschluss an die Großen verpassen.“ In der C- und D- Jugend hingegen herrscht wieder  Zufriedenheit.

Nach diesem ereignisreichen Wochenende bedankt sich der Greifswalder Ringerverein bei allen Organisatoren, Helfern und Helferinnen, Sponsoren und natürlich bei seinen grandiosen Sportlern!

48. Warnemünder Traditionsturnier

Für fünf Athleten des Greifswalder Ringervereins ging es am 13. April zum 48. Warnemünder Traditionsturnier. 123 Teilnehmer aus 26 Vereinen traten hier gegeneinander an.

Die drei Greifswalder Teilnehmer der Jugend starteten bei diesem Turnier erstmals im Freistil. Da im Verein hauptsächlich der klassische Stil trainiert wird, galt dies als besondere Herausforderung. „Unsere Kämpfer sollten in Vorbereitung auf die Ligakämpfe auch einmal Freistil ringen, da sie in der Regionalliga auch dort eingesetzt werden könnten.“ sagt Trainer Manfred Groß.

Der 13-jährige Ben Münchow (B-Jugend,48kg) und der 15-jährige Geworg Ibashyan (A-Jugend,110kg) sichern sich die Bronzemedaille. Samad Abdursakow (A-Jugend,71kg) hingegen landete nur auf Platz 9. „Samad hat sein zweites Turnier in der höheren Gewichtsklasse gerungen und ist auch kein Freistiler, deswegen konnte er sich leider nicht durchsetzen“ so der Trainer.

Die beiden Greifswalder Männer hingegen konnten mit ihren Leistungen im griech.-röm. Stil überzeugen.

Der 18-jährige Khasan Akberdaev (Männer,59kg) holt die Goldmedaille, nachdem er den Zweitplatzierten im Finalkampf nach 6:3 Führung in der ersten Runde schulterte.

Außerdem wird eine Silbermedaille durch den 19-jährigen Artur Schmidt (Männer,130kg) gewonnen. „Artur hatte sehr starke Gegner und hat sich trotzdem sehr gut geschlagen. Nach einer Verletzung von Gegner Franz Richter (RSV Frankfurt/Oder), welcher im letzten Jahr Dritter bei der WM wurde, war er jedoch im Finalkampf zu sehr abgelenkt und verlor.“

Die abschließende  Analyse des Trainers „Jeder sollte in seiner Stilart bleiben!“ Die Greifswalder Ringer werden also weiter im griech-röm. Stil überzeugen.

XVI. Pokalturnier in Demmin

Das XVI. Pokalturnier der Hansestadt Demmin mit 124 Teilnehmern aus 13 Vereinen, welches am 06. April ausgetragen wurde, endete für den Greifswalder Ringerverein mit einem Medaillenregen. Unsere 14 Athleten um das Trainergespann Philipp Groß und Jörg Schultz im Alter von 6 bis 12 Jahren sicherten sich insgesamt vier Gold-, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen.

Gold gingen bei diesem Turnier an Muhammad Altemirov (E-Jugend, 21kg), Ali Mamirov (D-Jugend, 29kg), Elias Ziemba (D-Jugend, 50kg) und Leonie Loeper (weibl. Schüler, 34kg).

John Manuel Dörbrandt (E-Jugend, 25kg), Muslim Akhmadov (D-Jugend, 34kg), Saichan Abdursakow (C-Jugend, 34kg), Askhab Mizaev (C-Jugend, 38kg) und Finnja-Cecile Arendt (weibl. Schüler, 38kg) werden mit der Silbermedaille belohnt.

Die dritten Plätze sichern Florian Rathke (E-Jugend, 29kg), Tom Lewin Mielke (C-Jugend, 46kg) und Emilie Kuschel (Weibl. Jugend, 46kg).

Sieger der Herzen mit den vierten Plätzen sind Leon-Luca Schmidt (C-Jugend, 46kg) und Chiara Sophie Messerschmidt (Weibl. Schüler, 42kg).

„Alle Kämpfer haben tolle Leistungen erbracht. Sehr überzeugend waren der 7-jährige Muhammad Altemirov, der im Kampf um Platz 1 seinen Angstgegner besiegt, und der 9-jährige Ali Mamirov, der trotz Schwierigkeiten im dritten Kampf, alle Gegner schlägt.“ so das Fazit von Trainer Jörg Schultz.

Verein und Beteiligte bedanken sich nach diesem erfolgreichen Wochenende sowohl bei den Trainern als auch bei Claudia Arendt (Betreuerin), Amy Kirchner (Betreuerin), Ben Münchow (Punktrichter) und Sulim Abdursakow (Kampfrichter) für die Unterstützung!

Deutsche Meisterschaft A-Jugend in Witten

 Vom 05. bis 07. April 2019 wurden die Deutschen Meisterschaften der A-Jugend im griechisch-römischen Stil ausgetragen. Der Ausrichterverein KSV Witten stellte dieses Turnier unter das Motto „Ringen um Toleranz und Freundschaft“ und zog 168 Athleten in die Halle.

Der 15-jährige Geworg Ibashyan (A-Jugend, 110kg) tritt für den Greifswalder Ringerverein an und sichert sich nach fünf Kämpfen die Bronzemedaille. Hanno Hänsel (SAV Torgelow-Drögenheide) wird mit einem 3:0 geschlagen. „Nach passiver Verwarnung nutzte Geworg die von ihm ausgesuchte Bodenlage um den Sieg für sich zu entscheiden“ erklärt Trainer Manfred Groß. Manuel Rauch (AC Thaleischweiler-Fröschen) hingegen steht aufrecht und wird mit Schultersieg von Geworg bezwungen. „Ich hatte mehr Angriffsmöglichkeiten und konnte sehr gut Technik anwenden“ sagt Geworg. Der Kampf gegen den Dauerrivalen Hannes Müller (RSV Frankfurt/Oder) gestaltete sich trotz 8:7 Sieg schon schwieriger. „Geworg hat nicht konsequent durchgerungen. Ein erheblicher Punktevorsprung wurde durch einen Kopfhüftwurf in Gefahr gebracht .“ analysiert Groß. Im Poolfinale gegen Janik Kiefer (AC Thaleischweiler-Fröschen) wird dem 15-jährigen dann genau solch eine Unaufmerksamkeit zum Verhängnis. Nach einer 6:0 Führung läuft er in diesem Kampf in einen Kopfhüftwurf und wird geschultert. „Goldmedaille verschenkt!“ sagt Groß. Den Finalkampf um Platz 3 gegen Alexander Horn (TSG Hofgeismar) konnte Geworg dann mit einem 16:0 Sieg mittels technischer Überlegenheit für sich entscheiden. „2,3 Würfe und mehrere Rollen…so hätte der vierte Kampf auch sein müssen“ sagen Trainer und Schützling.

„Die vier Monate tägliches Training haben sich gelohnt und im nächsten Jahr wird Geworg die Goldmedaille holen!“ so das abschließende Fazit des Trainers nach einem erfolgreichen Wochenende.

 

3. Platz beim 7. Peter Weidemann Gedenkturnier

Am Samstag fuhren unsere jüngeren Schützling nach Demmin um am 7. Peter Weidemann Gedenkturnier im Mannschaftsringen des Demminer-Ringerverein 1954 e.V. teilzunehmen. Hier trafen insgesammt 5 Mannschaften aufeinander, der FSV Stralsund, der ZKS Koszalin Rosnowo, der Ringerverein Lübtheen e. V., der Demminer-Ringerverein 1954 e.V. sowie die Kampfgemeinschaft Vorpommern.

Der Greifswalder Ringerverein stellte zusammen mit 4 Ringern aus Torgelow die „Kampfgemeinschaft Vorpommern“ und konnte somit 11 von 12 Gewichtsklassen in dem Bereich 23kg – 59kg besetzen.

In der ersten Runde des Tuniers unterlag die KG Vorpommern gegen einen starken FSV Stralsund, hier wurden unnötig zu viele Punkte an den Gegner verschenkt. Die Runde Zwei lief für die Kampfgemeinschaft auch nicht besser. Zeigte man sich hier zu sehr beeindurckt von den polnischen Gästen des ZKS Koszalin und rief nicht das ab was man eigentlich kann.

Die dritte Wettkampfrunde konnte unsere Kampfgemeinschaft Vorpommern knapp für sich entscheiden und wichtige Punkte gegen den Demminer Ringerverein holen. In der letzten Turnierrunde traten unsere Ringer gegen die Sportler des Ringerverein Lübtheen an. Hier überzeugte man in einem klaren Mannschaftssieg und sicherte sich somit am Ende den 3. Platz des Turniers.

Wir danken dem Demminer Ringerverein für ein schönes und vielseitiges Turnier. Das nächste mal sind unsere Sportler beim 23. Internationaler Boddenpokal der Hansestadt Greifswald zu sehen.

25. Opel-Cup des SAV Torgelow

Bereits am Samstag, den 2. Juni, reisten 16 Teilnehmer unseres Greifswalder Ringervereins  zum 25. Opel-Cup des SAV Torgelows. Traditionsgemäß fand der Wettkampf im Freibad von Torgelow statt, was nicht nur für die Greifswalder Ringer jedes Jahr auf’s neue eine willkommene Abwechselung zu den Turnhallen ist.

Die Kämpfer stellten sich in den Altersklassen E-, D-, C- und B-Jugend ihren Gegner und rangen je nach Altersklasse im klassisch-römischen Stil oder im Freistil. Für den Greifswalder Ringerverein standen Anton Arendt (E-Jugend), Mattis Causen (E-Jugend), Sulim Abdursakow (B-Jugend) und Vincent Below (B-Jugend) ganz oben auf dem Siegerpodest. Die Ringer John Manuel Dörbandt (E-Jugend), Hannes Finn Empen (E-Jugend), Muslim Akhnadov (D-Jugend),Finnja-Cecile Arendt (D-Jugend), Elias Ziemba (D-Jugend), Leon Luca Schmidt (C-Jugend), Philip Bahrmann (B-Jugend) und Marc Denz (B-Jugend)  landeten auf dem zweiten Platz . Leonie Netzel (E-Jugend) und Islam Akhadow (C-Jugend) nahmen man eine Bronze-Medaille in empfang. Lediglich Saichan Abdursakow und Tom Mielke gingen ohne einen Platz auf dem Treppchen nach Hause.

In der Mannschaftswertung musste sich der Greifswalder Ringerverein lediglich gegen den SAV Torgelow geschlagen geben und landete somit auf einem guten zweiten Platz.

Greifswalder Ringer beim 12. Citylauf

Am Samstag waren die Greifswalder Ringer mal nicht auf der Ringermatte unterwegs. Unsere Sportler nahmen zum ersten Mal am 12. Greifswalder Citylauf teil und stellten 2 Staffeln. Eine Frauenstaffel und eine Mixedstaffel, die Mixedstaffel wurde von unseren jüngeren Sportlern gelaufen.
 
Es war für alle eine gelungene Veranstalltung und hat unseren Ringern sehr viel Spaß gemacht.

Wettkampf beim SV Luftfahrt Ringen e.V.

Am Samstag waren 6 Kämpfer und Kämpferinnen unseres Ringervereins in Berlin beim SV Luftfahrt Ringen e.V. zu Gast. Unsere Ringer lieferten sich tolle sehenswerte Kämpfe in der Kategorie Freistil.
 
Am Ende des Tages konnte Trainer Jörg Schulz mehr als zufrieden sein, denn alle Schützlinge brachten eine Medaille mit nach Hause.
 
Amy Kirchner konnte sich souverän gegen ihre Gegnerinnen mit Schultersiegen durchsetzen und sicherte sich somit eine Goldmedaille. Anton Arendt holte ebenfalls Gold für Greifswald durch eine überzeugende Leistung und 4 Schultersiege. Eine weitere Goldmedaille konnte Claudia Arendt erringen. Sie schulterte einmal ihre Gegnerin und gewann die restlichen Kämpfe durch technische Überlegenheit ohne Punktverlust. Für Finnja Arendt hieß es ebenfalls Gold, jedoch ohne Gegnerinnen.
 
Hannes Empen legte zwei seiner Gegner auf Schulter, musste sich jedoch auch zwei seiner Gegner geschlagen geben und landete somit auf dem 3. Platz. Saichan Abdursakow verlor seinen Kampf und stand somit am Ende auf dem Silberpodest.

Mitteldeutsche Meisterschaften Männer

Im brandenburgischen Luckenwalde wurden am vergangenen Wochenende die Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer ausgetragen. Neben den mitteldeutschen Landesverbänden Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg waren auch Sportler aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin angetreten. Insgesamt kämpften in den zwei Stilarten ca. 120 Aktive auf den drei Matten der Fläminghalle um die Medaillen.
Der Greifswalder Ringerverein war mit vier Sportlern präsent.
Für Khasan Akbedaev war es ein kurzes Turnier. Im 55 kg Limit wurde er kampflos Mitteldeutscher Meister, da sein einziger Gegner verletzungsbedingt aufgeben musste. Auch bei Artur Leimann (67kg) wollte keine Freude über die Bronzemedaille aufkommen. Die erhielt er nach zwei Niederlagen schließlich nur, weil auch in der Gewichtsklasse bis 67kg nur drei Sportler gemeldet waren. „Ist das blöd“, stöhnt der junge Greifswalder, „wenn du alles verloren hast und dann doch eine Medaille bekommst.“ Da konnten ihn auch die aufmunternden Worte von Ceven Matthes, der hier nicht nur selbst startete, sondern auch die Funktion des Teambetreuers wahrnehmen musste, nicht trösten. Immerhin hatte Artur sich als 17jähriger ja hier Männern gestellt.
Ceven Matthes (87 kg) musste sich seine Medaillen dagegen hart erkämpfen. In der ersten Begegnung ging er schnell unglücklich zu Boden, hatte dann den Rollen von Thomas Leffler (RSV Rotation Greiz) nichts entgegenzusetzen und verlor wegen Technischer Überlegenheit des Gegners. Das sollte jedoch seine einzige Niederlage bleiben. Die zweite Runde beendete er mit einem schönen Sieg über Roman Chernov vom KFC Leipzig. Beim Punktestand von 10:2 ertönte hier schon kurz vor dem Ende der ersten Kampfzeit der Abpfiff wegen Technischer Überlegenheit. Ein spannendes Duell lieferte er sich anschließend mit Dustin Löser (RSK Gelenau). Die beiden schenkten sich nichts, beide punkteten abwechselnd. Ceven lag mit 8:5 in Führung, als ihm ein schöner Kopf-Hüft-Wurf gelang, in dessen Folge er seinen Kontrahenten schultern konnte. Am Ende freute sich Ceven über verdientes Silber.
Ebenfalls Silber gab es für Karl Marbach (97 kg). Auch er startete mit einer Niederlage. Dem vier Jahre älteren Chris Schneider vom RV Thalheim war er jedoch nur nach Punkten (5:2) unterlegen. Wieder einmal brauchte Karl Zeit, um in den Kampf zu finden. Ließ er sich in den ersten Sekunden noch einmal aus der Kampfzone drängen und wegen Passivität bestrafen, kam er mit jeder Minute besser zurecht und konnte selbst punkten. Erfreulich auch sein enormer Konditionsgewinn in den letzten Monaten. Im folgenden Turnierverlauf konnte Karl zwei Begegnungen technisch überlegen für sich entscheiden. Sven Betschke vom SAV Leipzig besiegte er 9:0, Lukas Kästel vom RSK Gelenau 9:1. In beiden Kämpfen punktete er vor allem mit Rumreißer, Satiev und Rolle. Nach Kämpfen gegen erheblich ältere Athleten am Ende damit verdientes Silber für den erst 17jährigen Greifswalder bei diesem Männerturnier.
Ute Marbach